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Ein neuer Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. In Forschung und Entwicklung schaffen THM-Teams Innovationen für die industrielle Praxis. Die Hochschule weitet ihr internationales Kooperationsnetz aus und eröffnet damit Studierenden zusätzliche Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Die Diplomarbeit einer Absolventin erhält einen Preis. Ein neuer Professor hat die Arbeit aufgenommen. Die THM lädt ein zu öffentlichen Vorträgen. Hier finden Sie Neuigkeiten aus Lehre, Forschung und dem gesamten Hochschulleben.

 


Hessen Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn hat gemeinsam mit ihrer Staatssekretärin Ayse Asar die TH Mittelhessen besucht. THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems stellte den Gästen Hessens größte Hochschule für angewandte Wissenschaften als Hochschule der Region vor. Besonders für die mittelständische Wirtschaft und die Kommunen sei die THM ein verlässlicher Partner in Forschung und Entwicklung.


Ein Beispiel dafür ist die Demonstrationsanlage für einen Hochtemperatur-Stromspeicher, den die THM auf dem Gelände ihres Kooperationspartners, der Stadtwerke Gießen, baut. Vizepräsident Prof. Olaf Berger stellte während einer Besichtigung das Projekt vor, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 1,6 Millionen Euro gefördert wird.


In der Gießener Anlage werden elektrische Heizelemente Wärme von bis zu 1100 Grad erzeugen. Diese wird in Keramikelementen gespeichert. Bei Bedarf wird sie über eine Gasturbine in Strom und Heizenergie umgewandelt. Mit diesem Verfahren werden bis zu 80 Prozent der Ausgangsenergie nutzbar sein. Der Speicher wird eine Kapazität von mehr als 1,5 Megawattstunden haben. Einen Vorteil gegenüber herkömmlichen Technologien sieht Berger darin, dass die Anlage – anders als etwa ein Pumpspeicherkraftwerk – praktisch überall errichtet werden kann. Außerdem müsse man weder gefährliche Stoffe noch begrenzte Rohstoffe einsetzen.


Ministerin Dorn betonte, dass es neben dem Netzausbau wichtig sei, die Speichertechnologien zur Marktreife zu entwickeln. Das Projekt, so Berger, sei „ein Sinnbild dafür, was Hochschulen für angewandte Wissenschaften in der praxisnahen Forschung zu leisten imstande sind.“ Die Technologie soll in einem neuen Gießener Wohnquartier zum Einsatz kommen, das die Kommune am östlichen Innenstadtrand plant, und dazu beitragen, die stark schwankende Einspeisung von Strom aus regenerativen Quellen auszugleichen und das Stromnetz zu stabilisieren.


Foto (Henkel): Daniel Rothfuss zeigte den Gästen das neu eingerichtete Labor für die additive Fertigung mit 3D-Druckern.

Nach Heidelberg führte eine Exkursion der TH Mittelhessen. Studentische Mitglieder der beiden Rennsportteams aus Friedberg und Gießen besuchten die Firma Henkel, die an diesem Standort Industrieklebstoffe für den Automobilbau entwickelt und herstellt.

Das Unternehmen unterstützt die Motorsportler der THM, die ihre eigenen Fahrzeuge bauen, seit zehn Jahren. High-Tech-Klebstoffe kommen dabei vor allem bei der Verbindung von Leichtbaumaterialien zum Einsatz, wo Schweißen oft nicht möglich ist. So konnte das Gießener Team zum Beispiel eine als Schweißkonstruktion ausgelegte Radaufhängung aus Stahl durch eine Klebekonstruktion aus carbonfaserverstärktem Kunststoff ersetzen und damit 50 Prozent Gewicht einsparen.

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Andres Ebner hat den „Student Award“ des Vereins für Angewandte Automatisierungstechnik in Lehre und Entwicklung an Hochschulen gewonnen.

Andreas Ebner hat den „Student Award“ des Vereins für Angewandte Automatisierungstechnik in Lehre und Entwicklung an Hochschulen gewonnen. Der 24-Jährige erhielt die Auszeichnung für seine Masterthesis am Gießener Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik der TH Mittelhessen. Den mit 1000 Euro dotieren Preis konnte der Informatiker auf der Jahrestagung des Vereins an der Hochschule Heilbronn entgegennehmen.

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Prof. Jens Minnert referierte über Schäden im Stahlbetonbau. Etwa 160 Gäste folgten der Einladung zum Massivbau-Kompaktseminar an die Technische Hochschule Mittelhessen nach Gießen. Im Auditorium waren vor allem Praktiker aus hessischen Ingenieurbüros, Bauunternehmen, Behörden und Prüfstellen, aber auch Studentinnen und Studenten. Initiator und Referent der Veranstaltung war Prof. Dr. Jens Minnert vom Fachbereich Bauwesen der THM.

Schäden im Stahlbetonbau haben ihre Ursachen oft in Details, denen man in der Planungs- und Konstruktionsphase nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt hat. In dem eintägigen Seminar führte Minnert zunächst in das Thema ein und stellte typische Schadensbilder vor. Nach der Erörterung theoretischer Grundlagen ging er in weiteren Vorträgen auf die konstruktive Durchbildung von Konstruktionsdetails bei Stützen, Balken, Platten, Wänden und Fundamenten ein.

Die Erlöse der Veranstaltung werden den Studenten des Fachbereichs zugutekommen. Aus Seminareinnahmen wurden in den vergangenen Jahren zum Beispiel Exkursionen nach Rom, Kuba und Peru finanziert. In diesem Jahr ist eine Reise in die USA geplant.


Meysam Alikhani (IfM), Dr. Birgit Samans (THM), Prof. Dr. Volker Groß (Transmit), Prof. Dr. Keywan Sohrabi (THM/von links) arbeiten gemeinsam an neuen diagnostischen Möglichkeiten für Kinder mit Atemwegserkrankungen.

Die berührungslose Langzeitüberwachung von Säuglingen und Kleinkindern mit Atemwegserkrankungen ist das Ziel eines Forschungsprojekts, bei dem die TH Mittelhessen mit verschiedenen Partnern zusammenarbeitet. Dazu gehören das federführende Ingenieurbüro für Medizintechnik (IfM) in Wettenberg, die Kinder-Universitätsklinik Ostbayern in Regensburg und das Gießener Transmit-Zentrum für Bioakustik und Atemphysiologie. Verantwortlich an der THM ist Prof. Dr. Keywan Sohrabi vom Fachbereich Gesundheit. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben, mit 1,1 Millionen Euro.

Erkrankungen der Atemwege gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden bei Kindern. Neben akuten spielen chronisch verlaufende Krankheiten eine große Rolle. So sind etwa zehn Prozent aller Kinder unter 15 Jahren von Asthma betroffen. In der Mehrheit der Fälle bricht die Krankheit vor dem fünften Lebensjahr aus. Sie wird allerdings häufig übersehen oder zu spät behandelt.

Weiterlesen: Berührungslose Langzeitüberwachung der Atmung bei Kindern


Ivan Knezović und Tugomir Čuljak von der Geschäftsleitung des Maschinenbau-Unternehmens SIK führten Joachim Ulm und Prof. Claus Breuer (von links) durch die Produktionshallen. Die TH Mittelhessen kooperiert seit vergangenem Jahr mit der Universität Mostar. Zu einem dreitägigen Besuch reisten jetzt Prof. Dr. Claus Breuer, Dekan des Friedberger Fachbereichs Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnologie, und Joachim Ulm vom Labor für Verbrennungsmotoren nach Bosnien und Herzegowina.

An der dortigen Fakultät für Maschinenbau und Elektrotechnik sprachen sie unter anderem über den zukünftigen Austausch von Studenten und Lehrpersonal, der im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ gefördert wird. Großes Interesse gibt es auch an einer fachlichen Zusammenarbeit, besonders auf den Gebieten der Fahrzeugmechatronik, der Mechanik und Betriebsfestigkeit sowie der Schwingungstechnik. Von den Erfahrungen der THM will die Universität Mostar beim Aufbau von dualen Studienangeboten in Zusammenarbeit mit Unternehmen der Region profitieren. Die Friedberger Gäste nutzten ihren Aufenthalt deshalb für den Besuch zweier weltweit agierender Maschinenbau-Unternehmen. Dort stellten sie das Friedberger duale Modell vor. Die THM unterstützt die Partnerhochschule außerdem beim Aufbau eines neuen Motorenprüfstands. Das Projekt wird vom Automobilhersteller Hyundai und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit gefördert.

Die „Alte Brücke“, Wahrzeichen von Mostar, gehört zum Weltkulturerbe der Unesco.Den Kooperationsvertrag der beiden Hochschulen hatten im letzten Mai THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems und Prof. Dr. Zoran Tomić, Rektor der Universität Mostar, beim Besuch einer 16-köpfigen Delegation in Friedberg unterzeichnet.


Zum Tagungsprogramm in Wien gehörte auch ein Besuch der Energie-Erlebniswelt: Sergej Herzog (vorn) und Jan Ambrosius beschäftigen sich mit einem Versuch zum Magnetismus.

Wissenschaftler des Instituts für Thermodynamik, Energieverfahrenstechnik und Systemanalyse der TH Mittelhessen haben die 11. Internationale Energiewirtschaftstagung an der TU Wien besucht.

An drei Tagen diskutierten 450 Teilnehmer aus Wissenschaft und Industrie das Thema „Freiheit, Gleichheit, Demokratie: Segen oder Chaos für Energiemärkte?“. Etwa 200 Vorträge standen auf dem Programm, darunter auch zwei der THM-Wissenschaftler.

Die Masterstudentin Manuela Richter sprach über „Simulative Untersuchungen der thermischen Be- und Entladungsprozesse eines sensiblen Hochtemperaturspeichers.“ In dem Vortrag, den sie gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Mitarbeiter Sergej Herzog erarbeitet hatte, berichtete sie über Zwischenergebnisse eines aktuellen Gießener Forschungsprojekts.

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Prof. Bartosz Czempiel hat seine Arbeit an der TH Mittelhessen aufgenommen. Er lehrt am Fachbereich Bauwesen in Gießen. Sein Fachgebiet ist Visualisierung und Entwurf.

Prof. Bartosz Czempiel hat seine Arbeit an der TH Mittelhessen aufgenommen. Er lehrt am Fachbereich Bauwesen in Gießen. Sein Fachgebiet ist Visualisierung und Entwurf.

Von 2000 bis 2006 studierte Czempiel Architektur an der RWTH Aachen und am Politechnika Krakowska in Polen. Sein Studium schloss er als Diplom-Ingenieur ab.

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Das Projekt „Innovative 3D-Fertigungstechnologien für die individualisierte Medizin“ stellte sich ebenso auf der Messe vor ...

Die TH Mittelhessen ist seit der Premiere der Hightechmesse „W3+ Fair/Convention“ in Wetzlar im Jahr 2014 mit von der Partie. Die Hochschule präsentierte bei der sechsten Auflage in der Rittal Arena aktuelle Forschungsvorhaben.

Ganz neu ist das Projekt „Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft“ zum Thema „3D-Druck in der individualisierten Medizin“. Dr. Ulf Mäder vom Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz erklärt, wie diese Technik in der Qualitätssicherung der Radiologie, beispielsweise der Mammographie eingesetzt werden kann. „Dreidimensionale anthropomorphe Prüfkörper, die anhand radiologischer Aufnahmen im 3D-Druck gefertigt werden, können in Zukunft zur Bestimmung von Bildqualitätsparametern eingesetzt werden.“ Damit könne festgestellt werden, ob die bei der Mammographie eingesetzten Röntgenapparate und Bildwiedergabegeräte den vorgeschriebenen Anforderungen genügten.

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Der Wissenschaftliche Mitarbeiter Felix Brück und die Studentin Shannon Courtney bereiten eine Klärschlammascheprobe für die Analyse auf Schadstoffe vor.

Ein Konzept zur Gewinnung von Phosphor und Energie aus Klärschlamm ist der Gegenstand eines Projekts der TH Mittelhessen. Die Professoren Dr. Ulf Theilen, Dr. Harald Weigand und Dr. Harald Platen vom Kompetenzzentrum für Energie- und Umweltsystemtechnik arbeiten dabei mit verschiedenen Partnern zusammen. Zu ihnen gehören die Stadtwerke Gießen, die Mittelhessischen Wasserbetriebe und das Institut für Pflanzenernährung der Justus-Liebig-Universität. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben mit 125.000 Euro.

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