Nach der Begrüßung in der Gießener Kongresshalle werden die neuen Studierenden von den Fachschaften an die Fachbereiche geführt. (Foto: THM)Der erste Schritt in ein neues Leben ist getan: In Gießen hat die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) 825 neue Studierende willkommen geheißen. Vor der ersten echten Vorlesung erwartet sie als sogenanntes STEP-Programm eine Einführungsphase mit vielfältigen Angeboten rund um Studium und Stadtleben.

In der Gießener Kongresshalle hieß Martin Kuulmann von der Zentralen Studienberatung die neuen Studierenden willkommen. „Ein erster Studientag ist ein wenig wie ein erster Schultag“, scherzte er: Man müsse neue Menschen, Gebäude, Orte und Wege erst kennenlernen – das sei aufregend, aber dann schnell vertraut. Mit einem Werkzeugkoffer verglich AStA-Vorsitzender Maurice Kontz das Studium: Es sei sinnvoll, ihn gut zu füllen mit Instrumenten, die im späteren Berufsleben hilfreich seien. „Aber der AStA ist gar nicht zuständig für diese Werkzeuge – sondern für die Sticker auf dem Koffer“, sagte er. Erinnerungen, lebenswerte Momente, Erfahrungen und Bekanntschaften machten aus dem Koffer einen persönlichen Besitz, führte er aus und warb er für studentisches Engagement.

Für die Stadt begrüßte Stadtrat Francesco Arman die potenziellen Neubürger. „Sie haben eine Hochschule mit gutem Ruf und breitem Angebot gewählt“, gratulierte er zum Entschluss für ein THM-Studium. Ein solches biete „Faszination und Inspiration“. Das sei auch der Stadtgesellschaft anzumerken, die durch THM und Universität geprägt sei wie keine zweite – dank der deutschlandweit höchsten Studierendenquote. Gießen sei jung und international, eine „Großstadt im Kleinen“. In dieser hieß auch Prof. Olaf Berger, Vizepräsident mit Kanzlerfunktion, die „Erstis“ ebenso willkommen wie in einem neuen Lebensabschnitt. „Ein Studium schafft neue und bessere Perspektiven für das weitere Leben“, sagte er. Er rief dazu auf, die damit verbundenen Freiheiten zu genießen und zu nutzen – das sei Grundlage für Selbstorganisation und Eigenständigkeit.

Dekan Prof. Dr. Daniel Piazolo stellte den Neuimmatrikulierten nicht nur den Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen, sondern auch die Stadt Friedberg vor. Foto: THM„Heute geht es darum, Ihnen zu erklären, was Sie im Studium des Wirtschaftsingenieurwesens erwartet.“ So empfing Prof. Dr. Daniel Piazolo die neuen Studentinnen und Studenten des Friedberger Fachbereichs Wirtschaftsingenieurwesen (WI). Als Dekan übernahm er die Aufgabe, die Studienanfänger des Sommersemesters zu begrüßen und ihnen die THM, den Campus in der Wetterau, den Fachbereich WI, aber auch ihre Hochschulstadt im Einführungsvortrag vorzustellen. Dabei zählte er die schnelle S-Bahn-Anbindung nach Frankfurt zu den ortsspezifischen Vorzügen, warb aber auch für Lokalitäten, die auf dem Fußweg bequem zu erreichen sind, mit dem Appell: „Gucken Sie sich unbedingt in Friedberg um, es ist eine sehr schöne Stadt!“ Als Sehenswürdigkeiten nannte er zum Beispiel die Burg, Kaiserstraße und den Elvis-Presley-Platz, bevor er sich fachlichen Aspekten und dem Berufsbild des Wirtschaftsingenieurs als Vermittler zwischen Technik und Wirtschaft zuwandte.

Auch die Anfänger anderer Friedberger Studienprogramme wurden von ihren Fachbereichen mit Einführungsveranstaltungen begrüßt. Nur ein Teil der dortigen Studiengänge nimmt zum Sommersemester studentische Neulinge auf. Entsprechend niedrig liegt auch die Gesamtzahl der Neuimmatrikulierten zum Sommersemester 2024. Sie wird aber weiter ansteigen, weil die Einschreibungen noch nicht abgeschlossen sind. Die größte Gruppe zurzeit entfällt auf den Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit 41 Studienanfängern; es folgt der Maschinenbau mit 31 „Erstis“.   

Insgesamt treten an der THM in diesem Sommersemester (nach heutigem Stand) rund 1120 Studierende ihre akademische Ausbildung an, davon 825 in Gießen, 205 in Friedberg und 90 bei StudiumPlus in Wetzlar mit Außenstellen. Stärkster Studiengang ist Betriebswirtschaft in Gießen mit 109 Erstsemestern. Bevor für die Neuen der Studienalltag beginnt, werden sie von Fachschaften und AStA mit Hochschule und Stadt vertraut gemacht – direkt nach der Begrüßung mit Campus-Messe und -Rundgängen oder mit einer Stadtrallye im Lauf der Woche.