Aktuelles

Ein neuer Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. In Forschung und Entwicklung schaffen THM-Teams Innovationen für die industrielle Praxis. Die Hochschule weitet ihr internationales Kooperationsnetz aus und eröffnet damit Studierenden zusätzliche Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Die Diplomarbeit einer Absolventin erhält einen Preis. Ein neuer Professor hat die Arbeit aufgenommen. Die THM lädt ein zu öffentlichen Vorträgen. Hier finden Sie Neuigkeiten aus Lehre, Forschung und dem gesamten Hochschulleben.

 

Dipl.-Ing.  Arne Weber (Lahnau) war beim Wettbewerb um den „BKK-Innovationspreis Gesundheit“ erfolgreich. Die Jury sprach dem Absolventen der FH Gießen-Friedberg den mit 500 Euro dotierten 3. Preis zu. Der hessische Landesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) hatte die vierte Ausschreibung seines Innovationspreises unter das Motto „Gesundheit als Wirtschaftsfaktor“ gestellt. Studierende von Universitäten und Fachhochschulen waren aufgefordert, zu diesem Thema neue Überlegungen und Modelle zur Verbesserung der Versorgungsqualität im Gesundheitswesen einzubringen.

Arne Weber wurde für seine Diplomarbeit ausgezeichnet, mit der er im Herbst 2004 das Studium des KrankenhausTechnikManagements an der Fachhochschule in Gießen abgeschlossen hat. Darin entwickelte der 24-Jährige ein spezielles Schulungskonzept zum neuen DRG-Fallpauschalensystem (DRG = Diagnosis Related Groups) bei stationären Behandlungen in Krankenhäusern. Es richtet sich nicht nur an Ärzte, sondern auch an die Klinikverwaltung, Technik und alle beteiligten medizinischen Berufe. Der Diplomand vermittelt Basiswissen über das DRG-System, konzentriert sich vor allem auf dessen Grundlagen und Struktur, berichtet über die Geschichte und die Einführungsphase. Schwerpunkte setzt er auf den Zeitplan und die finanziellen Auswirkungen bei der schrittweisen Umstellung. Dabei macht er an mehreren Stellen deutlich, dass die Umstellungsphase bereits Verlierer und Gewinner bei den Krankenkassen mit sich bringen wird.

Mit seiner Diplomarbeit hat Arne Weber einen beeindruckenden Wettbewerbsbeitrag vorgelegt. Die Jury hob in ihrer Laudatio hervor, dass „sein Schulungskonzept alle Zielgruppen innerhalb des Krankenhauses anspricht und diese mit einbezieht.“ Er leiste damit einen wichtigen Beitrag für nachhaltige Informationen über die Wichtigkeit der genauen Abrechnung mit Fallpauschalen.
Der Diplomingenieur konnte die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde im Frankfurter Römer entgegennehmen. Schirmherr des Wettbewerbs war Dr. Alois Rhiel, der Hessische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung.
Dr. Wolfgang Martin, Professor am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der FH Gießen-Friedberg, ist mit dem Hessischen Verdienstorden am Bande geehrt worden. Der 58-jährige Jurist erhielt die Auszeichnung aus der Hand der Hessischen Kultusministerin Karin Wolff im Rahmen einer Feierstunde in Darmstadt.

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Die Zahl der Verkehrsopfer in Deutschland ist so niedrig wie nie zuvor seit Einführung der Unfallstatistik im Jahr 1953. Trotzdem musste das Statistische Bundesamt für 2004 noch fast 6000 Tote und 440.000 Verletzte melden, die bei Unfällen im Straßenverkehr zu Schaden kamen.

Einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit kann die Straßengestaltung leisten. Sicherheitsaspekte bei Planung, Bau und Betrieb von Verkehrsanlagen behandelte ein Seminar an der Fachhochschule Gießen-Friedberg. Fast einhundert Fachleute aus Planungsbüros, Hochschulen, Straßenbauverwaltungen, kommunalen Planungsämtern und Verkehrsbehörden besuchten die zweitägige Fortbildungsveranstaltung.

Durch die Fortschritte in der Unfallforschung haben sich die Erkenntnisse, wie man Straßen verkehrssicher gestaltet, erheblich verbessert. Im Seminar wurden die Grundlagen und Verfahren ausgewählter neuer Technischer Regelwerke unter Sicherheitsaspekten erläutert.
Die Referenten, die alle an den hessischen Fachhochschulen in Darmstadt, Wiesbaden, Frankfurt und Gießen lehren, befassten sich unter anderem mit Schulwegsicherheit, der Verkehrssicherheit von Baustellen und Fragen der Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern. Weitere Themen waren die Griffigkeit von Straßenbelägen und die Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr.
Veranstalter der Fortbildungsveranstaltung, die Prof. Dr. Andreas Bark von der FH Gießen-Friedberg organisiert hatte, war das Fachgebiet Straßenwesen und Vermessung am Fachbereich Bauwesen.

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Durch die industrielle Vorproduktion von Bauteilen lassen sich Baukosten erheblich senken. In Holland sind die Komponenten beim Systembau bereits zu 70 Prozent vorgefertigt. In Deutschland liegt diese Quote erst bei einem Drittel, die Tendenz ist allerdings deutlich steigend.

Ein kritischer Punkt im Fertigbau sind die Betonstützen, die das ganze Gebäude tragen. Sie werden bei herkömmlicher Bauweise auf der Baustelle komplett gegossen. Setzt man vorgefertigte Stützen aufeinander, müssen sie so miteinander verbunden werden, dass sie eine hinreichende Tragfähigkeit besitzen.

In ihrer Diplomarbeit am Fachbereich Bauwesen der Fachhochschule Gießen-Friedberg haben Almudena Miranda Chaparro und Magdalena Dietz das Tragverhalten von Fertigteilstützen empirisch untersucht.
In einer ersten Versuchsreihe betrachteten die beiden angehenden Bauingenieurinnen im Gießener Labor für Massivbau die Einflüsse unterschiedlich starker Verbindungsschichten (Fugendicken) und Mörtelfestigkeiten auf das Tragverhalten. Dafür gossen sie insgesamt 42 Betonwürfel. Je zwei dieser Prüfkörper wurden mit unterschiedlichen Vergussmörteln verbunden. Ziel der Versuche war es herauszufinden, welchen Einfluss die Festigkeit des Mörtels und die Fugendicke auf das Verformungsverhalten der Versuchskörper haben. Mit einer Presse wurden die Bauteile deshalb unterschiedlichen Drücken ausgesetzt. Die Messungen ergaben bei Mörteln mit geringer Festigkeit einen Verlust an Tragfähigkeit mit wachsender Fugendicke. Bei einer Mörtelfestigkeit, die über der des Betons liegt, hat die Fugendicke keinen Einfluss auf das Bruchverhalten. Eine Traglaststeigerung bei weiter gesteigerten Mörtelfestigkeit ist nicht feststellbar.
Für Prof. Dr. Jens Minnert, der das Projekt gemeinsam mit Prof. Dr. Gerd Günther betreut hat, schließt die Arbeit von Chaparro und Dietz eine Forschungslücke. Erstmals stünden durch die Versuchsreihe Referenzmessungen für die Mörtelauswahl in Abhängigkeit von der optimalen Fugendicke zur Verfügung. Hiermit könne in der Baupraxis zuverlässig gearbeitet werden. Die Bauabnahme durch Prüfingenieure werde dadurch in vielen Fällen deutlich erleichtert.
In einer zweiten Versuchsreihe untersuchten die beiden Diplomandinnen Verbindungen zwischen stahlbewehrten Fertigteilstützen, die über Schrauben mittels Stützenschuh und Ankerbolzen hergestellt werden. Sie experimentierten dabei mit horizontal in die Stützen eingebauten Stahlplatten, die Drücke besser verteilen und die Traglast erhöhen. Ziel war es hier, die Zahl der nötigen Stützenschuhe zu verringern und dadurch kostengünstiger zu bauen. Laut Minnert wurde in dieser Testreihe ein viel versprechender Weg zur Optimierung von Fertigteilstützenanschlüssen aufgezeigt.

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Die FH Gießen-Friedberg hat bei der Umstellung ihres Lehrangebots auf das internationale Studiensystem einen wichtigen Schritt getan. Der Senat der Hochschule stimmte im Januar der Einführung von 27 neuen Bachelor- und Master-Programmen zu, die schon in den Jahren 2005 und 2006 bestehende Diplom-Studiengänge ablösen werden.

FH-Präsident Prof. Dr. Dietrich Wendler begrüßte die Entscheidung des Senats als bedeutende Weichenstellung für die künftige Hochschulentwicklung. Er bezeichnete die zügige Planung und Realisierung der neuen Studienprogramme als unverzichtbaren Beitrag zur Stärkung der nationalen wie internationalen Wettbewerbsposition. Die komplette Umstrukturierung des Studienangebots im laufenden Hochschulbetrieb sei ein enormer Kraftakt. Prof. Wendler dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und hob dabei besonders den Entwicklungsausschuss der Fachhochschule hervor, dessen Aufgabe es ist, die Konzepte der neuen Studienprogramme zu bewerten.  

Im Rahmen des „Bologna-Prozesses“ sollen die Hochschulsysteme innerhalb der EU bis spätestens zum Wintersemester 2009/2010 vereinheitlicht werden. Dazu gehören die Modularisierung des Studienangebots, die Einführung des European Credit Transfer Systems (ECTS), das die Kriterien zur Berechnung erbrachter Studienleistungen europaweit regelt, und die Einführung der international äquivalenten akademischen Grade Bachelor (BA) und Master (MA).

Mit der Koordination dieser groß angelegten Neustrukturierung befassen sich an der FH Gießen-Friedberg auf Vorschlag des Senats fünf fachbereichsübergreifende Kompetenzgruppen. Diese Gremien, deren fachliche Schwerpunkte Bio- und Medizinwissenschaften, Gebäude, Informatik, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaft sind, arbeiten an der Umstellung eines Spektrums von rund 40 Diplom-Studiengängen auf das neue System. Ihre Vorschläge zur Einrichtung von BA- und MA-Programmen hat der Entwicklungsausschuss der Hochschule detailliert geprüft und bewertet. Dessen erste Empfehlungsliste lag am Mittwoch, 26. Januar, dem Senat zur Entscheidung vor. Nach dem positiven Senatsvotum für 27 Konzepte wird der Großteil dieser Studiengänge zum Wintersemester 2006/07 den Lehrbetrieb in Gießen und Friedberg aufnehmen. Einige Programme auf dem Gebiet der Informatik (Computer Science und Wirtschaftsinformatik, jeweils als BA und MA) sollen schon im Herbst 2005 starten. Die neuen Studiengänge bedürfen zuvor noch der Akkreditierung durch eine unabhängige nationale Agentur.

Der Prozess der Umstrukturierung des gesamten Studienangebots wird an der Fachhochschule Gießen-Friedberg fortgesetzt. Auch die klassischen Ingenieurdisziplinen, die mit Ausnahme des Bauwesens in dieser ersten Verfahrensrunde nicht vertreten sind, werden ihre Studiengänge am internationalen System ausrichten und BA-/MA-Programme einführen. 

Zu mehr als 300 Prozent ist die Fachhochschule in Friedberg ausgelastet. 3431 Studierende müssen sich wenig mehr als 1100 flächenbezogene Studienplätze teilen. Ein Neubau in der Wilhelm-Leuschner-Straße ist geplant, bis zu seiner Fertigstellung werden aber noch einige Jahre vergehen. „Wir müssen alle Reserven nutzen, damit wir weiter einen geregelten Lehrbetrieb anbieten können“, sagt deshalb Prof. Dr. Dietrich Wendler, Präsident der Fachhochschule Gießen-Friedberg.

Weiterlesen: Neuer Hörsaal für die Fachhochschule


Prof. Dr. Frank Ehrenheim hat die Arbeit an der Fachhochschule Gießen-Friedberg aufgenommen. Er lehrt Facility Management am Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen und Produktionstechnik der FH in Friedberg.

Weiterlesen: Experte für Management und Automation von Gebäuden


Mit dem Friedrich-Dessauer-Stiftungspreis hat der Verband Deutscher Elektrotechniker (VDE) Diplomanden an der FH in Friedberg ausgezeichnet. Die Preise gingen an Marc Biel, Raschid Johannes Abdul-Nour und Kai Larsen. Sie erhielten die mit insgesamt 1200 Euro dotierten Auszeichnungen im Rahmen der Feier zur Verabschiedung der Absolventen des Fachbereiches Informationstechnik - Elektrotechnik - Mechatronik (IEM)

Weiterlesen: Jungingenieure mit Diplompreisen ausgezeichnet


Beim „Scip Student Award 2004" hat Astrid Altensen von der Fachhochschule Gießen-Friedberg mit ihrer Diplomarbeit über „Stellenwert und Verbreitung von Competitive Intelligence in Deutschland und im deutschsprachigen Raum" den ersten Platz belegt. Der Preis wird von der deutschen Sektion der „Society of Competitive Intelligence Professionals" (scip) jährlich vergeben. Scip ist der internationale Berufsverband der Markt- und Wettbewerbsbeobachter.

Weiterlesen: Gießener FH-Absolventin gewinnt ersten Preis


Prof. Dr. Roberto Gonzalez von der Universität von Matanzas (Kuba) hat einen rund zweimonatigen Forschungsaufenthalt an der Fachhochschule in Gießen beendet. Im Labor für Bioverfahrenstechnik und Membrantechnologie arbeitete er mit dem Forschungsteam von Prof. Dr. Peter Czermak zusammen. Der kubanische Gastwissenschaftler hatte die FH im Jahr 2002 erstmals zu Kooperationszwecken besucht.  


Weiterlesen: Kubaner forschte an der FH