Aktuelles

Ein neuer Studiengang der Technischen Hochschule Mittelhessen startet. In Forschung und Entwicklung schaffen THM-Teams Innovationen für die industrielle Praxis. Die Hochschule weitet ihr internationales Kooperationsnetz aus und eröffnet damit Studierenden zusätzliche Möglichkeiten des Auslandsstudiums. Die Diplomarbeit einer Absolventin erhält einen Preis. Ein neuer Professor hat die Arbeit aufgenommen. Die THM lädt ein zu öffentlichen Vorträgen. Hier finden Sie Neuigkeiten aus Lehre, Forschung und dem gesamten Hochschulleben.

 

Prof. Frank Lademann (rechts) und der Wissenschaftliche Mitarbeiter Mirza Memic besprechen die neuesten Messergebnisse.

Zu den verschleißanfälligsten Komponenten im Bahnbetrieb gehören die Räder. Wie sich die Abnutzung reduzieren lässt und so zum Beispiel Wartungsintervalle und Nutzungsdauer verlängert werden können, untersucht die Technische Hochschule Mittelhessen in einem gemeinsamen Projekt mit der Hessischen Landesbahn. Projektleiter an der THM sind die Professoren Dr. Frank Lademann vom Fachbereich Bauwesen und Dr. Jörg Pfister vom Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung fördert das Vorhaben mit einer halben Million Euro.

Weiterlesen: Räder schonen – CO2 einsparen


Bei den letzten Vorbereitungen in der Boxengasse sind alle Teammitglieder hochkonzentriert.

„Warum fährt das Auto nicht, wo doch zu Hause am Schluss alles prima geklappt hat?“ Das war die drängende Frage, die sich das Team der Technischen Hochschule Mittelhessen bei seiner ersten Teilnahme am Carolo-Cup an der TU Braunschweig während der beiden Trainingstage stellte. Bis nach Mitternacht schrieben die Teammitglieder neue Software und behoben Fehler. Im dritten und letzten Versuch gelang schließlich die Qualifikation für das Rennen.

Seit 2008 gibt es den internationalen Wettbewerb für autonom fahrende Modellautos im Maßstab 1:10. Die Studenten entwickeln und bauen dafür ein von einem Elektromotor angetriebenes Fahrzeug, mit dem sie in verschiedenen Disziplinen antreten. Dazu gehören die Präsentation und Vorstellung des Konzepts und die Erläuterung der technischen Lösungsansätze vor einer Expertenjury aus Wissenschaft und Industrie. „Dynamische“ Disziplinen sind eine Fahrt mit Einparken und die Bewältigung einer Rundstrecke mit Hindernissen. Dabei gilt es, zum Beispiel Stopplinien, Fußgängerüberwege oder Sperrflächen zu beachten. In Überholverbotszonen dürfen bewegliche Hindernisse nicht überholt werden.

Weiterlesen: Premiere beim Carolo-Cup


 Prof. Dirk Holtmann (rechts) und Doktorand Marc Pfitzer beschäftigen sich in einem Forschungsprojekt mit den Einsatzmöglichkeiten methanbildender Mikroorganismen.

Mit dem Einsatz methanbildender Mikroorganismen in der industriellen Bioökonomie befasst sich ein Forschungsprojekt, an dem die Technische Hochschule Mittelhessen beteiligt ist. Prof. Dr. Dirk Holtmann vom Gießener Fachbereich Life Science Engineering arbeitet dabei mit dem Institut für Mikrobiologie der TU Dresden zusammen. Weitere Kooperationspartner sind die Universitäten in Kiel und Tübingen sowie die Electrochea GmbH. Das Münchner Start-up hat ein neuartiges Verfahren zur Umwandlung des Klimagases CO2 und elektrischer Energie in Erdgas entwickelt. Diese „Power-to-Gas-Technologie“ dient zur Speicherung von Strom aus regenerativen Quellen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Teilprojekt der THM mit 340.000 Euro.

Methanogene sind methanbildende Mikroben, die in der Industrie bislang als effiziente Biogasproduzenten eingesetzt werden. Die Projektpartner wollen zum einen den Power-to-Gas-Prozess optimieren, zum anderen eine Basis für die industrielle Herstellung höherwertiger biotechnologischer Produkte schaffen. Das kann zum Beispiel Isopren sein, das bei der Herstellung von Kautschuk eingesetzt wird. Aber auch andere Grundstoffe, die Bestandteile von Terpentin oder Geruchs- und Geschmackstoffen sind, kommen in Frage.

Weiterlesen: Bioökonomie als ressourcenschonende Zukunftstechnologie


Prof. Erdmuthe Meyer zu Bexten, Leiterin des Blindenzentrums der THM begrüßte die Gäste. In der ersten Reihe (von links) THM-Vizepräsidentin Prof. Katja Specht, Andreas Deitmer und Sarah Voss-Nakkour

Laut einer Untersuchung des Deutschen Studentenwerks sind elf Prozent aller Studentinnen und Studenten gesundheitlich beeinträchtigt, oft ohne dass es sichtbar ist. Für viele von Ihnen ist eine barrierefreie Hochschule Voraussetzung für den Studienerfolg.

Das Innovationsforum Barrierefreiheit will den Zugang zu barrierefreien qualitätsgesicherten digitalen Lerninhalten an den hessischen Hochschulen verbessern, die Lehrenden bei der Erstellung digitaler Lernkonzepte unterstützen und ihre Kooperation auf diesem Gebiet fördern. Das Innovationsforum arbeitet im Rahmen des hessenweiten Verbundprojekts „Digital gestütztes Lehren und Lernen in Hessen“, an dem elf staatliche Hochschulen beteiligt sind.

Weiterlesen: Innovationsforum Barrierefreiheit


Prof. Hans-Martin Seipp erläutert ein Prüfsystem zur Messung der Strömungsgeschwindigkeit in Trinkwasserleitungen. Die Bachelorstudentinnen Pakize Peynir, Asena Bingöl und Katja Birnstein (von links) hören ebenso aufmerksam zu wie Bernhard Roß, der im Masterprogramm studiert.

Die Entwicklung eines „Systems zur Analyse hydraulischer Fehlverbindungen“ ist Ziel eines Forschungsprojekts, bei dem die Technische Hochschule Mittelhessen mit zwei mittelständischen Unternehmen zusammenarbeitet. Projektleiter an der THM ist Dr. Hans-Martin Seipp, Professor für Technische Gebäudeausrüstung am Gießener Fachbereich Life Science Engineering. Partner sind Erb Messtechnik aus Frankfurt und Schmidt Präzisionstechnik aus dem thüringischen Schwarza. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Vorhaben mit mehr als 460.000 Euro.

Fehlerhafte Verbindungen in komplexen Trinkwassernetzen bergen unter anderem Gesundheitsrisiken. In Kliniken ist es wiederholt dazu gekommen, dass Infektionserreger aus dem Kalt- ins Warmwassernetz gelangt sind, weil die beiden Netze nicht streng voneinander getrennt waren. Auch Pflegeheime, Chemiebetriebe oder Hotels sind anfällig für fehlerhafte Installationen während der Bauphase oder bei Reparaturarbeiten. Kalkablagerungen und Korrosion nach längerer Betriebszeit können ebenfalls zu Problemen führen.

Weiterlesen: Neue Prüfmethode für die Trinkwassertechnik


Die Arbeitsgruppe Raumfahrtelektronik hat Nasa-Ingenieur Carlos Soares eingeladen.

In einem Vortrag an der Technischen Hochschule Mittelhessen hat Carlos Soares von der Nasa das Jet Propulsion Laboratory (Labor für Strahlantriebe) der amerikanischen Raumfahrtbehörde vorgestellt.

Der Ingenieurwissenschaftler berichtete über verschiedene Projekte, an denen das Raketenforschungszentrum derzeit arbeitet. Dazu zählen unter anderem Konzepte für Missionen zum Mars und zu Eismonden von Jupiter und Saturn. Eindrucksvolle Bilder aus dem Weltraum und Simulationen für Weltraumsonden illustrierten seinen Vortrag.

Weiterlesen: Vortrag über die Nasa


Kooperationspartner: Prof. Martin Fiebich, Dr. Lukman H. Hasan, THM-Vizepräsident Prof. Dirk Metzger, Dr. Salih Mustafa Saleem und Prof. Thomas Schanze

Wer an der Technischen Hochschule Mittelhessen Biomedizinische Technik studiert, kann bald parallel dazu einen Bachelorabschluss an der University of Duhok machen. Das sieht ein Kooperationsvertrag vor, mit dem die beiden Hochschulen ein Austauschprogramm für ihre Studenten beschlossen haben. Die Vereinbarung wurde beim Besuch einer vierköpfigen Delegation der kurdischen Universität in Gießen unterzeichnet, die Vizepräsident Dr. Lukman H. Hasan anführte.

Weiterlesen: Internationaler Doppelabschluss in Medizintechnik


"Die große Orientierungslosigkeit nach der Schule" war Thema des diesjährigen Forums schule@hochschule. „Die große Orientierungslosigkeit nach der Schule“ war Thema beim diesjährigen „Forum schule@hochschule“ in Gießen. Zu dem Programm hatten die Zentralen Studienberatungsstellen der TH Mittelhessen und der Justus-Liebig-Universität Gießen in Kooperation mit dem Netzwerk „voneinander lernen“ eingeladen. Gefördert wird das Veranstaltungsformat durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Von Gymnasien und Fachoberschulen aus Mittelhessen, der Wetterau und dem Vogelsbergkreis kamen 25 Lehrerinnen und Lehrer an die JLU, um sich mit Studienberaterinnen und Studienberatern über die Problematik des Übergangs von der Schule zur Hochschule auszutauschen. Beim aktuellen Treffen stand das Buch „Wozu nach den Sternen greifen, wenn man auch chillen kann?“ im Mittelpunkt des Interesses. Dessen Autorin Ulrike Bartholomäus berichtete dem Auditorium mit Fallbeispielen über ihre Recherchen, die eine ausgeprägte Orientierungslosigkeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach der Schulzeit aufgezeigt haben.

In der anschließenden Diskussion schilderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Eindrücke aus ihrem Schul- und Beratungsalltag. Sie stimmten darin überein, dass es eine gemeinsame Aufgabe sei, jungen Leuten substanzielle Unterstützung zu bieten, wenn sie vor der Frage stehen, wie sie ihren individuellen Qualifikationsweg fortsetzen sollen.


Prof. Dr. Berrin Özergin hat ihre Arbeit am Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik der THMittelhessen aufgenommen.

Prof. Dr. Berrin Özergin hat ihre Arbeit am Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik der Technischen Hochschule Mittelhessen aufgenommen. Sie lehrt Marketing im Studiengang Social Media Systems.

Berrin Özergin studierte Betriebswirtschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie schloss ihr Studium 2003 als Diplom-Kauffrau ab. 2009 promovierte sie an der Universität Witten/Herdecke im Fach Strategisches Marketing. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit den Effekten der Markierung von Dienstleistungskomponenten („Services Ingredient Branding“).

Weiterlesen: Marketingstrategin berufen


Auf Platz drei kam die THM beim Wettbewerb um den ""delina-Innovationspreis". Die Technische Hochschule Mittelhessen hat den dritten Platz beim Wettbewerb um den „delina-Innovationspreis für digitale Bildung“ in der Kategorie Hochschule belegt. Beworben hatte sie sich mit der Entwicklung ihrer Smartphone-App „tinyCampus“. Ausgezeichnet werden mit diesem Preis „Konzepte und Projekte, die innovative Zukunftstechnologien und Medien mit dem Lernalltag vereinen“, heißt es in der Ausschreibung.

TinyCampus ist eine mobile Kommunikationsplattform für Studenten mit einer breiten Palette von Informationsangeboten. Sie wird seit 2017 von einer 25-köpfigen studentischen Gruppe entwickelt, in der auch Hochschulbeschäftigte mitarbeiten. Die App ist modular aufgebaut und individuell konfigurierbar. Sie bietet die wichtigsten Informationen zur THM und einen Benachrichtigungsdienst. TinyCampus wird im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts „Klasse in der Masse“ entwickelt. Die Veröffentlichung ist für den Sommer geplant. Aktuell gibt es eine Demoversion.

Der Innovationspreis wurde auf der Learntec in Karlsruhe verliehen. Das ist Europas größte Fachmesse für digitale Bildung mit über 400 Ausstellern. Zu ihnen gehörte auch das TinyCampus-Team, das seine Entwicklung auf der dreitägigen Veranstaltung interessierten Besuchern aus Hochschule und Wirtschaft vorstellte.