Aktuelles

Ein neuer Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. In Forschung und Entwicklung schaffen THM-Teams Innovationen für die industrielle Praxis. Die Hochschule weitet ihr internationales Kooperationsnetz aus und eröffnet damit Studierenden zusätzliche Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Die Diplomarbeit einer Absolventin erhält einen Preis. Ein neuer Professor hat die Arbeit aufgenommen. Die THM lädt ein zu öffentlichen Vorträgen. Hier finden Sie Neuigkeiten aus Lehre, Forschung und dem gesamten Hochschulleben.

 

Prof. Dr.-Ing. Timo Nuyken lehrt am Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen in Friedberg.

Prof. Dr.-Ing. Timo Nuyken hat seine Arbeit an der Technischen Hochschule Mittelhessen aufgenommen. Er lehrt am Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen in Friedberg. Seine Fachgebiete sind Produktionsmanagement, Lean Management sowie Unternehmensplanspiel.

Der gebürtige Essener hat sein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens 2009 an der Technischen Universität Berlin abgeschlossen. Der Diplom-Ingenieur promovierte 2015 am Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen. In seiner Dissertation befasste er sich mit der strategischen Ausrichtung von Geschäftsprozessmanagementsystemen. Im Labor war er als Gruppenleiter für die Themenfelder Prozessmanagement und Lean Management verantwortlich.

Weiterlesen: Fachmann für Produktionsmanagement


Niklas Ostwald vom Fachbereich Gesundheit der THM ist einer der Probanden der Studie, ob Mund-Nasen-Masken die Atmung behindern. Foto: THM

Ein medizinisches Utensil wird politisch: der Mund-Nase-Schutz. „Die Maske ist unsere wirksamste Waffe im Kampf gegen die Corona-Pandemie“, sagt Prof. Dr. Henning Schneider, Dekan des Fachbereichs Gesundheit an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Er selbst hatte schon im Juli mit Prof. Dr. Keywan Sohrabi die Schutzwirkung verschiedener üblicher Maskentypen gegen die Verbreitung potenziell virenhaltiger Aerosole untersucht und daraus die Empfehlung abgeleitet, in geschlossenen Räumen, etwa Büros, Maske zu tragen.

Nicht erst, seit das in immer mehr Bundesländern in Schulen auch während des Unterrichts zur Pflicht wird, regt sich punktueller, aber lautstarker Widerstand. Vereinzelt greifen Verschwörungsgläubige Mythen rund um die Masken auf. Häufiger noch werde argumentiert, die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sinke wegen der Maske. „Ist das so?“, erläutert er die simple Fragestellung einer neuen Studie des Fachbereichs. Die Antwort: nein.

Weiterlesen: Studie: Masken behindern das Atmen nicht


Das Orf-Virus dient in einem Impfstoff-Projekt gegen das neuartige Coronavirus, an dessen Produktionsprozess die THM beteiligt ist, als sogenannter Vektor. Foto: THM/JLU

Weltweit laufen abschließende Phase-III-Studien für die ersten Impfstoffe gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2. Noch in diesem Jahr sollen in der westlichen Welt die ersten Menschen gegen Covid-19 geimpft werden, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Derweil wird bereits an Impfstoffen der zweiten Generation geforscht. Eines dieser Projekte, das im Mai 2021 in die entscheidenden klinischen Tests am Menschen gehen soll, setzt auf einen an der Technischen Hochschule Mittelhessen mitentwickelten Prozess.

Bei dem Präparat, das am Universitätsklinikum Tübingen (UKT) unter Federführung von Dr. Ralf Amann in Zusammenarbeit mit dem von ihm ausgegründeten Biotech-Startup Prime Vektor Technologies entsteht, handelt es sich um einen viralen Vektor-Impfstoff. Dabei werden sogenannte Antigene des Coronavirus, etwa spezifische Oberflächenstrukturen, in ein für den Menschen ungefährliches Trägervirus, den Vektor, eingebaut. Nach Verabreichung ahmt der Vektor eine Infektion nach und die Antigene werden dem Immunsystem präsentiert. Es werden sowohl Antikörper als auch T-Zellen ausgebildet, die sich gegen die Antigene richten. So soll sich ein möglichst langlebiges immunologisches Gedächtnis bilden, das vor einer tatsächlichen Infektion mit Covid-19 schützt.

Weiterlesen: THM-Technologie für den Covid-Impfstoff der zweiten Generation


Im Friedberger Makerspace moderiert Christian Abt das Online-Finale des "Ideeco". Foto: THM

Christian Abt ist überwältigt: „Wir hatten ein spitzenmäßiges Engagement“, sagt er zufrieden. Der Organisator des Ideen- und Gründungswettbewerbs „Ideeco“ der THM hätte sich das Finale mit elf Teilnehmern sicher anders vorgestellt, als die ersten Workshops und Seminare kurz nach Jahresbeginn 2020 stattfanden. Die waren noch live, vor Ort. Und so hätte auch das Finale mit Ausstellung aussehen sollen: Die beteiligten Teams sollten sich und ihre Ideen und Innovationen in Friedberg bei einer kleinen Messe präsentieren, eine Jury dann die besten Teams küren. Corona wollte es anders. Alles wurde ins Digitale verlegt.

„Wir hatten in der Spitze 127 Gäste im Zoom-Chat“, freut sich Abt nun. Die digitale Ideen-Messe mit elf Ausstellenden lief bereits gut zwei Wochen, als am Sonntagabend das Online-Finale als große Videokonferenz stattfand. Nicht nur die Teams und Ihre Unterstützer sowie die neunköpfige Jury, davon vier Frauen, waren beteiligt. Auch viele Studierende sowie THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems, Hans-Heinrich Bernhardt als Vorsitzender des Hochschulrates und Jurymitglied Marcus Mietchen, Leiter des Firmenkundengeschäfts bei der Sparkasse Oberhessen als Hauptsponsor, wollten zuschauen, mit welchen Innovationen die jungen Erfinderinnen und Macher um insgesamt 5500 Euro Preisgeld rangen.

Weiterlesen: Gute Ideen überzeugen auch im virtuellen Raum


Der Masterstudiengang "Digital Business" ist gestartet. Foto: THMMit 38 Studentinnen und Studenten hat in diesem Semester an der Technischen Hochschule Mittelhessen der neue Masterstudiengang Digital Business begonnen. Er will Interessierte darauf vorbereiten, die digitale Transformation unternehmerischer Leistungen und Strukturen in verantwortlicher Position mitzugestalten. Das angestrebte Qualifikationsprofil verbindet ein ganzheitliches Verständnis von betrieblichen Prozessen mit Kompetenz zur Anwendung digitaler Konzepte und Systeme. Damit eröffnen sich Karriereperspektiven unter anderem als Manager für Business Development oder Digital Services, als Consultant oder Projektleiter für Digitale Transformation. Der dreisemestrige Studiengang führt zum akademischen Grad Master of Science.

THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems und Vertreter des Fachbereichs Wirtschaft begrüßten die neuen Studierenden in einer Videokonferenz. Willems nannte die digitale Transformation ein aktuelles Thema mit Zukunft. Die Wirtschaft benötige mehr Experten auf diesem Gebiet. Für das Studium riet er zur Teamarbeit. Denn als Einzelkämpfer werde auch später im Beruf niemand erfolgreich sein. Studiengangsleiter Prof. Dr. Nils Madeja zeigte sich mit der starken Nachfrage schon zum Start des neuen Masterprogramms zufrieden und versprach die Studieninhalte dynamisch weiterzuentwickeln.

Detaillierte Informationen zum Studiengang Digital Business gibt es im Internet auf der Seite www.thm.de/madi


Die Ausgabe 39 | Oktober 2020 des TH-Informationsdienstes "THMagazin" mit vielen Berichten aus Lehre und Forschung ist erschienen. In der Printversion gibt es das Heft kostenlos in der INFO. Die vorherigen Ausgaben des THMagazins finden Sie im Downloadbereich.

Weiterlesen: THMagazin 39, Oktober 2020


Neu am Fachbereich MNI: Prof. Guido Bartsch. Foto: privat

Prof. Dr.-Ing. Guido Bartsch hat die Arbeit an der Technischen Hochschule Mittelhessen aufgenommen. Am Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik (MNI) in Gießen vertritt er in Lehre und Forschung das Fachgebiet Informatik.

An der RWTH Aachen studierte er Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Informatik. Nach seinem Abschluss als Diplom-Informatiker promovierte er am dortigen Institut für Technische Akustik zum Dr.-Ing. im Bereich der numerischen Simulationstechnik. Seine Dissertation trägt den Titel „Effiziente Methoden für die niederfrequente Schallfeldsimulation“.

Weiterlesen: Experte für Rechner- und Systemarchitektur


Bei der Preisverleihung in Wetzlar (von links): Dr. Ing. Wolfgang Zientz, Bezirksvorsitzender des VDI, Dr. Fabian Horst, Peer Schrader (M.Sc.) und Prof. Dr. Thomas Sure, der Vorsitzende der Preisjury. Foto: VDI BV Mittelhessen

Der Bezirksverein Mittelhessen im Verein der Ingenieure (VDI) hat Dr. Fabian Horst (Mücke) und Peer Schrader (Gießen) mit dem Robert-Paul-Kling-Preis ausgezeichnet. Die Jury des VDI prämierte die beiden Absolventen der Technischen Hochschule Mittelhessen für Leistungen, die sie im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Qualifikation erbracht haben. Bei einer Feierstunde auf der VDI-Geschäftsstelle in Wetzlar konnten sie die Urkunden und Geldpreise entgegennehmen.

Dr. Fabian Horst erhielt die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung für seine Dissertation an der Universität Rovira i Virgili in Tarragona. An der spanischen Partnerhochschule der THM konnte der Ingenieur, der zuvor sein Studium der Elektro- und Informationstechnik in Gießen mit dem Mastergrad abgeschlossen hatte, Laboruntersuchungen zu seinem Promotionsprojekt ausführen. Seine Doktorarbeit behandelte das Thema „Compact DC Modelling of Tunnel-FETs“. Der Doktorand entwickelte darin das physikalisch basierte Kompaktmodell eines speziellen Transistors. Damit leistete er Beiträge zu einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsvorhaben, das der Betreuer seiner Promotion, Prof. Dr. Alexander Klös (Fachbereich Elektro- und Informationstechnik), an der THM leitete.

Weiterlesen: Preiswürdige Ingenieurleistungen


Unterschiedliche Robotertypen gehören ebenso zur Ausstattung der Smart Factory Mittelhessen wie verschiedene Software zur Produktionsplanung.

Eine „Smart Factory“ baut die Technische Hochschule Mittelhessen in Gießen auf. Damit sollen kleine und mittelständische Unternehmen der Region bei der Digitalisierung ihrer Produktion unterstützt werden. Projektleiter ist Dr. Christian Überall, Professor für Industrie 4.0 und Digitalisierung am Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik. Das Land Hessen und der Europäische Fonds für regionale Entwicklung der EU fördern das Vorhaben mit 880.000 Euro.

„Industrie 4.0“ sei zwar in aller Munde, so Überall, viele kleinere Unternehmen scheuten wegen der vermeintlichen Komplexität des Prozesses aber davor zurück, in die Digitalisierung einzusteigen. Hohe Investitionskosten und die teilweise schwierige technische Umsetzung seien weitere Hemmnisse.

Weiterlesen: Smart Factory für Mittelhessen


Vizepräsident Prof. Jochen Frey begrüßt die vier Referenten zu Beginn der Online-Veranstaltung.

Mehr als 80 Teilnehmer hat Prof. Dr. Jochen Frey beim achten interdisziplinären Promovierendenkolloquium der Technischen Hochschule Mittelhessen begrüßt. In der Online-Veranstaltung berichtete der Vizepräsident für Forschung, Transfer und wissenschaftlichen Nachwuchs, dass sich aktuell etwa 120 Nachwuchswissenschaftler der THM mit der Promotion weiterqualifizieren. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung um 20 Prozent. Die meisten Vorhaben sind an den wissenschaftlichen Kompetenzzentren angesiedelt. Diese Zentren, so Frey, gelte es weiter zu stärken. Eine wichtige Rolle spiele auch das Promotionszentrum für Ingenieurwissenschaften, das am Forschungscampus Mittelhessen angesiedelt ist. Die steigende Zahl an Promotionen führte der Vizepräsident unter anderem auf „bemerkenswerte Förderelemente“ der THM zurück, so etwa den strategischen Forschungsfonds und die strukturierte Doktorandenausbildung.

Weiterlesen: Zwanzig Prozent mehr Doktoranden an der THM