Aktuelles

Ein neuer Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. In Forschung und Entwicklung schaffen THM-Teams Innovationen für die industrielle Praxis. Die Hochschule weitet ihr internationales Kooperationsnetz aus und eröffnet damit Studierenden zusätzliche Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Die Diplomarbeit einer Absolventin erhält einen Preis. Ein neuer Professor hat die Arbeit aufgenommen. Die THM lädt ein zu öffentlichen Vorträgen. Hier finden Sie Neuigkeiten aus Lehre, Forschung und dem gesamten Hochschulleben.

 

Zum Untersuchungsszenarium im Klassenraum gehörte die Freisetzung von Aerosolen.

Geht es um die Risiken, sich im Unterrichtsbetrieb mit dem Corona-Virus zu infizieren, richtet sich das aktuelle Interesse vor allem auf die Qualität der Atemluft in Klassenräumen. Das Umweltbundesamt (UBA) empfiehlt ein regelmäßiges kurzzeitiges Fenster-Stoßlüften als wirksame Maßnahme gegen die Virusbelastung, was gleichzeitig auch den notwendigen Austausch von Kohlendioxid sicherstellt. Die Dauer der Lüftung soll sich an der Außentemperatur orientieren. Den Einsatz mobiler Luftfiltergeräte, den kürzlich vorgelegte Studien empfehlen, erachtet das UBA nur im begründeten Ausnahmefall für sinnvoll.

Weiterlesen: Stoßlüftung um ein Vielfaches wirksamer als Luftfiltergeräte


Sophia Reiter und Fabian Goedert freuen sich über die Auszeichnung.

Nicht nur das Publikum ist überzeugt, sondern auch die Fachjury: Die Erfindung von Sophia Reiter und Fabian Goedert hat das Zeug, Menschenleben zu retten. Die beiden jungen Butzbacher, Entwickler des Brandschutz-Systems FISEGO, haben im Wettbewerb „Hessen Ideen“, an dem 40 Teams aller hessischen Hochschulen angemeldet waren, den zweiten Platz geholt – dotiert mit 3500 Euro.

„Neugier, Wissensdurst und Erfindergeist“ attestiert Ayse Asar, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, allen zwölf Finalteams. Im Besonderen gilt das für die drei Erfindungen auf dem Treppchen: Das System, das Reiter und Goedert entwickeln und mit dem sie angetreten sind, kann von der Steckdose über Haushaltsgeräte bis zu Industriemaschinen in fast alle technischen Anlagen eingebaut werden – entweder ab Werk oder zum Nachrüsten. Es erkennt automatisch, wenn sich etwa ein Schmorbrand entwickelt und löscht diesen. Entstanden war die Gründungsidee nach dem Waschmaschinenbrand eines Freundes von Fabian Goedert.

Weiterlesen: Mit lebensrettender Idee auf den zweiten Platz


Simulation eines typischen Dreierbüros in der Gießener Kreisverwaltung: Schon nach zwei Minuten macht bereits ausgeatmete Luft einen großen Teil des Rauminhaltes aus. Grafik: THM

Die Arbeitswelt ist eine andere, seit die Corona-Pandemie den Alltag beherrscht. Homeoffice ist das Arbeitsmodell dieser Zeit. Doch nicht jede Aufgabe lässt sich dauerhaft von Daheim erledigen. Viele Behörden und Verwaltungen wie die des Landkreises Gießen mussten daher schon vor Monaten Arbeitsabläufe umstrukturieren, auch in Bereichen ohne direkten Kontakt zum Bürger. Im Winter stellen sich viele Fragen – besonders zum Lüften – zudem noch drängender als in den Sommermonaten.

Weiterlesen: Sicherheit für Büros im Corona-Winter


Dekan Prof. Jens Minnert verabschiedete die Absolventinnen und Absolventen des Sommersemesters am Fachbereich Bauwesen.

„Schon der Gedanke es nicht hinzubekommen, kann dazu führen, dass man den Elfmeter auch mal verschießt.“ Jonas Rath, Athletiktrainer beim Fußballbundesligisten Borussia Mönchengladbach, zog viele Parallelen zwischen dem akademischen Berufsalltag und dem eines Fußballprofis. Eigenmotivation und Selbstbewusstsein seien in beiden Fällen Voraussetzung für den Erfolg. In seinem Gastvortrag auf der Absolventenfeier des Gießener Fachbereichs Bauwesen der TH Mittelhessen nannte er Selbständigkeit, Eigenverantwortung und die Fähigkeit im Team zu arbeiten als weitere Schlüssel für ein produktives Berufsleben.

Weiterlesen: Abschlussfeier per Videokonferenz


In Eltern-Kind-Zimmern können Beschäftigte und Studierende der THM bei einer ausgefallenen Betreuung ihre Kinder während der Arbeit oder des Lernens beaufsichtigen. Foto: THM

Familien mit Kindern sind in der Corona-Pandemie besonders gefordert: Homeschooling und Schicht-Unterricht, Gruppen-Quarantäne oder Kita-Schließungen belasten arbeitende Eltern gleich mehrfach. Diese Herausforderung der Eltern wird unmittelbar zu einer Aufgabe für die Arbeitgeber. Und so gab es Lob für die Technische Hochschule Mittelhessen beim Audit „familiengerechte Hochschule“: Vorbildlich sei die Organisation neuer Arbeitsabläufe, die pandemiebedingt sehr schnell umgesetzt werden mussten. Doch nicht nur das fiel positiv auf. Die Auditorin vom Büro „berufundfamilie“ stellt fest: Die THM habe eine „tief verwurzelte Kultur, Beruf, Studium und Familie ermöglichen zu wollen.“

Weiterlesen: Für Beschäftigte und Studierende mit Familie eine gute Wahl


Der Fonds der Chemischen Industrie fördert die Entwicklung eines Lehrmoduls zur Intensivierung von Bioprozessen.

Mit 28.000 Euro unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie den Fachbereich Life Science Engineering der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen. Gefördert wird der Aufbau eines Wahlpflichtmoduls "Intensivierung von Bioprozessen" im Studiengang Biotechnologie/Biopharmazeutische Technologie, das im Wintersemester 2021/2022 beginnen soll.

Gregor Disson, Geschäftsführer des Landesverbands Hessen im Verband der Chemischen Industrie (VCI Hessen) lobt insbesondere den interdisziplinären Ansatz des neuen Moduls. "Unsere Branche ist auf Nachwuchskräfte mit solchen Kenntnissen angewiesen. Sie bringen große Expertise in ihrem Fachgebiet mit, aber auch Kompetenzen, ihr Wissen in Teams einzubringen. So kommen wir zu innovativen und nachhaltigen Lösungen. Die aktuelle Zeit zeigt, wie wichtig gut ausgebildete naturwissenschaftliche und ingenieurtechnische Fachkräfte für die Chemische Industrie sind", führt Disson aus.

Weiterlesen: Fonds der Chemischen Industrie fördert THM-Labor


Prof. Dr.-Ing. Timo Nuyken lehrt am Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen in Friedberg.

Prof. Dr.-Ing. Timo Nuyken hat seine Arbeit an der Technischen Hochschule Mittelhessen aufgenommen. Er lehrt am Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen in Friedberg. Seine Fachgebiete sind Produktionsmanagement, Lean Management sowie Unternehmensplanspiel.

Der gebürtige Essener hat sein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens 2009 an der Technischen Universität Berlin abgeschlossen. Der Diplom-Ingenieur promovierte 2015 am Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen. In seiner Dissertation befasste er sich mit der strategischen Ausrichtung von Geschäftsprozessmanagementsystemen. Im Labor war er als Gruppenleiter für die Themenfelder Prozessmanagement und Lean Management verantwortlich.

Weiterlesen: Fachmann für Produktionsmanagement


Niklas Ostwald vom Fachbereich Gesundheit der THM ist einer der Probanden der Studie, ob Mund-Nasen-Masken die Atmung behindern. Foto: THM

Ein medizinisches Utensil wird politisch: der Mund-Nase-Schutz. „Die Maske ist unsere wirksamste Waffe im Kampf gegen die Corona-Pandemie“, sagt Prof. Dr. Henning Schneider, Dekan des Fachbereichs Gesundheit an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Er selbst hatte schon im Juli mit Prof. Dr. Keywan Sohrabi die Schutzwirkung verschiedener üblicher Maskentypen gegen die Verbreitung potenziell virenhaltiger Aerosole untersucht und daraus die Empfehlung abgeleitet, in geschlossenen Räumen, etwa Büros, Maske zu tragen.

Nicht erst, seit das in immer mehr Bundesländern in Schulen auch während des Unterrichts zur Pflicht wird, regt sich punktueller, aber lautstarker Widerstand. Vereinzelt greifen Verschwörungsgläubige Mythen rund um die Masken auf. Häufiger noch werde argumentiert, die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit sinke wegen der Maske. „Ist das so?“, erläutert er die simple Fragestellung einer neuen Studie des Fachbereichs. Die Antwort: nein.

Weiterlesen: Studie: Masken behindern das Atmen nicht


Das Orf-Virus dient in einem Impfstoff-Projekt gegen das neuartige Coronavirus, an dessen Produktionsprozess die THM beteiligt ist, als sogenannter Vektor. Foto: THM/JLU

Weltweit laufen abschließende Phase-III-Studien für die ersten Impfstoffe gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2. Noch in diesem Jahr sollen in der westlichen Welt die ersten Menschen gegen Covid-19 geimpft werden, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Derweil wird bereits an Impfstoffen der zweiten Generation geforscht. Eines dieser Projekte, das im Mai 2021 in die entscheidenden klinischen Tests am Menschen gehen soll, setzt auf einen an der Technischen Hochschule Mittelhessen mitentwickelten Prozess.

Bei dem Präparat, das am Universitätsklinikum Tübingen (UKT) unter Federführung von Dr. Ralf Amann in Zusammenarbeit mit dem von ihm ausgegründeten Biotech-Startup Prime Vektor Technologies entsteht, handelt es sich um einen viralen Vektor-Impfstoff. Dabei werden sogenannte Antigene des Coronavirus, etwa spezifische Oberflächenstrukturen, in ein für den Menschen ungefährliches Trägervirus, den Vektor, eingebaut. Nach Verabreichung ahmt der Vektor eine Infektion nach und die Antigene werden dem Immunsystem präsentiert. Es werden sowohl Antikörper als auch T-Zellen ausgebildet, die sich gegen die Antigene richten. So soll sich ein möglichst langlebiges immunologisches Gedächtnis bilden, das vor einer tatsächlichen Infektion mit Covid-19 schützt.

Weiterlesen: THM-Technologie für den Covid-Impfstoff der zweiten Generation