Aktuelles

Ein neuer Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. In Forschung und Entwicklung schaffen THM-Teams Innovationen für die industrielle Praxis. Die Hochschule weitet ihr internationales Kooperationsnetz aus und eröffnet damit Studierenden zusätzliche Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Die Diplomarbeit einer Absolventin erhält einen Preis. Ein neuer Professor hat die Arbeit aufgenommen. Die THM lädt ein zu öffentlichen Vorträgen. Hier finden Sie Neuigkeiten aus Lehre, Forschung und dem gesamten Hochschulleben.

 

Zur Laborausstattung von Prof. Saskia Kraft-Bermuth und ihrem Wissenschaftlichen Mitarbeiter Willy Dzukam gehört ein Kryostat, der die die Detektoren auf ein Hundertstelgrad über dem absoluten Nullpunkt herunterkühlt. Diese niedrige Temperatur ist notwendig, um die geforderte hohe Präzision in der Energiedetektion zu erreichen.

Die Technische Hochschule Mittelhessen erhält 245.000 Euro zur Weiterentwicklung eines Mikrokalorimeters zu einem hochpräzisen Messgerät für die Atomphysik. Die Mittel stammen aus dem Programm „Erforschung von Universum und Materie“ (ErUM), mit dem das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Gewinnung naturwissenschaftlicher Grundlagenerkenntnisse fördert. Projektleiterin ist Prof. Dr. Saskia Kraft-Bermuth vom Gießener Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz. Das Projekt ist eingebettet in den ErUM-Forschungschwerpunkt T05. Der Förderzeitraum beträgt drei Jahre. 

Das Messgerät soll in verschiedenen Experimenten am Forschungszentrum FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) zum Einsatz kommen. Diese internationale Teilchenbeschleunigeranlage zur Forschung mit Antiprotonen und Ionen entsteht zurzeit für mehr als drei Milliarden Euro in Darmstadt und wird vom Bund und europäischen und außereuropäischen Partnern getragen. Sie soll neue Einblicke in die Struktur der Materie und die Entwicklung des Universums möglich machen.

Weiterlesen: Messgerät für die Atomphysik


Die Ausgabe 42 | Oktober 2021  des TH-Informationsdienstes "THMagazin" mit vielen Berichten aus Lehre und Forschung ist erschienen. In der Printversion gibt es das Heft kostenlos in der INFO. Die vorherigen Ausgaben des THMagazins finden Sie im Downloadbereich.

Weiterlesen: THMagazin 42, Oktober 2021


Eine monolithische Fassung für drei Linsen aus einem 3D-Drucker am Optikzentrum in Wetzlar. Foto: Degünther/THM

Knapp 70 Unternehmen und Interessierte aus der Wissenschaft haben sich an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) im Rahmen des digitalen Vortrags „3D-Druck@Optik“ über den Einsatz von 3D-Druckern in Prototyping und Fertigung informiert. Gastgeberin Dr. Christina Zinecker aus der Abteilung „Forschung, Transfer und wissenschaftlicher Nachwuchs“ der THM sagte: „Wir möchten Wissen aus der Hochschul-Forschung mit der Industrie teilen, um Innovationsprozesse zu initiieren.“ Die Veranstaltung gehörte als Teil einer Vortragsreihe über innovative Einsatzbereiche des 3D-Drucks zu einem vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten THM-Programm für den Wissens- und Technologietransfer. Ging es zuvor etwa um gedruckte medizinische Produkte, zeigten nun drei Vorträge, dass 3D-Drucker auch die hochpräzisen Ansprüche der optischen Industrie erfüllen können.

Weiterlesen: Auf dem Weg zu gedruckten Optiken


Der humanoide Roboter Pepper selbst gibt einen kurzen historischen Abriss der Entwicklung seiner Gleichen. (Foto: THM/Sonja Schwaeppe)

Die Virtualisierung und Vernetzung der Welt, das Teilen von Daten sowie die plattformbasierte Organisation von Wertschöpfungsketten bestimmen zunehmend Arbeits- und Alltagswelt. Beim jüngsten Praxisforum, veranstaltet an der THM vom Förderkreis Studium und Wirtschaft unter dem Titel „Die Digitalisierung schreitet voran“, erhielten Interessierte aus Hochschule und Wirtschaft erstmals seit vielen Monaten wieder einen nicht durch Bildschirme, sondern in persönlichen Vorträgen und „Pausen zum Mitmachen“ vermittelten Blick in die Thematik.

Weiterlesen: Den digitalen Wandel gestalten


Prof. Dr.-Ing. Andreas Penirschke entwickelt modernste Strahlendiagnostik für Teilchenbeschleuniger der neuesten Generation. Foto: privat

Die größten und komplexesten Maschinen dienen dem Auffinden, Messen und Quantifizieren der kleinsten Teilchen, aus denen das Universum besteht: Teilchenbeschleuniger ermöglichen, je nach Konstruktionsprinzip, die Analyse von beispielsweise Elementarteilchen, Atomkernen oder ionisierte Atomen, Molekülen und Molekülbruchstücken. Sowohl die Beschleunigungs- als auch die Messleistung nimmt dabei stetig zu. Für ein im Bau befindliches deutsches Projekt, den Beschleuniger FAIR in Darmstadt, soll Prof. Dr.-Ing. Andreas Penirschke vom Friedberger Fachbereich Informationstechnik–Elektrotechnik–Mechatronik der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) entscheidende Messtechnik beisteuern.

Weiterlesen: Kleinste Strahlenpakete genau vermessen


Alexander Behr (links) und Prof. Markus Röhricht begutachten im Labor zwei Kunststoffflaschen, mit denen verschmutztes Wasser desinfiziert werden kann.

Jedes Jahr sterben auf der Welt etwa 1,5 Millionen Menschen, weil sie verunreinigtes Wasser trinken. Besonders Entwicklungsländer sind betroffen. Gemeinsam mit der Universität Valle aus Cali in Kolumbien arbeitet die Technische Hochschule Mittelhessen an einem einfachen Verfahren, Wasser mit Sonnenlicht und einem Katalysator zu desinfizieren. Das gemeinnützige Unternehmen „Engagement global“, das Entwicklungsinitiativen im Auftrag der Bundesregierung unterstützt, fördert das Vorhaben mit 10.000 Euro. Alexander Behr, der in Gießen Bauingenieurwesen studiert, arbeitet mit zwei Kommilitonen aus Kolumbien an dem Projekt. Initiator ist Prof. Dr. Markus Röhricht vom Fachbereich Life Science Engineering, der schon mehrere Forschungssemester an der südamerikanischen Partnerhochschule verbracht hat.

Weiterlesen: Sonne für sauberes Wasser nutzen


Screenshot vom Videoblog "Meilenstein für die THM und Promotionswillige"

Es ist ein selbstgemachtes Geburtstagsgeschenk: Im Jubiläumsjahr der THM unterzeichnet mit Prof. Dr. Matthias Willems der erste Präsident der Hochschule eine Promotionsurkunde: Dr. Marcel Berlinger war der erste Absolvent des Promotionszentrum für Ingenieurwissenschaften, das die THM mit der Justus-Liebig-Universität und der Philipps-Universität seit 2018 am Forschungscampus Mittelhessen aufgebaut hat. Ein Meilenstein für die Hochschule – und für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Mittelhessen.

Weiterlesen: Neues vom Präsidium


Die Vorbereitungen für den „Ersti Kick-off“, der am 30. September aus dem Löbershof in Gießen gestream wird, laufen. Foto: THM

Das Wintersemester an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) soll weniger digital werden als die vergangenen drei Semester. Das möchte das Hessische Wissenschaftsministerium, das möchten Präsidium und Lehrende und das möchten wohl auch viele Studierende. Vorsichtig tastet sich die Hochschule an eine neue Normalität aus Präsenz und digitalen Angeboten heran und verbindet in ihrem Studieneinführungsprogramm STEP Digitalformate zu allgemeinen und fachspezifischen Inhalten mit realem Kennenlernen von Kommilitonen und Studienorten in Gießen, Friedberg und Wetzlar.

Weiterlesen: Digitaler Start ins nicht mehr ganz digitale Wintersemester


Als technisches Hilfsmittel kann der 3D-Druck zum Beispiel zur Barrierefreiheit des Architekturstudiums beitragen.

Durch Inklusion sollen Bildungs- und Ausbildungsangebote für Menschen mit Behinderung und körperlichen Einschränkungen zugänglich gemacht werden. Der Mangel an hochqualifizierten Arbeitskräften hat dieses Anliegen verstärkt ins allgemeine Interesse gerückt. Viele Initiativen der Industrie und öffentlichen Verwaltung haben die berufliche Integration behinderter Talente zum Ziel.

Weiterlesen: Studieren mit Behinderung als Tagungsthema