Aktuelles

Ein neuer Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. In Forschung und Entwicklung schaffen THM-Teams Innovationen für die industrielle Praxis. Die Hochschule weitet ihr internationales Kooperationsnetz aus und eröffnet damit Studierenden zusätzliche Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Die Diplomarbeit einer Absolventin erhält einen Preis. Ein neuer Professor hat die Arbeit aufgenommen. Die THM lädt ein zu öffentlichen Vorträgen. Hier finden Sie Neuigkeiten aus Lehre, Forschung und dem gesamten Hochschulleben.

 

„Voller“ Hörsaal in Zeiten von Corona: In Friedberg haben Erstsemester-Studierende einander, ihre Professoren und ihren Campus „live“ kennengelernt. Foto: THM

Eine halbes Dutzend Erstsemester-Studierenden trottet hinter Prof. Klaus Behler durch den Friedberger Herbstregen. Es wäre ein fast trostloses Bild für den ersten Tag an der neuen Hochschule, der für viele junge Menschen oftmals auch der erste Tag eines ganz neuen Lebensabschnitts ist. Würden nicht die Masken über Mund und Nase daran erinnern, dass es außergewöhnliche Zeiten sind. Und der „Live-Semesterstart“ ein außergewöhnliches Zeichen, ein Hauch von Normalität. Am selben Tag entscheiden die Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin über weitere Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

„Wir fanden es wünschenswert, wenn man die Begrüßung in Präsenz macht“, sagt Prof. Werner Jürgens, wie Behler vom Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung (MND) in Friedberg. Das wegen der Pandemie ohne großen Vorlauf digitalisierte Sommersemester habe einigen Studierenden ein Gefühl der Vereinzelung gegeben – gerade jenen, die nicht selbst aus Mittelhessen stammen, sich an den Studienorten nicht schon auskennen. „Es ist doch wichtig, dass man die Hochschule, die Professoren und die Kommilitoninnen kennenlernt“, sagt Jürgens. Das vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst angestrebte hybride Wintersemester bietet dafür die Gelegenheit.

Weiterlesen: Hauch von Normalität zum Semesterstart


Mike Schwarz ist neuer Professor am Fachbereich Elektro- und Informationstechnik der THM. Foto: privat

Prof. Dr. Mike Schwarz hat die Arbeit an der Technischen Hochschule Mittelhessen aufgenommen. Am Fachbereich Elektro- und Informationstechnik in Gießen vertritt er in Lehre und Forschung die Fachgebiete Embedded Systems und Simulation.

Nach dem Studium der Elektrotechnik, das er 2008 mit dem Diplom an der damaligen FH Gießen-Friedberg abschloss, setzte Mike Schwarz seine akademische Ausbildung in Spanien fort. An der Universitaet Rovira i Virgili in Tarragona absolvierte er ein Masterprogramm im Fach Electrical Engineering. Dort qualifizierte er sich 2012 mit der Promotion zum Dr.-Ing. wissenschaftlich weiter. In seiner Dissertation, die von der spanischen Universität ausgezeichnet wurde, befasste er sich mit der „Simulation und Modellbildung von Kompaktmodellen neuartiger Transistorstrukturen“.

Weiterlesen: Neuer Professor für Mikrosysteme


Die Friedberger Masterstudenten Dominik Preußner, Zuhret Bajrami und Julien Ulm (von links) rüsten einen Tretroller nach.

Integrierte Akkusysteme dominieren heute den Markt für Elektrofahrräder und -roller. Das macht Reparaturen und die Anpassung an neue technische Entwicklungen kompliziert. An der Technischen Hochschule Mittelhessen in Friedberg arbeiten Studenten im Labor für Maschinenelemente deshalb an einer offenen Architektur für „Elektrokleinstfahrzeuge“, wie diese Transportmittel im Fachjargon heißen.

Laborleiter Prof. Dr. Martin Sting, der am Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnologie lehrt, erläutert das Konzept: „In einer Lehrveranstaltung im Masterstudiengang Maschinenbau/Mechatronik arbeiten wir an nachhaltigen Konzepten für die Elektromobilität in unseren Innenstädten. Ziel ist es, Nachrüstungen an jedem Fahrradtyp, ob Mountainbike, Trekking- oder Citybike, Faltrad oder Tandem sowie an Tretrollern möglich zu machen.“ Grundsätzlich sei die offene Architektur auch deutlich kostengünstiger als die konventionellen integrierten Systeme, ergänzt der Diplom-Ingenieur Richard Grieger, der die Masterstudenten im Labor für Maschinenelemente betreut.

Weiterlesen: E-Bike mit Rasenmäherakku


Was als Präsenzveranstaltung nicht machbar war, funktionierte als Video-Konferenz mit internationalem Teilnehmerkreis.

Das Kompetenzzentrum für Nanotechnik und Photonik (NanoP) der Technischen Hochschule Mittelhessen veranstaltete eine dreitägige Live-Video-Konferenz, bei der es um die Modellbildung mikroelektronischer Bauelemente ging.

Unter dem Titel „Joint Spring MOS-AK Workshop and Symposium on Schottky Barrier MOS Devices“ bot man dieses virtuelle Format an Stelle regelmäßiger internationaler Arbeitstreffen an, die wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnten. So hatte auch eine für März an der THM geplante Zusammenkunft ausfallen müssen.

Weiterlesen: Virtueller Workshop


Die drei neuen E-Lastenräder wurden über das hessische Programm für eine CO2-neutrale Landesverwaltung teilfinanziert. Foto: THM

Die erste Bewährungsprobe haben die neuen Fahrräder in THM-Grün schon hinter sich: Bei regnerischem Herbstwetter und einsetzender Dunkelheit sind zwei von drei E-Lastenbikes von Friedberg nach Gießen überführt worden. „Das lief alles super“, sagt Eric Greß vom Facility Management der Hochschule. Kalt war es – aber eine spannende, neue Erfahrung mit der Erkenntnis: „So ein elektronisches Lastenrad fährt sich nach den ersten paar Metern fast, wie ein normales Rad.“

Weiterlesen: Sechs Reifen für die Umwelt


Katharina Schwabenland, Ricarda Mohr, Alina Köhler und Laura Wolf (von links) haben im vergangenen Wintersemester das Hessen Technikum an der THM besucht und sich alle für ein Studium der Natur- oder Ingenieurwissenschaften eintschieden.

Vier junge Frauen haben bis Ende März die Möglichkeit, an einem strukturierten Programm zur Studien- und Berufsorientierung an der Technischen Hochschule Mittelhessen teilzunehmen. „Zukunft einfach ausprobieren“ heißt zum zweiten Mal das Motto des „Hessen Technikums“. Es ist für diejenigen gedacht, die nach dem Schulabschluss mehr über ein Studium in Ingenieur- und Naturwissenschaften, Mathematik oder Informatik wissen wollen.

Das Hessen Technikum biete eine große Chance, um Orientierung zu bekommen, sagt Miriam Altenhöfer, die das Programm an der THM koordiniert. Selbst bei guten schulischen Leistungen in technisch-naturwissenschaftlichen Fächern seien Frauen oft unsicher, ob sie für ein Studium auf diesem Gebiet geeignet sind. Das kommende halbe Jahr solle ihnen diese Unsicherheit nehmen und zu einer fundierten Entscheidung über den weiteren Ausbildungsweg führen.

Weiterlesen: Hessen Technikum geht in die zweite Runde


Statt echter Messe: Die zwölf Grundungsvorhaben werden im digitalen Raum präsentiert. Screenshot: THM

Eine innovative Idee endlich einem Fachpublikum, der Öffentlichkeit und möglichen Investoren vorstellen zu dürfen, gehört zum Größten im Leben von Erfinderinnen und Erfindern. Eine Messe rundet daher fast jeden Gründerwettbewerb ab. So sollte es auch bei „Ideeco“ sein, dem Ideenwettbewerb der THM. Corona zwingt nun zum Umzug ins Virtuelle – mit dem Vorteil, dass die Messe gleich zwei Wochen stattfindet und die jungen Erfinder sich und ihre Ideen der ganzen Welt präsentieren können.

Weiterlesen: Digitale Messe studentischer Erfinder


Ebunoluwa Odofin beurteilt mit Hannah Ohlmeyer die gemessene Qualität einer strahlformenden Optik.

Als Stiftungsprofessor Markus Degünther im Dezember 2018 seinen Vortrag zur Eröffnung des Optikzentrums in Wetzlar hielt, nahm er eine Zielmarke in den Fokus: Auf zehn Mitarbeiter solle das Zentrum binnen fünf Jahre wachsen. Eine Marke, die nach nicht einmal zwei Jahren fast erreicht ist: Zu siebt arbeiten Degünther und sein Team in der Wetzlarer Spilburg nicht nur an der Etablierung des Masterstudiengangs „Optical Systems Engineering“, sondern an inzwischen vier größeren Projekten, für die das Zentrum bereits rund 1,7 Millionen Euro Forschungsmittel akquiriert hat. Anwendungsbezogene Projekte, aus denen stets auch reelle Produkte entstehen sollen – ein Gerät, ein innovativer Prozess oder eine neue Methode.

Weiterlesen: Erste Ziele am Optikzentrum schon erreicht


Die Technische Hochschule Mittelhessen ist für das Wintersemester gut gerüstet. Foto/Montage: Till Schürmann

Mit einer digitalen „Welcome-Session“ hat an der Technischen Hochschule Mittelhessen das Einführungsprogramm für die Neuimmatrikulierten des Wintersemesters begonnen. Der reguläre Vorlesungsbetrieb startet am 2. November mit insgesamt 18.610 Studentinnen und Studenten. Die Zahl liegt auf Vorjahresniveau (18.669). Von den 3283 Anfängern (Vorjahr: 3592) haben sich 1830 für Gießen und 1020 für Friedberg entschieden. Wetzlar meldet 433 Erstsemester. Insgesamt hat die THM jetzt in Gießen 11.100, in Friedberg 5666 und in Wetzlar 1844 Studentinnen und Studenten.

Weiterlesen: Start ins Wintersemester


Optisch ansehnlich gestaltet ist die KiM-Hochschulschrift. Grafik: THM

Die Technische Hochschule Mittelhessen wächst seit Jahren – auf aktuell rund 18 000 Studierende. Wie an vielen Hochschulen entwickelt sich jedoch die Infrastruktur in der Lehre nicht im selben Umfang. Ein Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre – der „Qualitätspakt Lehre“ – soll dem entgegenwirken. Unter dem Leitgedanken „Klasse in der Masse (KiM)“ beteiligt sich seit 2012 auch die THM an dem Programm, ihr standen dafür in zwei Förderperioden bis Ende 2020 rund 12,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Weiterlesen: Bessere Betreuung für mehr Studierende