Ein neuer Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. In Forschung und Entwicklung schaffen THM-Teams Innovationen für die industrielle Praxis. Die Hochschule weitet ihr internationales Kooperationsnetz aus und eröffnet damit Studierenden zusätzliche Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Die Abschlussarbeit einer Absolventin erhält einen Preis. Ein neuer Professor hat die Arbeit aufgenommen. Die THM lädt ein zu öffentlichen Vorträgen. Hier finden Sie Neuigkeiten aus Lehre, Forschung und dem gesamten Hochschulleben.
Kurse erleichtern Studieneinstieg
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„Es ist praktisch, wenn man vor dem Start das Wichtigste in Mathe zusammengefasst bekommt“, findet Timm, der im Oktober das Studium an der FH Gießen-Friedberg aufnehmen wird. Er könne diesen Brückenkurs zur Studienvorbereitung jedenfalls uneingeschränkt weiterempfehlen, bekräftigt der angehende Ingenieur für Technische Gebäudeausrüstung aus Siegen. Janina aus Kubach und Christiane aus Weinbach holen sich im selben Hörsaal die mathematische Fitness für ihr Architekturstudium, das sie im Wintersemester an der Fachhochschule beginnen. Die Dozentin Annette Heck erkläre den Lehrstoff sehr gut, urteilen beide. „Es ist bestimmt hilfreich, wenn wir später auf die schriftlichen Beispielaufgaben zurückgreifen können“, meint Christina. Ihre Banknachbarin Janina stimmt zu und erklärt, sie habe nicht nur Mathe, sondern auch den Brückenkurs Physik belegt, der am 25. September anfängt. Für jedes Programm würden zwar 50 Euro Teilnahmegebühr fällig, aber das halte sie für gut investiertes Geld.
Auf starke Nachfrage stoßen die vier Bachelorstudiengänge, die im Wintersemester 2006/07 an der FH Gießen-Friedberg den Lehrbetrieb aufnehmen werden. Rund 240 junge Leute haben bisher eine der neuen akademischen Ausbildungen gewählt, die am FH-Standort Friedberg angeboten werden.
Bis zum Ende des Jahres soll sie jeder Student haben - die neue Chipkarte, die die Fachhochschule Gießen-Friedberg jetzt vorstellte. Das Plastikrechteck mit Passfoto ersetzt den papiernen Studienausweis. Die Karte arbeitet mit einem Multifunktionschip, der eine berührungslose Datenübertragung möglich macht. Für die Einführung hat das hessische Wissenschaftsministerium 300.000 Euro aus dem „Hochschul- und Wissenschaftsprogramm“ zur Verfügung gestellt.
„Als ein Qualitätssiegel, mit dem wir uns gerne an regionale und überregionale Partner in Industrie und Wirtschaft wenden“, bewertete der Präsident der FH Gießen-Friedberg, Prof. Dr. Günther Grabatin, das aktuelle Forschungsranking des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Eine statistische Auswertung, die Ministerin Annette Schavan in Berlin der Presse vorgestellt hat, weist die mittelhessische FH im bundesweiten Vergleich als eine der leistungsstärksten Fachhochschulen auf dem Gebiet von Forschung und Entwicklung aus.
Mit einem Verfahren zur Qualitätskontrolle in der Automobilindustrie befasst sich ein Entwicklungsprojekt der FH Gießen-Friedberg. Dabei hat ein Team des Fachbereichs Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik ein System zur automatischen Überprüfung der Passgenauigkeit montierter Karosserieteile erstellt.
Für insgesamt 7,8 Millionen Euro werden die Angewandten Biowissenschaften (Fachbereich Krankenhaus- und Medizintechnik, Umwelt- und Biotechnologie) neue Labore und Büros in der Gießener Gutfleischstraße erhalten.
Andreas Heß hat den erstmals vergebenen Innovationspreis der Gesellschaft zur Förderung des Studiengangs KrankenhausTechnikManagement (KTM) erhalten. Dem Ingenieur, der KTM an der FH Gießen-Friedberg studiert hat, wurde die mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Diplomarbeit zugesprochen. Darin hat er sich am Beispiel eines hessischen Universitätsklinikums mit der Umlage der Baunutzungskosten bei der Kalkulation von Diagnosebezogenen Fallgruppen (DRG) befasst. Thorsten Tavernier erhielt den zweiten Preis für seine Arbeit mit dem Thema „Risc–Management – Gefahrenbetrachtung im Krankenhaus“.
Das Anpacken hat am Fachbereich Bauwesen der Fachhochschule Gießen-Friedberg Tradition. So wurde das Hugo-von-Ritgen-Haus in der Gießener Südanlage mit einem hohen Anteil an Eigenleistung von Lehrenden und Studierenden als schmucke Studienstätte ausgebaut. Im Hof dieses Fachbereichsdomizils kann man nun ein weiteres „Projekt Selbsthilfe“ bewundern. Studentinnen und Studenten der Architektur und des Bauingenieurwesens legen dort einsatzfreudig Hand an, um eine betagte Baracke für eine neue Nutzung herzurichten.
Prof. Dr. Markus Schneider hat die Arbeit an der FH Gießen-Friedberg aufgenommen. Seine Fachgebiete am Friedberger Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen sind Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen.