Aktuelles

Ein neuer Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. In Forschung und Entwicklung schaffen THM-Teams Innovationen für die industrielle Praxis. Die Hochschule weitet ihr internationales Kooperationsnetz aus und eröffnet damit Studierenden zusätzliche Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Die Diplomarbeit einer Absolventin erhält einen Preis. Ein neuer Professor hat die Arbeit aufgenommen. Die THM lädt ein zu öffentlichen Vorträgen. Hier finden Sie Neuigkeiten aus Lehre, Forschung und dem gesamten Hochschulleben.

 

Screenshot vom Videoblog "Studium 360"

Johanna Sickel ist Projektkoordinatorin von Studium 360°. Im Gespräch mit Präsident Prof. Matthias Willems stellt sie das Projekt vor. Gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse will die THM durch die Initiative zu einem gesunden Leben und einem erfolgreichen Studium beitragen. Gesundheit wird dabei als Querschnittsthema gesehen.

Weiterlesen: Neues vom Präsidium


Über den Wettbewerbserfolg freuen sich (von links) Prof. Norbert Hanenberg, Rebecca Lara Storck, Pascal Find, Prof. Achim Vogelsberg, Jan Granzow, Marie Verplancke und Prof. Thomas Vinson.

Ein studentisches Team vom Fachbereich Bauwesen der Technischen Hochschule Mittelhessen hat den zweiten Platz bei einem bundesweiten Wettbewerb belegt. Aufgabe war es, den Entwurf für ein Bauwerk auszuarbeiten, das modellhaft für eine Architektur der Energiewende steht. 

Ausgelobt hatte den vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Preis die Bergische Universität Wuppertal. Dort wird nächstes Jahr der „Solar Decathlon Europe 21 (SDE21)“ ausgetragen, ein internationaler Hochschulwettbewerb zum Thema nachhaltiges Bauen und Leben. Die Konkurrenz, bei der jetzt die THM erfolgreich war, richtete sich darauf, zur öffentlichen Ankündigung in Wuppertal einen maximal zehn Quadratmeter großen „urban hub“ zu konzipieren. Gemeint war damit ein origineller Informationsstand zum SDE21 im städtischen Raum, der mit wiederverwendbaren Komponenten energieeffizient gebaut werden kann.

Weiterlesen: Zukunftsarchitektur mit Restholz


Verteilung der Aerosolwolke ohne MaskeVerteilung der Aerosolwolke mit MaskeVerteilung der Aerosolwolke ohne Maske mit Tischventilatorbetrieb

Wie lässt sich in geschlossenen Räumen das Risiko minimieren, an Covid-19 zu erkranken? Dieser Frage ist die Technische Hochschule Mittelhessen nachgegangen. Unter der Leitung der Professoren Dr. Henning Schneider und Dr. Keywan Sohrabi vom Gießener Fachbereich Gesundheit hat eine Forschergruppe untersucht, welche Atemmasken die Verbreitung des Coronavirus zum Beispiel im Büro am ehesten verhindern.

Hauptübertragungsweg des Virus ist das Einatmen virushaltiger Flüssigpartikel, die beim Atmen, Sprechen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden. Atmen andere Menschen sie ein, können sie sich infizieren. Besonders kleinere Partikel mit einer Größe von weniger als fünf Mikrometern (Aerosole) verteilen sich unter ungünstigen Umständen im ganzen Raum und bleiben länger als eine halbe Stunde in der Luft.

Die Gießener Wissenschaftler haben die Ausbreitung von Aerosolen mithilfe der Methode der numerischen Strömungsmechanik untersucht. Diese Simulation haben sie mit einem Laserbeuger überprüft, der die Verteilung von Partikeln in einem flüssigen oder gasförmigen Medium misst. Simuliert wurde ein einmaliges Niesen an einem Standard-Büroarbeitsplatz mit einem Monitor, der das Strömungsverhalten beeinflusst.

Die Simulation ohne Maske zeigt, dass die Aerosolwolke sich innerhalb einer Sekunde mehr als zweieinhalb Meter in Niesrichtung ausbreitet. Sie kann sich maximal bis zu acht Meter weit reichen.

Eine Baumwollmaske verhindert die Ausbreitung über eineinhalb Meter hinaus, reduziert die Ausbreitungsgeschwindigkeit und führt dazu, dass die Partikel schnell absinken. Sie ist ein effektiver Schutz, wenn man die üblichen Abstandsregeln einhält. FFP-Masken, die auch den Träger schützen und eine höhere Dichte besitzen, haben ebenfalls eine gute Wirkung. Durch den hohen Druck auf die Maske während des Niesens entweicht allerdings ein Teil der Aerosole nach oben.

Gesichtsvisiere (Face Shields) sind eine Alternative zu Masken. Sie lenken, so die Untersuchung, das Aerosol vor allem nach unten und seitlich nach hinten ab. Bei einem Abstand von mehr als eineinhalb Metern bieten sie einen guten Schutz.

Am besten schneidet die Kombination aus Gesichtsvisier und Baumwollmaske ab. Allerdings, so schränken die beiden Projektleiter ein, sei das die für den Träger anstrengendste Variante und über einen längeren Zeitraum niemandem zuzumuten.

Als ungünstigstes Szenario erwies sich die in der warmen Jahreszeit beliebte Nutzung eines Tischventilators. Ohne den Schutz durch eine Maske und bei geschlossenem Fenster verbreitet sich die Aerosolwolke in wenigen Sekunden im ganzen Raum.

„Unbedingt empfehlenswert“ ist das Fazit der Studie von Sohrabi und Schneider zum Tragen von Masken in geschlossenen Räumen. „Bereits einfachste Mund-Nasen-Bedeckungen und Face Shields bieten einen guten Basisschutz, wenn sich mehrere Personen in einem Raum aufhalten.“

 


Mit dem nötigen Corona-Abstand: Solarthermischer Feldversuch an der THM in Friedberg

Studieren heißt aktuell digital studieren – etwa per Video oder als Web-Meeting. Aber es gibt auch Ausnahmen. Die Technische Hochschule Mittelhessen bot in diesem Sommersemester zum Beispiel einen Feldversuch zur Solarthermie an. Studentinnen und Studenten der Physikalischen Technik, der Medizinischen Physik und des Maschinenbaus hatten in Friedberg die Möglichkeit gemeinsam mit ihren Kommilitonen zu lernen.

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Preisverleihung in Wiesbaden: Wissenschaftsministerin Angela Dorn, Betreuer Prof. Dr. Thomas Glotzbach, Benjamin Jähnert und Leon Heckelmann (von links). (Foto: HMWK)

Die Arbeitsgruppe „Mamut-Robotics“ der TH Mittelhessen hat als beste studentische Initiative den diesjährigen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre gewonnen. Die Auszeichnung, die Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn während einer Feierstunde in Wiesbaden überreichte, ist mit 10.000 Euro dotiert. Weitere Preise, mit denen Lehrkonzepte von Hochschullehrern ausgezeichnet wurden, gingen an Professoren der Universitäten in Gießen und Kassel.

Weiterlesen: Hessens bestes studentisches Lernkonzept


Die Ausgabe 38 | Juli 2020 des TH-Informationsdienstes "THMagazin" mit vielen Berichten aus Lehre und Forschung ist erschienen. In der Printversion gibt es das Heft kostenlos in der INFO. Die vorherigen Ausgaben des THMagazins finden Sie im Downloadbereich.

Weiterlesen: THMagazin 38, Juli 2020


Johanna Sickel, Tom Wächter und Prof. Burkhard Ziegler engagierten sich gemeinsam bei der hochschulinternen Verteilung.

Während einer Pandemie können Berührungen besonders gefährlich sein. In Hochschulgebäuden werden täglich ungezählte Male die Klinken und Knäufe von Türen angefasst. Wer einer Infektion vorbeugen will, reinigt sich danach die Hände. Das steigert den Verbrauch von Wasser, Seife und Infektionsmitteln, belastet auf Dauer aber auch die menschliche Haut.

An der Technischen Hochschule Mittelhessen hat deshalb der Ingenieurwissenschaftler Prof. Dr. Burkhard Ziegler vom Fachbereich Maschinenbau und Energietechnik über Abhilfe nachgedacht. Seine Lösung: ein „Hygiene-Gadget“. Im Englischen meint Gadget einen kleinen Gegenstand, der die Pfiffigkeit des Erfinders verrät. Prof. Ziegler ergriff die Initiative, damit seine Idee zum Objekt werden konnte.

Weiterlesen: Pfiffiger Klinkenputzer


Auf Managementkarrieren in der digitalen Wirtschaft bereitet der neue  Masterstudiengang des Fachbereichs Wirtschaft vor.

Mit „Digital Business“ befasst sich ein neues Masterprogramm, das zum kommenden Wintersemester am Gießener Fachbereich Wirtschaft der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. Es will Interessierte darauf vorbereiten, die digitale Transformation unternehmerischer Leistungen und Strukturen in verantwortlicher Position mitzugestalten. Das angestrebte Qualifikationsprofil verbindet ein ganzheitliches Verständnis von betrieblichen Prozessen mit Kompetenz zur Anwendung digitaler Konzepte und Systeme. Damit eröffnen sich Karriereperspektiven unter anderem als Manager für Business Development oder Digital Services, als Consultant oder Projektleiter für Digitale Transformation.

Weiterlesen: Studieren für die digitale Zukunft


Starker Betrieb herrschte an der TH Mittelhessen am Gießener Beratungsabend.

Starker Betrieb herrschte an der TH Mittelhessen am „Gießener Beratungsabend“. Im Netz – denn die Hochschule beachtete auch bei ihrem kompakten Informationsprogramm die Regeln zum Infektionsschutz. Wegen der Corona-Pandemie hatten die Zentralen Studienberatungen von THM und JLU ihre bewährte gemeinsame Initiative erstmals als Online-Service organisiert.  

Weiterlesen: Viel los am Infoabend


Teambesprechung über den Testaufbau für Lithium-Ionen-Batterien: die Wissenschaftlichen Mitarbeiter Frank Landry Tanenkeu, Serhii Kondratiev, Dimitrij Neubauer und Prof. Alexander Kuznietsov (von links)

Lithium-Ionen-Batterien, die zum Beispiel in Elektrofahrzeugen eingesetzt werden, verlieren im Lauf der Zeit an Leistungsfähigkeit und müssen ersetzt werden. Wie dieser Prozess verlangsamt werden kann, untersucht die Technische Hochschule Mittelhessen am Fachbereich Informationstechnik – Elektrotechnik - Mechatronik in Friedberg. Leiter des Forschungsprojekts ist Prof. Dr. Alexander Kuznietsov vom Kompetenzzentrum für Automotive, Mobilität und Materialforschung. Kooperationspartner ist die Firma BE Power in Fernwald. Das Land Hessen fördert das Vorhaben mit 385.000 Euro.

Weiterlesen: Langlebige Batterien für die Elektromobilität