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Das Eco-Racer-Team aus Friedberg und Hanau legte auf dem EuroSpeedway Lausitz 727 Kilometer mit einem Liter Benzin zurückMit dem „Eco-Racer" hat ein Gemeinschaftsteam der Fachhochschule Gießen-Friedberg und der Hanauer Ludwig-Geißler-Schule am diesjährigen Shell Eco Marathon teilgenommen. Diesen Wettbewerb schreibt der Mineralölkonzern seit 1985 jährlich aus. Aufgabe ist es, mit einem selbst konstruierten Fahrzeug bei minimalem Schadstoffausstoß möglichst energiesparend zu fahren.

Über 3000 Teilnehmer aus 30 Nationen waren mit fast 200 Fahrzeugen zum sächsischen EuroSpeedway Lausitz gekommen. Als bestes deutsches Team belegten die Friedberger und Hanauer in der Kategorie „Prototyp mit Verbrennungsmotor" den 32. Platz. Der gemeinsame Eco-Racer legte dabei hochgerechnet 727 Kilometer mit einem Liter Kraftstoff zurück.

Ein Team der Hanauer beruflichen Schule hatte sich bereits im Vorjahr im französischen Nogaro unter der Leitung von Lehrer Thorsten Stroh an dem Wettbewerb beteiligt und war dabei auf 205 Kilometer pro Liter gekommen. Gemeinsam mit den Friedberger Studenten wollte man die Leistung in diesem Jahr mindestens verdoppeln. Die Eco-Racer-Gruppe ging dabei arbeitsteilig vor. Die Hanauer Schüler arbeiteten fast ein Jahr an der Reduzierung der Strömungs- und Reibungswiderstände und bauten gemeinsam mit Thorsten Stroh ein nahezu komplett neues Fahrzeug. Am Friedberger Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnologie konstruierten Studenten unter Leitung von Prof. Dr. Claus Breuer zunächst einen Prüfstand für den kennfeldgesteuerten 2-Takt-Verbrennungsmotor mit 50 Kubikzentimetern Hubraum und optimierten das Aggregat dann für die speziellen Anforderungen der Lausitzstrecke.

Mit der Steigerung auf mehr als die dreifache Kilometerleistung gegenüber 2008 zeigte Breuer sich sehr zufrieden. Das Projekt sei eine hervorragende Schulung für die Praxis. Die Kooperationspartner aus Schule und Hochschule wollen auch im kommenden Jahr wieder antreten. Seine Studenten hätten das Ziel ausgegeben: „2010 fällt für uns die Schallmauer von 1000 Kilometern, und wir kommen unter die besten 25."

Spielraum nach oben gibt es für das hessische Team noch. Der Sieger aus Frankreich landete bei 3771 Kilometern pro Liter. Allerdings, so Breuer, habe das Team 25 Jahre Erfahrung und deutlich mehr Geld zur Verfügung. Hilfe kann auch der Eco-Racer gebrauchen. Für Geld- oder Sachspenden bieten die Friedberger und Hanauer Werbeflächen auf ihrem Fahrzeug und im Internet. Wer den Eco-Racer unterstützen will, wird gebeten, sich an Prof. Breuer zu wenden (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.).