Aktuelles

Ein neuer Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. In Forschung und Entwicklung schaffen THM-Teams Innovationen für die industrielle Praxis. Die Hochschule weitet ihr internationales Kooperationsnetz aus und eröffnet damit Studierenden zusätzliche Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Die Diplomarbeit einer Absolventin erhält einen Preis. Ein neuer Professor hat die Arbeit aufgenommen. Die THM lädt ein zu öffentlichen Vorträgen. Hier finden Sie Neuigkeiten aus Lehre, Forschung und dem gesamten Hochschulleben.

 

Cover der Drucksache 51Die Ausgabe 51 des FH-Informationsdienstes "Drucksache" ist mit vielen Berichten aus Lehre und Forschung am 23. September erschienen. In der Printversion gibt es das Heft kostenlos in der Pressestelle (Wiesenstraße 14, 35390 Gießen, Tel. 0641/309-1040).

Die FH Gießen-Friedberg hat in diesem Wintersemester so viele Studierende wie nie zuvor. Insgesamt sind über 9500 Studentinnen und Studenten an der Fachhochschule immatrikuliert. Dieser absolute Höchststand bedeutet gegenüber dem Vergleichssemester 2004/05 einen Anstieg um rund 6 Prozent.

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Versuchdurchführung bei der Vakuumschule Viele bewährte Alltagsprodukte verdanken wir der Herstellung im luftleeren Raum. Mineralwasserflaschen aus Kunststoff können die Kohlensäure halten, weil sie im Vakuum mit einer unsichtbaren Schicht aus Siliziumoxid präpariert werden. Musikgenuss per Compact Disc, Fernsehen mit modernem Flachbildschirm oder die Haltbarkeitsgarantie für bestimmte Lebensmittel wären ohne die Vakuumtechnik nicht möglich.

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Prof. Minnert im HörsaalRund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zum „Zweiten Gießener Bauforum“ an der Fachhochschule zusammen. Zu dem Weiterbildungsprogramm hatten der Fachbereich Bauwesen der FH Gießen-Friedberg und dessen Förderverein eingeladen.

In seiner Begrüßung informierte Präsident Prof. Dr. Dietrich Wendler über die aktuelle Situation der FH Gießen-Friedberg. Er wies darauf hin, dass im Wintersemester 2005/06 die Gesamtzahl der Studierenden die 9000er-Grenze deutlich übersteigen werde, und sagte: „Was uns bei Studenten erfolgreich macht, ist die Tatsache, dass unsere Studiengänge konsequent an der Praxis orientiert sind. Die FH Gießen-Friedberg will aber nicht nur für die erste Ausbildung da sein. Ein Arbeitsfeld, das in Zukunft immer wichtiger wird, ist die berufliche Weiterbildung – egal ob es sich um berufsbegleitende Aufbaustudiengänge handelt oder um Tagesseminare. In diesem Segment sieht man sehr schnell, ob die Angebote einen unmittelbaren Nutzen für die Berufspraxis haben. Das zeigt sich nämlich daran, wie gut die jeweiligen Veranstaltungen besucht sind. Der volle Saal macht deutlich: Das Gießener Bauforum hat sich offenbar schon im zweiten Jahr etabliert. Und die Liste der Sponsoren dokumentiert die Wertschätzung, die die Veranstaltung in der Wirtschaft genießt.“  Einen besonderen Dank richtete der FH-Präsident an den Initiator und Leiter des Bauforums, Prof. Dr. Jens Minnert. Der Professor für Stahlbetonbau versprach dem Auditorium des Seminars ein „breit gefächertes fachliches Angebot“, das auch „heiß diskutierte Fragen“ aufgreifen werde. In seinem Eröffnungsvortrag widmete sich Minnert dem Thema „Nachweise des konstruktiven Brandschutzes für Stahlbeton- und Verbundbaukonstruktionen“.

 Weitere Beiträge von FH-Professoren und externen Referenten befassten sich zum Beispiel mit „Bemessung von Verbundkonstruktionen“, mit „Neuen Fallen in der Baupraxis“ und „Heizen im Niedrig-Energiehaus“. Unter den Zuhörern waren in der Mehrzahl Praktiker aus der Bauwirtschaft, die aus Hessen und den angrenzenden Bundesländern nach Gießen gekommen waren. Studierende der Fachhochschule nutzten ebenfalls die Gelegenheit, durch die Teilnahme am Bauforum ihr Wissen zu erweitern und zu aktualisieren.  
Prof. Czermak und Diplmoand Florian Kneidung im Labor Wer seine Diplomarbeit im Ausland schreibt, geht nicht den leichtesten Weg. Aber mit dem riskanteren Schritt sind auch zusätzliche Chancen verbunden, den eigenen Horizont zu erweitern, Neues zu lernen und sich für den internationalen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Diese Erfahrung macht zurzeit Florian Kneiding aus Lahnau.

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Messungen am Klärbecken

Ingenieure mit umwelttechnischer Qualifikation haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das hat eine aktuelle Berufsfeldrecherche des Studiengangs Umwelt-, Hygiene- und Sicherheitstechnik (UHST) der FH Gießen-Friedberg ermittelt.

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Überreichung der Urkunde Die FH Gießen-Friedberg hat das Grundzertifikat zum „Audit Familiengerechte Hochschule“ erhalten. Eine FH-Delegation, der Vizepräsident Hajo Köppen, die Frauenbeauftragte Monika Graulich und die Studentin Miriam Bagehorn angehörten, hat die Urkunde bei der Verleihungsfeier in Berlin entgegengenommen. Aufgrund ihres Engagements für eine familiengerechte Ausbildungs- und Arbeitswelt ist die Auszeichnung 2005 insgesamt 116 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen zuerkannt worden. Die Schirmherrschaft bei diesem Verfahren haben die Bundesministerien für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie für Wirtschaft und Arbeit.

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Die Studenten präsentieren ihren Roboter Im Rahmen einer Projektarbeit an der Fachhochschule Gießen-Friedberg haben die Mechatronikstudenten Mihail Lilov und Kai Scherer einen Laufroboter entwickelt. Er hat eine Seitenlänge von ca. 15 cm und ist 10 cm hoch. Die Servoantriebe der sechs Beine werden von einem Mikrokontroller gesteuert. Das Gerät kann vorwärts laufen und mit integrierten Sensoren Ausweichbewegungen zur Umgehung von Hindernissen ausführen.


Weiterlesen: Friedberger Mechatronikstudenten entwickeln Laufroboter


Prof. Eckhardt Wiederuh, Matthias Spieler, Udo Corts und FH-Präsident Wendler„Wenn es funktioniert, kann das Projekt bundesweiten Modellcharakter bekommen.“ Hessens Wissenschaftsminister Udo Corts verspricht sich viel von einem Fortbildungsprogramm, das die Fachhochschule Gießen-Friedberg ab Oktober gemeinsam mit der Gießener Agentur für Arbeit anbieten wird.

In dem Pilotprojekt, das Corts gemeinsam mit FH-Präsident Prof. Dr. Dietrich Wendler, Matthias Spieler, Geschäftsführer der Gießener Agentur für Arbeit, und dem Vorsitzenden des VDI-Bezirksvereins Mittelhessen, Prof. Dr. Eckhardt Wiederuh, in Gießen vorstellte, sollen sich arbeitslose ältere Ingenieure gezielt fachlich weiter qualifizieren.

Von herkömmlichen Weiterbildungen unterscheide sich das neue Programm dadurch, dass die Arbeitslosen von Beginn an in einem Betrieb betreut und so fachliche Defizite unmittelbar erkannt würden, erläuterte Wendler. „Jeder Teilnehmer wird individuell durch einen Hochschullehrer beraten und kann sich sein spezifisches Weiterbildungsprogramm aus den Lehrveranstaltungen der FH Gießen-Friedberg zusammenstellen.“ In der Pilotphase im kommenden Wintersemester stehen zunächst 15 bis 20 Plätze für Maschinenbau- und Elektroingenieure zur Verfügung.

Hintergrund des Projekts ist die Diskrepanz zwischen einer großen Nachfrage nach Ingenieuren einerseits und einer hohen Arbeitslosenquote bei älteren Ingenieuren andererseits. „Ab 40 wird´s schwierig“, fasst Matthias Spieler die Situation zusammen. Zwei Drittel der 329 im Bezirk Gießen arbeitslos gemeldeten Ingenieure gehören zu dieser Altersgruppe. Projektaufgabe der Agentur für Arbeit ist  die Vermittlung von Arbeitslosen an Firmen, die Bedarf an Ingenieuren haben, und die Betreuung während der Trainingsphase in den Betrieben. Erfolg verspreche das Programm auch deshalb, weil die Unternehmen kein Risiko eingingen. Sie können während der halbjährigen Weiterbildung ihren potentiellen neuen Mitarbeiter begutachten und jederzeit entscheiden, ob sie ihn einstellen wollen.

VDI-Vorsitzender Wiederuh, dessen Organisation sich ebenfalls an der Akquisition von Firmen und potentiellen Kursteilnehmern beteiligen wird, nennt sehr spezifische Defizite zum Beispiel im Softwaresektor, die an der FH ausgeglichen werden können: „Wer zehn Jahre in einer leitenden Position in einem mittelständischen Betrieb war und dann seinen Arbeitsplatz verliert, hat sich als Führungskraft nicht mit CAD beschäftigt und muss deshalb Anschluss an die aktuelle Entwicklung finden.“

Minister Corts, der betonte, dass die FH Gießen-Friedberg schon auf anderen Gebieten wie zum Beispiel dem dualen Studium eine Vorreiterrolle eingenommen habe, wies auch auf einen gesellschaftspolitischen Aspekt des Projekts hin. Wenn heute Ingenieure ab 45 zum alten Eisen gehörten, so könne man nicht die Hände in den Schoß legen, sondern müsse etwas dagegen unternehmen. Er werde deshalb das Pilotprojekt mit 56.000 Euro aus dem Innovationsfonds seines Ministeriums fördern.

Erstsemesterstudenten in Friedberg Ein Studium an der Fachhochschule Gießen-Friedberg ist begehrt. Für 517 Plätze, die im kommenden Wintersemester in elf zulassungsbeschränkten Studiengängen für Erstsemester zur Verfügung stehen, meldet das Studiensekretariat der Hochschule 2966 Bewerbungen.

Weiterlesen: Fachhochschule beliebt bei Schülerinnen und Schülern