Das Entwicklerteam der THM mit Museumsleiter Matthias Thoma (rechts) und Prof. Christian Überall (2. von rechts) Rund 300 Exponate sind im Museum von Eintracht Frankfurt zu sehen. Für mehr ist auf den 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche unter der Haupttribüne der Commerzbank-Arena kein Platz. Prof. Dr. Christian Überall von der TH Mittelhessen entwickelt deshalb gemeinsam mit Masterstudenten der Lehrveranstaltung „Konzepte Industrie 4.0“ eine App, mit der die Museumsbesucher zusätzliche Informationen erhalten können.

Einen Prototyp stellten die studentischen Entwickler jetzt vor. Etliche Exponate des Museums sind mit Markierungen versehen. Sie werden gescannt, und auf dem Smartphone erscheinen Bilder, Texte und Videos. Historische Stadionansichten oder einen Einblick in die Vereinssatzung aus dem Jahr 1920 können die Besucher ebenso abrufen wie zum Beispiel Ausschnitte aus dem Europapokalfinale 1960 gegen Real Madrid oder dem Endspiel um die deutsche Meisterschaft gegen Bayern München im Jahr 1932.

Zentral für dieses Projekt ist der Begriff der „augmented reality“ (erweiterte Realität). Darunter versteht man die computergestützte Erweiterung der menschlichen Wahrnehmung. Mit mobilen Endgeräten wie Smartphones ist Technikern der Zugriff auf präzise Informationen möglich, die sie bei ihrer Tätigkeit als Text oder audiovisuell anleiten und die die Arbeiten einfacher und sicherer machen. Nach diesem Prinzip funktioniert auch die Museums-App.

Matthias Thoma ist mit der Kooperation sehr zufrieden: „Die Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Mittelhessen hat uns viel Spaß gemacht. Wir waren beeindruckt, mit wie viel Euphorie die Studierenden das Projekt angegangen sind und wie praxisnah sie uns Lösungsansätze präsentiert haben“, so der Geschäftsführer des Eintracht-Museums.

Im Sommersemester geht die Zusammenarbeit weiter. Der Prototyp wird verbessert und um zusätzliche Leistungsmerkmale erweitert. Außerdem arbeiten die Studenten an einem Eintracht-Quiz, das zum Beispiel Schulklassen ermöglicht, im Wettbewerb herauszufinden, wer am meisten über den Verein weiß.