Aktuelles

Ein neuer Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. In Forschung und Entwicklung schaffen THM-Teams Innovationen für die industrielle Praxis. Die Hochschule weitet ihr internationales Kooperationsnetz aus und eröffnet damit Studierenden zusätzliche Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Die Diplomarbeit einer Absolventin erhält einen Preis. Ein neuer Professor hat die Arbeit aufgenommen. Die THM lädt ein zu öffentlichen Vorträgen. Hier finden Sie Neuigkeiten aus Lehre, Forschung und dem gesamten Hochschulleben.

 

 Studierende des Fachbereich Gesundheit der THM nehmen im Agaplesion Evangelischen Krankenhaus Mittelhessen an Forschungsprojekten und Versuchen teil und können so Theorie und Praxis verknüpfen. Foto: THM

Der Fachbereich Gesundheit der Technischen Hochschule Mittelhessen und die Interdisziplinäre Notaufnahme des Agaplesion Evangelischen Krankenhaus Mittelhessen in Gießen wollen durch gemeinsame wissenschaftliche Projekte die Infrastrukturen im Rettungsdienst weiterentwickeln und kooperieren dafür in Forschung und Praxis. Die Zusammenarbeit der Einrichtungen begann im Bereich der Notfallmedizin und weitete sich auf mehrere weitere Projekte aus. Nun gehören auch die Schnittstellen zwischen der präklinischen und klinischen Notfallmedizin sowie das medizinische Management und die medizinische Informatik dazu. Die Kooperation zielt darauf ab, Patientinnen und Patienten durch Digitalisierung eine verbesserte Versorgung zu bieten.

Weiterlesen: Partner in der Notfallversorgung und der Forschung


Eine einfach umzusetzende Möglichkeit, FFP2-Masken für die private Nutzung wiederzuverwerten: Pro Person für jeden Wochentag eine feste Maske nutzen, die übrigen Masken in einem trockenen, belüfteten Raum aufhängen. Foto: THM

Die „Community-Maske“, das selbstgenähte Modell oder die Fashion-Maske vom Trend-Modelabel werden nicht mehr empfohlen. Was sich in der Frühphase der Corona-Pandemie als einfacher Ersatz für OP- oder FFP2-Masken etabliert hat, soll fortan zumindest im Nahverkehr nicht mehr erlaubt sein. Der Grund ist simpel: Die Wirksamkeit von Stoffmasken schwankt von Modell zu Modell und erstreckt sich – wie auch bei den weitverbreiteten OP-Masken – auf den Schutz des Gegenübers, weniger des Trägers. Der Selbstschutz aber wird auch unter dem Einfluss neuer Sars-CoV-2-Mutationen wie etwa B117 aus Großbritannien immer wichtiger.

Diesen Selbstschutz leisten FFP2-Masken. Sie sind in Bayern in Läden, dem öffentlichen Nahverkehr sowie medizinischen Einrichtungen bereits Pflicht. Auch für das ganze Land wurde diese Pflicht diskutiert – von der Bund-Länder-Runde am 19. Januar jedoch auf eine „Pflicht zum Tragen medizinischer Masken“ beschränkt. Also Masken des Schutztyps KN95 oder FFP2, aber weiterhin auch OP-Masken.

Weiterlesen: Die FFP2-Maske als Alltagsobjekt


Prof. Jan Weg. Foto: privat

Johannes Weg ist neuer Honorarprofessor an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Am Fachbereich Maschinenbau und Energietechnik in Gießen hält er als Lehrbeauftragter seit 1994 Vorlesungen über Fertigungsverfahren und Produktionsprozesse. Der 53-jährige Dillenburger lehrt auch beim dualen StudiumPlus in Wetzlar.

Johannes Weg schloss sein Maschinenbaustudium an der FH Gießen-Friedberg 1992 als Diplom-Ingenieur ab. Anschließend arbeitete er dort in einem Forschungsprojekt zur Programmierung von Expertensystemen.

Weiterlesen: Fachmann für Fertigungsverfahren


Die Healthy Weeks waren ein Erfolg.

Studierende und Beschäftigte der Technischen Hochschule Mittelhessen haben die Angebote der „healthy weeks“ im November und Dezember rege genutzt. Das Team des Hochschulsports und von Studium 360° hatte das vierwöchige Online-Programm rund um die Themen Gesundheit und Sport organisiert. Die Aktionswochen befassten sich mit den Schwerpunkten Bewegung und Fitness, gesunde Ernährung, psychisches Wohlergehen und erholsamer Schlaf.

Weiterlesen: Gelungene Gesundheitswochen


Prof. Roland Dückershoff hat auf einer Konferenz in Bangkok den Best Paper Award erhalten.

Prof. Dr. Roland Dückershoff vom Kompetenzzentrum für nachhaltiges Engineering und Umweltsysteme an der Technischen Hochschule Mittelhessen ist auf der International Conference on Mechanical Engineering in Bangkok ausgezeichnet worden. Der Professor für Strömungsmaschinen am Friedberger Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnologie erhielt gemeinsam mit Kollegen der Universität Cottbus-Senftenberg den „Best Paper Award“ in der Kategorie „Alternative Energien und Verbrennung“. In ihrem Beitrag auf der Konferenz stellten sie Ergebnisse von Komponententests eines speziellen Typs einer Hochtemperaturbrennstoffzelle vor. Für inländische Teilnehmer war die Tagung von der Thai Society of Mechanical Engineers als Präsenzveranstaltung organisiert worden, ausländische Wissenschaftler waren per Videoplattform zugeschaltet.

Weiterlesen: Auszeichnung auf internationaler Konferenz


Prof. Joachim Breckow ist seit Jahresbeginn stellvertertender Vorsitzender des SSK-Krisenstabs.

Drei Wissenschaftler der Technischen Hochschule Mittelhessen werden in den kommenden Jahren die Bundesregierung in Angelegenheiten des Schutzes vor den Gefahren ionisierender und nichtionisierender Strahlen beraten.

Prof. Dr. Joachim Breckow vom Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik (MNI) ist von der Bundesumweltministerin in die Strahlenschutzkommission (SSK) berufen worden. Das 20-köpfige Expertengremium befasst sich unter anderem mit der Bewertung biologischer Strahlenwirkungen, der Entwicklung der Strahlenexposition der Bevölkerung und Maßnahmen zum Strahlenschutz. Der Physiker Breckow ist außerdem stellvertretender Vorsitzender des SSK-Krisenstabs.

Weiterlesen: THM-Expertise gefragt


Brückenauflager – hier exemplarisch alte Modelle der Eisenbahnbrücke über die Frankfurter Straße in Kleinlinden – können ermüden und spröde werden. Wie das vermieden werden kann, soll ein Forschungsprojekt der THM untersuchen. Foto: THM

Eilig hatte es das Eisenbahn-Bundesamt mit diesem Forschungsvorhaben: Im August 2020 ausgeschrieben, im November an den Stahl-Spezialisten Prof. Dr. Bertram Kühn vom Fachbereich Bauwesen der Technischen Hochschule Mittelhessen vergeben, hat die Arbeit direkt nach dem Jahreswechsel begonnen. In den nächsten zweieinhalb Jahren soll Kühn die „geeignete Werkstoffwahl zur Vermeidung von Sprödbrüchen bei Brückenauflagern und Festhaltekonstruktionen“ erforschen, so der Titel des mit rund 780.000 Euro geförderten Projekts. Das mag spröde klingen, betrifft aber die Sicherheit all jener, die auch nur gelegentlich mit der Bahn fahren.

Weiterlesen: Forschung für mehr Sicherheit im Bahnverkehr


Dieses Neugeborene wird noch mit konventioneller Technik beatmet. Foto: Bibiz1/shutterstock.com

Die Entwicklung einer neuartigen Beatmungstechnologie für Neugeborene fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,7 Millionen Euro. Unter Federführung der Gießener Thora Tech GmbH sind an dem Forschungsprojekt neben der Technischen Hochschule Mittelhessen die Justus-Liebig-Universität (JLU) und Acutronic Medical beteiligt.

Zwischen 3000 und 6000 Neugeborene leiden pro Jahr in Deutschland am Mekoniumaspirationssyndrom. Mekonium ist der Darminhalt des Fötus, der vor oder während der Geburt über das Fruchtwasser in die Atemwege eindringen kann. Folge ist eine schwere Dysfunktion der Lunge, die eine maschinelle Beatmung nötig macht. Bisher steht dafür die hochriskante extrakorporale Membranoxygenierung zur Verfügung, bei der das Blut außerhalb des Körpers mit Sauerstoff versorgt wird. Risiken dieser Therapie liegen in möglichen zerebralen Blutungen und neurologischen Entwicklungsstörungen.

Weiterlesen: Beatmungstechnologie für Neugeborene


Chaimaa Chemlali ist die diesjährige DAAD-Preisträgerin der THM. Foto: THM

„Sie ist durch ihr tief innewohnendes konzeptionelles Verständnis der Ingenieurwissenschaften in der Lage, die komplexen und diffizilen Sachverhalte aus Physik, Elektronik, Hochfrequenztechnik und Informatik sowie medizinischen Aspekte zu neuen und anwendbaren Konzepten zusammenzuführen.“ Diese Beurteilung der Studentin Chaimaa Chemlali stammt von Prof. Dr. Boris Keil vom Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz (IMPS) der Technischen Hochschule Mittelhessen.

So empfahl er sie für eine Auszeichnung, die jährlich an der THM vergeben wird. Der Vorschlag des Professors fand Gehör. Chaimaa Chemlali, die derzeit ihr Masterstudium Medizinische Physik absolviert, wurde von der Hochschule im Rahmen einer virtuellen Feierstunde mit dem DAAD-Preis 2020 geehrt. Zu der Urkunde hat sie eine Geldprämie von 1000 Euro erhalten.

Weiterlesen: Am Fundort der Faszination


Dr. Kilian Baumann. Foto: UKGM

Hohe Auszeichnung bei der – corona-bedingt virtuellen – 51. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik: Dr. Kilian Baumann hat den mit 10.000 Euro dotierten zweiten Platz des Behnken-Berger-Preises erhalten. Mit dem Preis zeichnet die gleichnamige Stiftung junge Wissenschaftler aus, die auf den Forschungsgebieten Strahlenschutz, Strahlentherapie, Behandlung von Strahlenschäden und Anwendung physikalischer Methoden in der Radiologie hervorragende Leistungen erbracht haben. Die Jury sah Baumanns Doktorarbeit „Untersuchung der Modulationseigenschaften von Lungengewebe in der Strahlentherapie mit Protonen“ als preiswürdig an.

Weiterlesen: Exzellente Forschung in der Lungenkrebs-Therapie wird geehrt