Aktuelles
Ein neuer Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. In Forschung und Entwicklung schaffen THM-Teams Innovationen für die industrielle Praxis. Die Hochschule weitet ihr internationales Kooperationsnetz aus und eröffnet damit Studierenden zusätzliche Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Die Abschlussarbeit einer Absolventin erhält einen Preis. Ein neuer Professor hat die Arbeit aufgenommen. Die THM lädt ein zu öffentlichen Vorträgen. Hier finden Sie Neuigkeiten aus Lehre, Forschung und dem gesamten Hochschulleben.
Stiftung gegründet
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Mit Unterstützung der mittelhessischen Wirtschaft ist die „Stiftung für angewandte Forschung, Innovation und Transfer der FH Gießen-Friedberg“ eingerichtet worden. Sie verfolgt das Ziel, der Hochschule zusätzliche Möglichkeiten für praxisbezogene Wissenschaft zu erschließen und damit auch Impulse für Kooperationen mit regionalen Unternehmen zu geben.
Die Stiftung, die ihren Sitz in Gießen hat, versteht es unter anderem als ihre Aufgabe, finanzielle Beiträge zum Aufbau und der Unterhaltung von Kompetenzzentren für anwendungsnahe Forschung an der Fachhochschule Gießen-Friedberg zu leisten. Darüber hinaus will sie die Qualifikation von Absolventen fördern und sich für eine Weiterentwicklung der Infrastruktur engagieren, damit die Hochschule verstärkt bei Projekten mit der regionalen Wirtschaft, Verbänden und Kommunen zusammenarbeiten kann.
Im Rahmen einer Tagung bei StudiumPlus in Wetzlar übergab Regierungsvizepräsident Hans-Otto Kneip die Stiftungsurkunde an FH-Präsident Prof. Dr. Günther Grabatin. Für die Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill überreichte deren Hauptgeschäftsführer Andreas Tielmann einen Scheck mit 100.000 Euro Stiftungskapital. In den nächsten Wochen wird die Institutionalisierung der Stiftung mit der Bildung ihrer Organe – das sind Stifterversammlung, Stiftungsbeirat und Vorstand – fortgesetzt.
Drucksache 65
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- COM_CONTENT_CATEGORY ...und außerdem
Die Ausgabe 65 des FH-Informationsdienstes "Drucksache" mit vielen Berichten aus Lehre und Forschung ist erschienen. In der Printversion gibt es das Heft kostenlos in der Pressestelle (Wiesenstraße 14, 35390 Gießen, Tel. 0641/309-1040).
Ein Semester mit kubanischem Pass
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Texas hatte er schon als Jugendlicher bereist, und während des Studiums zog er Australien in die engere Wahl. Doch dann las Roman Kraus an der Fachhochschule in Friedberg, was zwei Studenten über ihren Aufenthalt in Kuba berichteten. Die Vorstellung, dort ein Auslandssemester zu absolvieren und Spanisch zu lernen, gefiel ihm auf Anhieb.
Der 25-jährige Mechatronikstudent aus Karben informierte sich bei Prof. Wolf-Rainer Novender, der die Kontakte der FH Gießen-Friedberg mit der Technischen Universität Havanna koordiniert. Der Hochschullehrer vom Fachbereich Informationstechnik - Elektrotechnik - Mechatronik empfahl ihm, das Semester vor seiner Diplomarbeit für die Auslandsphase in Kuba zu nutzen. Im August 2008 brach Roman Kraus nach Havanna auf. Im selben Flugzeug saß sein Friedberger Kommilitone Marius Hanner, der ebenfalls internationale Studienerfahrungen auf der Karibikinsel sammeln wollte.
Auf dem Heimatcampus in der Wetterau hatten beide die Spanischvorlesung besucht und sich Grundkenntnisse angeeignet, die sie rasch durch learning by doing in Kuba ausweiteten. Da ihr fachliches Programm identisch war - beide besuchten Lehrveranstaltungen zur Thermodynamik, Automatisierungstechnik und zum Computer Aided Engineering - konnten sie gemeinsam lernen und einander beim Verständnis des auf Spanisch vermittelten Lehrstoffs unterstützen. Aber auch die dortigen Dozenten trugen mit starkem persönlichem Engagement zu ihrem Lernerfolg bei. „Die Betreuung an der Hochschule war sehr gut. Von einem Professor bekamen wir sogar Privatunterricht im Studentenwohnheim, da das von uns gewählte Fach in diesem Semester eigentlich gar nicht angeboten wurde", lobt Roman Kraus.
Durch die Unterbringung im Wohnheim in direkter Nachbarschaft zur Uni waren die beiden gut in das studentische Leben integriert. Dadurch, dass sie im Haus für Kurzzeitgäste wohnten, erlebten sie eine starke Fluktuation der Bewohner. Beim Fußball oder Volleyball unmittelbar vor der Haustür verbrachten sie ihre Freizeit in Gesellschaft von Studierenden vieler Nationalitäten. Darunter waren Peruaner, Kolumbianer, Kanadier, Spanier und Kommilitonen aus unterschiedlichen afrikanischen Staaten, doch keine Kubaner. Denn für die einheimischen Studenten war ein anderer Wohnblock vorgesehen. Aber Land und Leute lernten beide bei Ausflügen kennen. Nach einigen organisatorischen Schwierigkeiten hatte jeder einen kubanischen Personalausweis bekommen, was den Vorteil brachte, dass sie bei Museumsbesuchen oder Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in der moneda nacional (Landeswährung) bezahlen durften. Für Gäste mit Touristen-Status lagen die Preise um das 24-fache höher. Auch in finanzieller Hinsicht konnten sich die Friedberger Studenten in Kuba durchaus willkommen fühlen: Aus einem Förderprogramm erhielten sie monatlich je 260 Euro. Die Kosten für die Flüge, das Wohnheimzimmer und das Mensaessen wurden ebenfalls übernommen.
Roman Kraus kann sich durchaus vorstellen, später eine Weile im spanischsprachigen Raum als Ingenieur zu arbeiten. Doch zunächst will er jetzt an der FH in Friedberg sein Studium mit dem Diplom abschließen. Auf die Frage nach den bleibenden Eindrücken seines Halbjahres in Kuba nennt er den Gegensatz zwischen dem Lerneifer der kubanischen Studenten und dem Mangel an aktuellen Informationsquellen (Lehrbüchern, Internetzugängen). So werde es jungen Leuten dort sehr erschwert, sich mit neuen Ideen auseinanderzusetzen. Und eine weitere Erkenntnis hat er mit nachhause gebracht: „Viele Lebensmittel kosten in Kuba ein Vielfaches, und das bei deutlich niedrigeren Löhnen. Die beiden schweren Hurricans Ende letzten Jahres haben die Situation in Kuba noch weiter verschärft. Durch diesen Auslandsaufenthalt ist mir erst bewusst geworden, in welchem Überfluss wir in der Ersten Welt leben."
Preisgekrönte Pläne für den Schiffenberg
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Oliver Körber ist für seine Diplomarbeit am Fachbereich Bauwesen der Fachhochschule Gießen-Friedberg ausgezeichnet worden. Der Architekt belegte den 3. Rang beim Wettbewerb „Auf IT gebaut - Bauberufe mit Zukunft". Den mit 2000 Euro dotierten Preis erhielt der 33-jährige gelernte Maurer auf der Ausstellung „Bau 2009" in München Dort nahm er ihn aus den Händen von Hartmut Schauerte entgegen, dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie. Körbers Thema lautete „3D-Laserscannen und Weiterverarbeitung in einem architektonischen Entwurf am Beispiel Kloster Schiffenberg". Die mit der Note „sehr gut" bewertete Arbeit wurde von den Professoren Nikolaus Zieske und Joaquin Diaz betreut.
Der im 12. Jahrhundert gebauten Basilika der Klosteranlage auf Gießens Hausberg fehlt seit dem 15. Jahrhundert das südliche Seitenschiff, so dass man das Hauptschiff auf ganzer Länge durch einen Arkadengang von der Seite betritt. Aufgabe von Oliver Körbers Diplomarbeit war es, einen modernen Entwurf für die Schließung der Südseite der Kirche zu erarbeiten. Dadurch sollten die Nutzungsmöglichkeiten der Basilika verbessert und die alte Bausubstanz geschützt werden.
Körbers Entwurf orientiert sich an Form und Volumen des ehemaligen Seitenschiffs. Das Dach ist als Flachdach auf der mittleren Höhe des alten Pultdachs ausgebildet. Es ist begehbar und wird über eine Spindeltreppe in den Überresten des südlichen Turms erschlossen. Die Betonfassade ist mit Gabionen verkleidet. Das sind mit Steinen gefüllte Drahtkonstruktionen, die zum einen die Stärke des historischen Mauerwerks zeigen und zugleich durch das optische Zusammenspiel von Stein und Metall eine moderne Natursteinmauer symbolisieren. Eine 50 Zentimeter breite Glasfuge dient der optischen Trennung zwischen Neubau und Bestand und der natürlichen Belichtung. Das neue Seitenschiff ist durch eine doppelflüglige Glastür, die durch einen Glasrahmen begrenzt wird, zu betreten. Beleuchtet wird es durch eine unterschiedlich große unsymmetrische Festverglasung.
Bevor Oliver Körber, der bei seiner Arbeit mit dem städtischen Denkmalamt kooperierte, sich an den architektonischen Entwurf machte, musste er die Basilika per Laser einscannen. Die so registrierte Punktwolke visualisierte er anschließend als dreidimensionales Modell. Dieses Verfahren schafft bei Bestandsbauten, die ergänzt werden sollen und für die es wie bei der fast 900 Jahre alten Schiffenbergbasilika keine Pläne gibt, eine verlässliche Planungsbasis für den Neubau.
Auf die Frage nach den Realisierungschancen seiner Arbeit reagiert der Architekt skeptisch. Das Interesse sei zwar sehr groß gewesen, man habe ihm aber signalisiert, dass sein Entwurf „für Gießen vielleicht etwas zu modern" sei.
Beruflich hat Oliver Körber, der aus Greifenstein im Westerwald stammt, seine ausgezeichnete Arbeit allerdings geholfen. Direkt nach dem Diplom bot Prof. Diaz ihm eine Stelle als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an. Er arbeitet jetzt im Labor für Bauinformatik der Fachhochschule unter anderem an Projekten zur energetischen Sanierung von Gebäuden.Diplom und Gesellenbrief
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Benjamin Fucker
und Felix Schlundt sind die ersten Studenten, die das duale Programm
„Ingenieurstudium + Ausbildung" (IS+A) an der Fachhochschule Gießen-Friedberg
erfolgreich absolviert haben. In der Regelstudienzeit von vier Jahren und drei
Monaten schlossen die beiden Abiturienten eine Ausbildung zum
Industriemechaniker bei dem Hanauer Edelmetall- und Technologieunternehmen
Heraeus und den Studiengang Material- und Fertigungstechnologie an der FH ab. Beide
erreichten in der Diplomprüfung die Note „sehr gut".
Neustart in Elektro- und Informationstechnik
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Drei neue
Bachelorprogramme in der Elektro- und Informationstechnik wird die
Fachhochschule Gießen-Friedberg ab dem kommenden Wintersemester anbieten. In
sieben Semestern führen sie jeweils zum Abschluss „Bachelor of Engineering".
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Warenwirtschaft der Zukunft
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Zum „SAP
Research Center" nach Zürich führte eine Exkursion des Friedberger Fachbereichs
Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung. Gemeinsam mit den
Professoren Dr. Stefan Euler und Dr. Michael Guckert erkundeten die
Studentinnen und Studenten den „Future Retail Store" des internationalen
IT-Unternehmens.
Zuverlässige Energie nicht nur für Notfälle
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Flugzeuge
am Himmel, Schienenfahrzeuge auf Hochgeschwindigkeitsstrecken, Schiffe auf den
Binnengewässern. Auf diesen Verkehrswegen und auch beim Katastrophenschutz auf
Autobahnen muss man sich auf Systeme mit einer sicheren Stromversorgung
verlassen können. Dazu werden technische Lösungen gebraucht, die verhindern,
dass Unterbrechungen der Netzspannung im Millisekundenbereich zu Betriebstörungen
mit fatalen Folgen führen.
Die „Unterbrechungsfreie Stromversorgung mit Brennstoffzelle“ ist Gegenstand eines Projektes, an dem die Fachhochschule Gießen-Friedberg, die TransMIT GmbH und die RAU-Stromversorgungen GmbH aus Nidda gemeinsam arbeiten. Die Partner setzen dabei auf eine neuartige Kombination von Netzladegerät, Batterie und Brennstoffzelle, die dafür sorgt, dass bei Ausfällen der Netzspannung z.B. der Daten- und Funkverkehr zwischen Flugüberwachung und Flugzeugen oder die Sicherheitsanlagen an Bahnstrecken uneingeschränkt funktionsfähig bleiben.
Neue und alte Anforderungen an Ingenieure
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Wer kennt sie nicht, die Klischees über den Ingenieurberuf? Dort arbeiten angeblich leicht introvertierte, etwas merkwürdig gekleidete Menschen vor allem männlichen Geschlechts an schwierigen Aufgaben, bei denen man sich auch noch schmutzig machen kann. Mit diesen Vorurteilen räumte Prof. Dr. Alfred Karbach auf, als er an der FH in Gießen zum Abschluss der öffentlichen Vortragsreihe „Forschung - Weiterbildung - Transfer: die Hochschule in der Region" über das moderne Berufsbild von Ingenieurin und Ingenieur sprach.