Aktuelles
Ein neuer Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. In Forschung und Entwicklung schaffen THM-Teams Innovationen für die industrielle Praxis. Die Hochschule weitet ihr internationales Kooperationsnetz aus und eröffnet damit Studierenden zusätzliche Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Die Abschlussarbeit einer Absolventin erhält einen Preis. Ein neuer Professor hat die Arbeit aufgenommen. Die THM lädt ein zu öffentlichen Vorträgen. Hier finden Sie Neuigkeiten aus Lehre, Forschung und dem gesamten Hochschulleben.
Forschung aktuell
- Details
- COM_CONTENT_CATEGORY Aus Lehre und Forschung
Tank statt Futtertrog
(Januar 2011) An der Fachhochschule Gießen-Friedberg ist ein alternatives Verfahren zur Entsorgung von Abfällen aus der Biodieselproduktion entwickelt worden. Es wird auf der Hannover Messe 2011 international präsentiert.
DFG-Förderung für Projekt im Kompetenzzentrum NanoP
(Dezember 2010) Ein von Professor Alexander Klös geleitetes Team arbeitet an realistischen Simulationen zur Entwicklung von neuen Prozessoren.
Diplom-Ingenieur Sebastian Auth entwickelt Pelletieranlage für Stroh
(Dezember 2010) In einer Abschlussarbeit im Fachbereich Maschinenbau wurde eine mobile Pelletieranlage entwickelt, die jetzt in Serie produziert wird.
Professor Manthei mit Kishinouye Award 2010 ausgezeichnet
(Dezember 2010) Der Physiker Prof. Dr. Gerd Manthei erhielt den Preis für die Entwicklung der Schallemissionsanalyse zur zerstörungsfreien Materialprüfung von Gesteinsformationen.
Energy Award 2010 für Professor Richarts
(November 2010) Prof. Dr. Fritz Richarts wurde auf der Renexpo in Augsburg in der Kategorie „Kraftwärmekopplungsanlagen“ ausgezeichnet.
Energiesparend Stickstoff aus Wasser entfernen
(November 2010) Das Team unter Leitung der Professoren Markus Röhricht und Harald Platen vom Kompetenzzentrum für Energie- und Umweltsystemtechnik (ZEuUS) entwickelt im Rahmen eines BMBF-ProfUnt-Projektes ein Verfahren zur Abwasserreinigung.
Forschungspreis für Peter Czermak
(November 2010) Zweiter Platz beim „Forschungspreis der Hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften“ für Professor Peter Czermak vom Kompetenzzentrum für Biotechnologie und Biomedizinische Physik.
Gegen chronische Entzündungskrankheiten der Haut
(Oktober 2010) Am Institut für Biopharmazeutische Technologie wird an einem Medikament gegen chronische Entzündungskrankheiten der Haut gearbeitet.
Ein Gas verrät die Luftgüte
(Oktober 2010) Am Institut für für Medizinische Physik und Strahlenschutz wird ein Messverfahren für die Qualität der Innenraumluft entwickelt.
Prototyp für optisch gesteuerten Lichtschalter entwickelt
(September 2010) Daniel Bellof vom Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik arbeitete in seiner Bachelorarbeit an einem Lichtschalter, der berührungsfrei optisch gesteuert wird.
Konstruktionswettbewerb für Studenten
(Februar 2010) Das Motorsport-Team der Fachhochschule entwickelt ein Formula-Student-Fahrzeug und tritt beim Konstruktionswettbewerb des VDI an.
Reinigung von ölverschmutztem Wasser
(Juli 2010) Die Fachhochschule Gießen-Friedberg und die DECKMA Hamburg GmbH entwicklen ein automatisiertes Verfahren zur Reinigung von ölverschmutztem Wasser. Das Projekt wird vom BMWi mit 315.000 Euro gefördert.
FH und Uni Marburg kooperieren
(Juni 2010) Die Fachhochschule Gießen-Friedberg und die Universität Marburg haben ihre Zusammenarbeit im kooperativen Promotionsprogramm „Bioengineering and Imaging” sowie im pharmazeutischen Bereich vereinbart. Foto: Professor Dr. Günther Grabatin, Präsident der FH Gießen-Friedberg, Professor Dr. Katharina Krause, Präsidentin der Uni Marburg
Wirkstoff gegen Neurodermitis
(Februar 2010) Im Institut für Biopharmazeutische Technologie der Fachhochschule Gießen-Friedberg wird ein neuartiges Arzneimittel zur Behandlung von Neurodermitis entwickelt. Das Projekt wird als KMU-Verbundvorhaben im hessischen Programm „LOEWE“ gefördert.
Toiletten mit Trenntechnik
(September 2009) Das Forschungsprojekt „Nachhaltiges Sanitärrecycling Eschborn“ (SANIRESCH) wird mit fast 200.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Förderung für die Stammzellenforschung
(13.10.2009) Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand des BMWi fördert Stammzellforschung am Institut für Biopharmazeutische Technologie mit 165.000 Euro.
Lungenkrankheiten besser behandeln
(28.07.2009) Als Partner im BMBF-Projekt „PneumoGRID“ erhält die Fachhochschule 240.000 Euro, Projektleitung: Die Professoren Volker Groß, links, und Martin Fiebich.
Auch drinnen für Sonnenschein sorgen
(08.07.2009) Das Team des Arbeitswissenschaftlers Professor Dieter Lorenz untersuchte die Wirkung von Tageslichtlampen auf demenzkranke Altenheimbewohner. (Foto: Zumtobel)
Stammzellkultivierung für die Zelltherapie
(06.07.2009) Am Institut für Biopharmazeutische Technologie wurde unter Leitung von Professor Peter Czermak (Mitte) ein Festbettreaktor zur Produktion von stammzellbasierten Implantaten entwickelt.
Erneut Geld für die Stammzellenforschung
- Details
- COM_CONTENT_CATEGORY Aus Lehre und Forschung
Eine Fördersumme von 165.000 Euro erhält die Fachhochschule Gießen-Friedberg für das Forschungsprojekt „Prozessintensivierung bei der Herstellung von stammzellbasierten Implantaten für die Zelltherapie“. Die Mittel für das Vorhaben stammen aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. An der FH leitet Prof. Dr. Peter Czermak vom Institut für Biopharmazeutische Technologie das Projekt. Kooperationspartner ist die Cellmed AG aus dem fränkischen Alzenau, die mit weiteren 122.000 Euro gefördert wird.
Vielen Patienten, die beispielsweise an Parkinson, Diabetes mellitus oder anderen hormonellen Erkrankungen leiden, könnte eine Zelltherapie helfen. Dabei werden als Ersatz oder Unterstützung funktionsgestörter Zellverbände oder Organe Zellen eingesetzt, die außerhalb des Körpers präpariert wurden. Die dazu benötigten Stammzellen können aber in herkömmlichen Kultivierungssystemen nur sehr aufwändig in ausreichender Menge produziert werden.
In einem Vorgängerprojekt hatten die Kooperationspartner bereits nachgewiesen, dass Stammzellen sich in Festbettreaktor-Systemen erfolgreich im Produktionsmaßstab kultivieren lassen. Die Überwachung des teilautomatisierten Bioreaktorsystems erfolgt über die Bestimmung der Glukosekonzentration im Medium.
Im aktuellen Vorhaben sollen die Automatisierung und Steuerung des Prozesses weiter verbessert werden, um so den strengen Vorgaben von Arzneimittelzulassungsstellen wie zum Beispiel der US-amerikanischen Food and Drug Administration gerecht zu werden. Dazu wollen die Forscher die Stammzellenkultivierung online überwachen. Dies soll zu einer vollständigen Automatisierung des Systems, zu einer Erhöhung der Prozesssicherheit durch die ständige Online-Überwachung der Lebendzellmasse und so zur optimierten Steuerung des Expansions- und Ernteprozesses der Stammzellen führen. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren.
Drucksache 67
- Details
- COM_CONTENT_CATEGORY ...und außerdem
Die Ausgabe 67 des FH-Informationsdienstes "Drucksache" mit vielen Berichten aus Lehre und Forschung ist erschienen. In der Printversion gibt es das Heft kostenlos in der Pressestelle (Wiesenstraße 14, 35390 Gießen, Tel. 0641/309-1040).
Neuer Wirtschaftsinformatiker
- Details
- COM_CONTENT_CATEGORY Personalien
Prof. Dr. Oliver Hein hat die Arbeit an der Fachhochschule Gießen-Friedberg aufgenommen. Er lehrt Wirtschaftsinformatik am Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung der FH in Friedberg.
Sein Studium der Informatik an der Universität Frankfurt schloss Oliver Hein, der zuvor eine Banklehre absolviert hatte, 1994 mit dem Diplom ab. Nach einer Station im Private Banking eines großen Kreditinstituts wurde er 1996 Assistent des Vorstands bei einem Schweizer Bankhaus. Von dort wechselte er als Geschäftsführender Gesellschafter zu einem Finanzdienstleister mit Sitz in Washington. In gleicher Funktion vertrat er die eigene Gesellschaft für Unternehmensberatung, als ihn der Ruf an die FH Gießen-Friedberg erreichte.
Seine wissenschaftliche Qualifikation setzte er mit der Promotion zum Dr. rer. pol. an der Universität Frankfurt fort. Die Dissertation im Fach Wirtschaftsinformatik befasste sich mit dem Thema „Kommunikationsnetzwerk-Topologien und Marktverhalten“. Dabei entwickelte er die Aktienmarktsimulation „Frankfurt Artificial Stock Market“. Mit ihr kann untersucht werden, welche Auswirkungen die Kommunikationsstruktur zwischen Marktteilnehmern bei Informationsdiffusion auf die Kursbildung an den Börsen hat.
Prof. Hein legt in Lehre und Forschung Schwerpunkte auf computergestützte Simulationen, die Kapitalmärkte auf der Basis von typischem Anlegerverhalten darstellen und zur Klärung der Ursachen plötzlicher Bewertungsänderungen (Booms, Crashes) beitragen können.
Bioinformatiker berufen
- Details
- COM_CONTENT_CATEGORY Personalien
Prof. Dr. Andreas Dominik hat die Arbeit an der Fachhochschule Gießen-Friedberg aufgenommen. Er lehrt Bioinformatik am Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik der FH in Gießen.
Sein Studium der Chemie schloss Andreas Dominik 1993 an der Universität Tübingen mit dem Diplom ab. Am dortigen Institut für pharmazeutische Chemie promovierte er zum Dr. rer. nat. In seiner Dissertation entwickelte er ein Softwarepaket zur automatisierten Steuerung und Durchführung von Studien zum Arzneistoffdesign.
Nach einer Phase als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Tübingen wechselte er zu einem Pharmaunternehmen in Konstanz, wo er zunächst in der Bio- und Chemieinformatik tätig war und später die Leitung der Technologieabteilungen innerhalb der Forschung übernahm. Im Jahr 2007 gründete er eine eigene Beratungsfirma, die Biotechnologie- und Pharmaunternehmen Dienstleistungen in informationstechnischen Fragen bot. Darüber hinaus war er als Direktor für Life Sciences bei einem IT-Unternehmen in Basel tätig, als ihn der Ruf an die FH Gießen-Friedberg erreichte.
Anwendungen der Informatik in den Lebenswissenschaften bilden Prof. Dr. Dominiks bisherige Arbeitsschwerpunkte. In der Forschung hat er sich auf die Entwicklung neuer Software konzentriert, mit der man Arzneistoffe finden und optimieren kann. Resultate diesesEngagements sind über dreißig Patente, deren Mitinhaber er ist. Im Mittelpunkt seiner wissenschaftlichen Veröffentlichungen stehen innovative computergestützte Verfahren für den Einsatz in der Biologie, Chemie und Medizin.
Bauforum: Fortbildung für Praktiker
- Details
- COM_CONTENT_CATEGORY Aus Lehre und Forschung
Insgesamt mehr als 200 Gäste – darunter vor allem Praktiker aus hessischen Ingenieurbüros, Bauunternehmen, Behörden und Prüfstellen, aber auch viele Studierende – folgten der Einladung zum 6. Gießener Bauforum an die Fachhochschule. Prof. Dr. Jens Minnert, Initiator und Leiter der Veranstaltung, äußerte seine Freude über die erneut gestiegene Nachfrage. Unter dem Motto „Aktuelle Entwicklungen im Bauwesen“ präsentierten FH-Professoren und externe Referenten neueste Forschungsergebnisse, die für Praktiker bedeutsam sind. Themenschwerpunkte waren in diesem Jahr der Brandschutz, neue Werkstoffe und Bauteile, Baudynamik und Schadensbeurteilung, Energiemanagement und die neue Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Die Tagung des Fachbereichs Bauwesen der FH Gießen-Friedberg wurde von zahlreichen Sponsoren aus der Industrie unterstützt.
In seiner Begrüßungsansprache bezeichnete FH-Präsident Prof. Dr. Günther Grabatin das Bauforum als eine Fortbildungsveranstaltung, die sich etabliert hat. Die Hochschule wolle ihre Weiterbildungsaktivitäten zukünftig verstärken und als dritte Säule neben Forschung und Lehre etablieren, denn die Unternehmen der Region brauchten einen kompetenten Weiterbildungspartner auf akademischem Niveau.
Die Erlöse der Veranstaltung, so Minnert, kämen ausschließlich den Studierenden des Fachbereichs Bauwesen zugute. So habe man aus den Einnahmen des vergangenen Jahres eine Exkursion mit 40 Teilnehmern nach Rom finanziert. Für 2010 sei ein Besuch in den USA geplant.
Friedberger Informationstage
- Details
- COM_CONTENT_CATEGORY Aus Lehre und Forschung
„E-Learning“ heißt das Schwerpunktthema der diesjährigen Friedberger Informationstage (FIT) an der Hochschule in der Wetterau. Zur Vorbereitung des Campusbesuchs, bei dem im November bis zu 1000 Schüler die FH Gießen-Friedberg erkunden werden, kamen jetzt 34 Lehrer zu einer Fortbildung an die Hochschule.
Lernformen, in denen elektronische Medien zum Einsatz kommen, gewinnen in der akademischen Lehre an Bedeutung. Mit dem Schwerpunktthema der Informationstage sollen zukünftige Studierende auf methodische Aspekte des Studiums vorbereitet werden. In einer Auftaktveranstaltung, die FH-Professor Dr. Burkhard Kampschulte und Petra Glass vom Staatlichen Schulamt für den Hochtaunuskreis und den Wetteraukreis moderierten, erhielten die Fortbildungsteilnehmer einen ersten Überblick über das Thema E-Learning an Hochschulen. Anschließend präsentierte Kampschulte gemeinsam mit Prof. Dr. Dieter Baums und Maria Siegert aktuelle Projekte. So konnten die Lehrerinnen und Lehrer zum Beispiel webbasierte Trainingsprogramme oder Vorlesungsmitschnitte kennen lernen, bei denen Videoaufzeichnung, Ton und unterstützende Folien synchron kapitelweise abrufbar sind. Anregungen für die Fortbildungsteilnehmer, wie sie in Unterrichtsprojekten die Informationstage vorbereiten können, schlossen die Veranstaltung ab.
FIT, eine gemeinsame Initiative der FH und des staatlichen Schulamts, gibt jungen Leuten Gelegenheit, die Fachhochschule Gießen-Friedberg als akademische Ausbildungseinrichtung zu erleben. Sie sollen eine fundierte Entscheidung über ihren weiteren Qualifikationsweg und ihre künftige berufliche Entwicklung treffen können. Wichtig ist den Initiatoren, die Lehrer in die Hochschulerkundung einzubeziehen, damit der FH-Besuch in der Schule gründlich vor- und nachbereitet werden kann. Die Hochschule bietet die Friedberger Informationstage seit mehr als zehn Jahren an. Längst nehmen nicht nur Schulen aus dem unmittelbaren Einzugsgebiet teil. Auch Lehrer aus Frankfurt, Wetzlar, Marburg oder Gießen kommen mit ihren Schülern, um fundierte Einblicke in die anwendungsorientierten Studiengänge der Friedberger Hochschule zu bekommen.
Deutsch-türkischer Masterabschluss
- Details
- COM_CONTENT_CATEGORY Aus Lehre und Forschung
Studierende der Fachhochschule Gießen-Friedberg und der Ege Universität in Izmir können künftig einen Masterabschluss beider Hochschulen im Studiengang Informatik erwerben. Das sieht ein Abkommen vor, das die Hochschulleitungen jetzt abgeschlossen haben.
Der zweifache Master of Science in Informatik setzt nach dem Bachelorabschluss ein je einjähriges Studium an der Heimat- und der Partnerhochschule voraus. Die Leistungen, so FH-Auslandsreferentin Silke Wehmer, werden gegenseitig voll anerkannt. Die Doppelqualifikation ist deshalb ohne Verlängerung der Studienzeit möglich. Sie ist laut Wehmer eine ausgezeichnete Vorbereitung auf eine Berufstätigkeit in Unternehmen, die in Deutschland und der Türkei arbeiten.
Der Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik kooperiert auf Initiative seines Auslandsbeauftragten Prof. Dr. Peter Löffler bereits seit 2004 mit der Ege Universität. Besonders Gießener Studentinnen und Studenten mit türkischen Wurzeln nutzen seitdem während ihres Bachelor- oder Diplomstudiums die Möglichkeit eines einjährigen Auslandsstudiums in der Türkei. Laut Wehmer trage der Auslandsaufenthalt entscheidend dazu bei, dass die Studierenden nicht nur die türkische Alltagssprache, sondern auch die Fachsprache der Informatik beherrschten. Aus Izmir haben bisher 35 Studenten und Praktikanten das Programm für einen Aufenthalt in Gießen genutzt. Gemeinsam mit Prof. Dr. Yasemin Topaloglu, Auslandsbeauftragte für Informatik an der türkischen Hochschule, hat Löffler nun die Kooperation auch im Masterstudium auf den Weg gebracht.
Die Ege Universität wurde 1955 gegründet. Im akademischen Jahr 2008/2009 hatte sie 42.000 Studentinnen und Studenten.
Virtuelle Fabrik in Friedberg
- Details
- COM_CONTENT_CATEGORY Aus Lehre und Forschung
Für die Einrichtung eines Virtual-Reality-Labors erhält die Fachhochschule Gießen-Friedberg aus Bundesmitteln 186.000 Euro. Kernstück des Labors am Friedberger Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen ist ein System, das aus einer Rückprojektionswand besteht, auf der zwei Projektoren eine stereoskopische Darstellung abbilden. Damit ist es möglich, Objekte dreidimensional im Originalmaßstab zu visualisieren und mithilfe eines Interaktionsgeräts zu bewegen. Unternehmen nutzen solche Systeme vermehrt, um ihren Produktionsprozess zu beschleunigen und zu optimieren. In Friedberg soll es überwiegend in der Lehre für die Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen und Facility Management eingesetzt werden.
„Praktisch bauen wir damit eine virtuelle Fabrik an unserer Hochschule“, erläutert Dekan Prof. Dr. Klaus Schuchard. Durch den Einsatz von Techniken der virtuellen Realität würden Darstellung, Erklärung, Manipulation und Simulation von komplexen Anlagen, Maschinen, Bauteilen und Baugruppen für die Studierenden erlebbar und damit leichter nachvollziehbar. Das Virtual-Reality-Labor ermögliche eine anschauliche Darstellung von Entscheidungsprozessen während des gesamten Lebenszyklusses eines Produkts. Vernetztes interdisziplinäres Denken werde so im Studium gefördert. Das sei für angehende Wirtschaftsingenieure und Facility Manager besonders wichtig, da in ihrer Ausbildung Produkt- und Produktionsmanagement sowie die Kooperation mit Experten unterschiedlicher Fachrichtungen eine zentrale Rolle spiele, so Schuchard.
Das neue Labor ist nahezu universell einsetzbar – von der Produktentwicklung über die Produktion bis zur Vermarktung. Es soll im Oktober in Betrieb genommen werden und auch für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Zusammenarbeit mit mittelständischen Unternehmen zum Einsatz kommen.