Aktuelles

Ein neuer Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. In Forschung und Entwicklung schaffen THM-Teams Innovationen für die industrielle Praxis. Die Hochschule weitet ihr internationales Kooperationsnetz aus und eröffnet damit Studierenden zusätzliche Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Die Diplomarbeit einer Absolventin erhält einen Preis. Ein neuer Professor hat die Arbeit aufgenommen. Die THM lädt ein zu öffentlichen Vorträgen. Hier finden Sie Neuigkeiten aus Lehre, Forschung und dem gesamten Hochschulleben.

 

5. Berliner Transferkonferenz

Die Technische Hochschule Mittelhessen und mit ihr in der „Hochschulallianz für den Mittelstand“ verbundene Partnerhochschulen aus ganz Deutschland laden Interessierte zu einer digitalen Konferenz rund um den Themenkomplex Transfer, regionale Verantwortung und verantwortliches Wirtschaften ein.

Hochschulen für angewandte Wissenschaft und mittelständische Unternehmen sind Treiber der Regionalentwicklung. Dies gilt nicht nur im Bereich der technologischen und wirtschaftlichen Innovationen, sondern auch in Bezug auf die gesellschaftliche und soziale Verantwortung in den Regionen. Im Zuge der 5. Berliner Transferkonferenz stehen Gesundheit und Soziales, regionale Innovationszentren sowie der Transfer in diesem Bereich am 19. April 2021 von 15.30 bis 20 Uhr im Mittelpunkt der Diskussion.

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Im Projekt Brushalyze arbeitet die THM mit den Universitäten Kassel und Gießen an einem Forschungsgerät für die Zahnmedizin, das den Zahnputz-Vorgang mit KI erforschen hilft. Foto: Deinzer/JLU

Zähneputzen gehört zur täglichen Routine, doch der eigentliche Zahnputzvorgang ist wissenschaftlich weitgehend unverstanden. Geeignete Forschungsgeräte dazu fehlen. In einem interdisziplinären Team entwickeln Forscherinnen und Forscher der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der Universität Kassel ein neues Forschungsgerät für die Zahnmedizin – zum Einsatz kommen dabei auch künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen.

„90 Prozent der Bevölkerung putzen täglich die Zähne, trotzdem leiden über 70 Prozent an Entzündungen des Zahnfleisches oder des Zahnbettes. Das heißt, alle wissen, wie wichtig Zähneputzen ist, aber fast niemand macht es richtig“, sagt Prof. Dr. Bernhard Sick, Leiter des Fachgebietes Intelligente eingebettete Systeme an der Universität Kassel.

Weiterlesen: Mit KI gegen Zahnfleischbluten und Parodontitis


Die Versorgung von Menschen, die sich in der letzten Lebensphase befinden, ist Thema eines virtuellen Symposiums an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Bei der Veranstaltung am 6. Mai werden 20 Referentinnen und Referenten Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation Sterbender darstellen und diskutieren. 

Das Symposium greift Aufgaben und Ergebnisse des Projektes „Avenue-Pal“ auf, das durch den Innovationsfond des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert wird. Es soll die Rahmenbedingungen an Orten und in medizinisch-pflegerischen Systemen weiterentwickeln, wo Menschen ihre letzten Tage verbringen. Ein konkretes Ziel: Die derzeit noch häufig praktizierten Verlegungen von Sterbenden zwischen und innerhalb von Versorgungseinrichtungen will man reduzieren. Das Projekt beinhaltet sowohl die Ausarbeitung eines wissenschaftlich fundierten Praxiskonzeptes als auch dessen erprobende Einführung in zwei großen Einrichtungen, die exemplarisch die Vielzahl an Krankenhäusern und Pflegeheime in Deutschland repräsentieren.  

Im Eröffnungsvortrag der Online-Tagung berichtet Prof. Wolfgang George (THM, Leiter des TransMIT-Projektbereichs für Versorgungsforschung) über „Verlegungspraxis, Leitlinien und entwickelte Instrumente“. Aus dem Institut für Biomedizinische Technik der THM steuern dessen Leiter Prof. Thomas Schanze und Mitarbeiter Pavel Larionov Beiträge zur Implementierung digitaler Werkzeuge für den Praxiseinsatz in Einrichtungen des Gesundheitswesens und zur Unterstützung pflegender Angehöriger bei. Referenten aus kooperierenden Institutionen wie dem UKGM informieren unter anderem über die „Umsetzung der Leitlinie in einem Universitätsklinikum“, über Begleitforschung zur Thematik „Compliance und Ethik“ sowie über „Kommunale und bürgerschaftliche Einbindung“.

Detaillierte Angaben zum Programm des Symposions gibt es hier. Unter dieser Adresse können sich Interessierte ab Mitte April registrieren lassen. Die Teilnahme ist kostenlos.

   


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wendet sich in seiner Rede an die Studierenden in Deutschland.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wendet sich zum Semesterbeginn in einer Rede an die Immatrikulierten der Hochschulen in Deutschland. Zu Beginn des Sommersemesters unter fortdauernden Pandemie-Bedingungen möchte er aus der wiedereröffneten Staatsbibliothek zu Berlin möglichst viele Studentinnen und Studenten auf digitalem Weg erreichen.

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Jan Schmidt präsentierte sein Kunstwerk im Neubau der THM.

„Ahornsamen, fortlaufend nummeriert, Edelstahl, Kunststoff, Motoren, elektronische Steuerung, Photovoltaikmodul“: Das sind die Bestandteile des Werks, das als „Kunst am Bau“ in einem neuen Gebäude der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen entsteht. „TIME FLIES“ nennt Jan Schmidt seine Installation, die eine begrenzte Lebensdauer von zwanzig Jahren hat.

Am zentralen Träger eines Glasdaches ist eine Edelstahlbox befestigt. Sie entlässt innerhalb eines Jahres 2400 einzeln von Hand nummerierte Ahornsamen, die langsam zu Boden rotieren. Der zeitliche Abstand ist zufallsgesteuert, unabhängig davon, ob es Tag ist oder Nacht. Zwanzig motorgetriebene und von Solarzellen gespeiste Spindeln transportieren die Propeller in numerischer Reihenfolge zur Austrittsöffnung. Die Box wird bis zum Jahr 2040 jährlich im März durch den Künstler neu bestückt. Nach zwanzig Jahren werden so 48 000 Ahornsamen durch das Foyer geschwebt sein.

Weiterlesen: Kunst am Bau: 48.000 Ahornsamen


Cucee International Lecture Series

Acht Online-Vorlesungen in englischer Sprache bietet in diesem Sommersemester die „Cooperation of Universities in Central and Eastern Europe“ (CUCEE) an. Organisiert wird die Reihe von der Technischen Hochschule Mittelhessen. Die Vorträge sind für alle Interessierten über die Webmeeting-Software Zoom kostenlos zugänglich.

Weiterlesen: Internationale Vortragsreihe


Die Ausgabe 40 | April 2021 des TH-Informationsdienstes "THMagazin" mit vielen Berichten aus Lehre und Forschung ist erschienen. In der Printversion gibt es das Heft kostenlos in der INFO. Die vorherigen Ausgaben des THMagazins finden Sie im Downloadbereich.

Weiterlesen: THMagazin 40, April 2021


Das CardioIQ Gründungsteam: Drei Doktoranden von THM und JLU, deren Doktorväter von der Produktidee überzeugt sind.

Zwei Doktoranden der Technischen Hochschule Mittelhessen haben mit einem Partner von der Justus-Liebig-Universität Gießen eine Technologie für schnelle und zuverlässige Auswertungen von EKG-Aufnahmen entwickelt. Als Gründungsteam CardioIQ sind sie damit beim Wettbewerb um ein Hessen Ideen Stipendium angetreten. In einem zweistufigen Bewerbungsverfahren konnte ihre Idee überzeugen. Das Trio von THM und JLU reichte einen der 15 Anträge ein, die unter 58 Projekten für die aktuelle Runde des Förderprogramms ausgewählt wurden.

Nils Gumpfer und Joshua Prim qualifizieren sich derzeit mit der Promotion in Informatik bzw. Wirtschaftsinformatik an der THM wissenschaftlich weiter. Sebastian Wegener ist Doktorand der Medizin an der JLU. Im interdisziplinären Projekt CardioIQ bringen sie ihre jeweiligen Kenntnisse ein, so dass ihr Gründungsteam über Kompetenz auf den Gebieten moderne Gesundheitsversorgung, Ökonomie und angewandte Informatik verfügt. Die Gründungsberatung der THM hat die drei Partner bei der Ausarbeitung des Förderantrags begleitet und bietet auch Unterstützung bei den nächsten Schritten zur Vermarktung.   

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 Mit dem Elektro-Lastenrad der THM zieht Prof. Dr. Andreas Kuczera von der Justus-Liebig-Universität an seinen neuen Arbeitsplatz. Foto: THM

„Das Rad habe ich in der Werkstatt entdeckt“, sagt Prof. Dr. Andreas Kuczera und lacht. Jetzt steht das beinahe nagelneue Lasten-Elektrorad vor dem Wissenschaftler in der Wiesenstraße und wartet auf den ersten wirklichen Härtetest. Denn im Herbst angeschafft und auch für Studierende oder Beschäftigte nutzbar, hat das moderne E-Bike des Hochschulsports im verregneten Pandemie-Winter noch nicht allzu viele Touren absolviert. In die Werkstatt musste es, weil der Hersteller einer Komponente einen Rückruf gestartet hatte. Ein Glücksfall für den radbegeisterten Kuczera, der bislang täglich von seinem Heimatdorf an die Justus-Liebig-Universität radelt und das auch an seinem künftigen Arbeitsort, der Technischen Hochschule Mittelhessen tun will. Er wird der wohl erste Gießener Wissenschaftler sein, der mithilfe der eigenen Beine und eines kleinen Elektormotors von der einen an die andere Hochschule zieht.

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