Aktuelles

Ein neuer Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. In Forschung und Entwicklung schaffen THM-Teams Innovationen für die industrielle Praxis. Die Hochschule weitet ihr internationales Kooperationsnetz aus und eröffnet damit Studierenden zusätzliche Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Die Diplomarbeit einer Absolventin erhält einen Preis. Ein neuer Professor hat die Arbeit aufgenommen. Die THM lädt ein zu öffentlichen Vorträgen. Hier finden Sie Neuigkeiten aus Lehre, Forschung und dem gesamten Hochschulleben.

 

Um die Potenziale der Makerspaces in Gießen und Friedberg geht es in der ersten Veranstaltung der Ringvorlesung „Verantwortung Zukunft“. Foto: THM

Wie wollen, wie können und wie werden wir in der – nahen – Zukunft leben? Und welche Verantwortung haben Politik, Gesellschaft und jede einzelne Person, diesen Wandel mitzugestalten? Diese Fragen stellt die Ringvorlesung „Verantwortung Zukunft“ der Technischen Hochschule Mittelhessen im Wintersemester 2020/21. Wie drängend Antworten sind, zeigen schon die Rahmenbedingungen, unter denen die Ringvorlesung stattfindet: Wegen der Corona-Pandemie sind alle Veranstaltungen ausschließlich online zu sehen – kostenfrei auf dem Youtube-Kanal der THM.

„In der Vorlesungsreihe wollen wir zeigen, dass wir zwar nicht die Welt retten können, dass wir aber sehr spezifische Beiträge in praxisnaher Lehre und Forschung leisten, wenn es um die Lösung konkreter Probleme geht“, sagt Prof. Holger Rohn vom Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen als Koordinator der Ringvorlesung. Er übernimmt auch die Moderation der einzelnen Veranstaltungen.

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Dorra Baccar lehrt am Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik und Materialtechnologie der THM in Friedberg. Foto: THM

Prof. Dr.-Ing. Dorra Baccar hat die Arbeit an der Technischen Hochschule Mittelhessen aufgenommen. Am Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik und Materialtechnologie in Friedberg vertritt sie in Lehre und Forschung das Fachgebiet Mechatronik.

Dorra Baccar schloss ihr Elektrotechnikstudium 2005 an der FH Gelsenkirchen mit dem Diplom ab. An derselben Hochschule qualifizierte sie sich anschließend im Studiengang Mikrotechnik und Medizintechnik zum Master of Science weiter. Ihre Dissertation begann sie 2010 am Lehrstuhl für Steuerung, Regelung und Systemdynamik der Universität Duisburg-Essen. Darin entwickelte sie eine neuartige Methode zur Untersuchung verschiedener Materialien, die mithilfe künstlicher Intelligenz Schädigungsmechanismen erkennt, identifiziert und klassifiziert.

Weiterlesen: Erste Mechatronikprofessorin an der THM


Anastasia Oberst, Grafikerin bei „tinyCampus“ und „Social Media Systems“-Studentin an der THM, präsentiert die neue Campus-App, die dem Team den „delina“-Innovationspreis eingebracht hat. Foto: THM

Welche Vorlesungen habe ich heute Nachmittag? Und was kann ich vorher in der Mensa essen? Wo kann ich gerade mein Semesterticket aktualisieren? Und wann war nochmal der Semesterbeitrag fällig? Antworten auf die alltäglichen Fragen des Studierendenlebens an der THM bietet seit einigen Wochen die App „tinyCampus“. Es ist eine der ersten Apps ihrer Art – entwickelt von Studierenden für Studierende. Entstanden ist sie im Rahmen des Programms „Klasse in der Masse“ (KiM), das zum Jahresende ausläuft und die lokale Umsetzung des bundesweiten „Qualitätspakt Lehre“ darstellt.

Weiterlesen: Studierende entwickeln App für die THM


Die American University of Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten organisierte die KonferenzProf. Dr. Manuela Weller von der Technischen Hochschule Mittelhessen hat an der „International Family Business Conference“ der American University of Sharjah teilgenommen. Die Hochschule in den Vereinigten Arabischen Emiraten richtete die Konferenz zum zweiten Mal aus – diesmal als Online-Veranstaltung. Der inhaltliche Schwerpunkt lag auf dem historischen, institutionellen, räumlichen und sozialen Kontext, in dem Familienunternehmen sich entwickeln.

Prof. Weller konzentriert sich am Fachbereich Wirtschaft der THM vor allem auf die Fachgebiete Mittelstandsmanagement und Existenzgründung. Gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland, Oman, Pakistan und Polen präsentierte sie auf der Konferenz verschiedene Beiträge über Besonderheiten von Familienunternehmen in Pakistan, die Rolle von Frauen bei der Unternehmensnachfolge in Polen und ein Strategiemodell für die Entwicklung von Familienunternehmen in Schwellenländern.

An der zweitägigen Konferenz nahmen 360 Wissenschaftler aus 50 Ländern teil.


Zum Untersuchungsszenarium im Klassenraum gehörte die Freisetzung von Aerosolen.

Geht es um die Risiken, sich im Unterrichtsbetrieb mit dem Corona-Virus zu infizieren, richtet sich das aktuelle Interesse vor allem auf die Qualität der Atemluft in Klassenräumen. Das Umweltbundesamt (UBA) empfiehlt ein regelmäßiges kurzzeitiges Fenster-Stoßlüften als wirksame Maßnahme gegen die Virusbelastung, was gleichzeitig auch den notwendigen Austausch von Kohlendioxid sicherstellt. Die Dauer der Lüftung soll sich an der Außentemperatur orientieren. Den Einsatz mobiler Luftfiltergeräte, den kürzlich vorgelegte Studien empfehlen, erachtet das UBA nur im begründeten Ausnahmefall für sinnvoll.

Weiterlesen: Stoßlüftung um ein Vielfaches wirksamer als Luftfiltergeräte


Sophia Reiter und Fabian Goedert freuen sich über die Auszeichnung.

Nicht nur das Publikum ist überzeugt, sondern auch die Fachjury: Die Erfindung von Sophia Reiter und Fabian Goedert hat das Zeug, Menschenleben zu retten. Die beiden jungen Butzbacher, Entwickler des Brandschutz-Systems FISEGO, haben im Wettbewerb „Hessen Ideen“, an dem 40 Teams aller hessischen Hochschulen angemeldet waren, den zweiten Platz geholt – dotiert mit 3500 Euro.

„Neugier, Wissensdurst und Erfindergeist“ attestiert Ayse Asar, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, allen zwölf Finalteams. Im Besonderen gilt das für die drei Erfindungen auf dem Treppchen: Das System, das Reiter und Goedert entwickeln und mit dem sie angetreten sind, kann von der Steckdose über Haushaltsgeräte bis zu Industriemaschinen in fast alle technischen Anlagen eingebaut werden – entweder ab Werk oder zum Nachrüsten. Es erkennt automatisch, wenn sich etwa ein Schmorbrand entwickelt und löscht diesen. Entstanden war die Gründungsidee nach dem Waschmaschinenbrand eines Freundes von Fabian Goedert.

Weiterlesen: Mit lebensrettender Idee auf den zweiten Platz


Simulation eines typischen Dreierbüros in der Gießener Kreisverwaltung: Schon nach zwei Minuten macht bereits ausgeatmete Luft einen großen Teil des Rauminhaltes aus. Grafik: THM

Die Arbeitswelt ist eine andere, seit die Corona-Pandemie den Alltag beherrscht. Homeoffice ist das Arbeitsmodell dieser Zeit. Doch nicht jede Aufgabe lässt sich dauerhaft von Daheim erledigen. Viele Behörden und Verwaltungen wie die des Landkreises Gießen mussten daher schon vor Monaten Arbeitsabläufe umstrukturieren, auch in Bereichen ohne direkten Kontakt zum Bürger. Im Winter stellen sich viele Fragen – besonders zum Lüften – zudem noch drängender als in den Sommermonaten.

Weiterlesen: Sicherheit für Büros im Corona-Winter


Dekan Prof. Jens Minnert verabschiedete die Absolventinnen und Absolventen des Sommersemesters am Fachbereich Bauwesen.

„Schon der Gedanke es nicht hinzubekommen, kann dazu führen, dass man den Elfmeter auch mal verschießt.“ Jonas Rath, Athletiktrainer beim Fußballbundesligisten Borussia Mönchengladbach, zog viele Parallelen zwischen dem akademischen Berufsalltag und dem eines Fußballprofis. Eigenmotivation und Selbstbewusstsein seien in beiden Fällen Voraussetzung für den Erfolg. In seinem Gastvortrag auf der Absolventenfeier des Gießener Fachbereichs Bauwesen der TH Mittelhessen nannte er Selbständigkeit, Eigenverantwortung und die Fähigkeit im Team zu arbeiten als weitere Schlüssel für ein produktives Berufsleben.

Weiterlesen: Abschlussfeier per Videokonferenz


In Eltern-Kind-Zimmern können Beschäftigte und Studierende der THM bei einer ausgefallenen Betreuung ihre Kinder während der Arbeit oder des Lernens beaufsichtigen. Foto: THM

Familien mit Kindern sind in der Corona-Pandemie besonders gefordert: Homeschooling und Schicht-Unterricht, Gruppen-Quarantäne oder Kita-Schließungen belasten arbeitende Eltern gleich mehrfach. Diese Herausforderung der Eltern wird unmittelbar zu einer Aufgabe für die Arbeitgeber. Und so gab es Lob für die Technische Hochschule Mittelhessen beim Audit „familiengerechte Hochschule“: Vorbildlich sei die Organisation neuer Arbeitsabläufe, die pandemiebedingt sehr schnell umgesetzt werden mussten. Doch nicht nur das fiel positiv auf. Die Auditorin vom Büro „berufundfamilie“ stellt fest: Die THM habe eine „tief verwurzelte Kultur, Beruf, Studium und Familie ermöglichen zu wollen.“

Weiterlesen: Für Beschäftigte und Studierende mit Familie eine gute Wahl


Der Fonds der Chemischen Industrie fördert die Entwicklung eines Lehrmoduls zur Intensivierung von Bioprozessen.

Mit 28.000 Euro unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie den Fachbereich Life Science Engineering der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen. Gefördert wird der Aufbau eines Wahlpflichtmoduls "Intensivierung von Bioprozessen" im Studiengang Biotechnologie/Biopharmazeutische Technologie, das im Wintersemester 2021/2022 beginnen soll.

Gregor Disson, Geschäftsführer des Landesverbands Hessen im Verband der Chemischen Industrie (VCI Hessen) lobt insbesondere den interdisziplinären Ansatz des neuen Moduls. "Unsere Branche ist auf Nachwuchskräfte mit solchen Kenntnissen angewiesen. Sie bringen große Expertise in ihrem Fachgebiet mit, aber auch Kompetenzen, ihr Wissen in Teams einzubringen. So kommen wir zu innovativen und nachhaltigen Lösungen. Die aktuelle Zeit zeigt, wie wichtig gut ausgebildete naturwissenschaftliche und ingenieurtechnische Fachkräfte für die Chemische Industrie sind", führt Disson aus.

Weiterlesen: Fonds der Chemischen Industrie fördert THM-Labor