Die Exkursion der THM führte zu einem weltweit tätigen Unternehmen, das auf die Herstellung von Hochvakuum-Beschichtungsanlagen spezialisiert ist. Ins unterfränkische Alzenau führte eine Exkursion der Technischen Hochschule Mittelhessen. Studierende des Maschinenbaus, des Vakuumingenieurwesens und der Physikalischen Technik besuchten den Hauptsitz der Bühler Alzenau GmbH, eines weltweit führenden Unternehmens in der Dünnschicht-Technologie. Leiter der Exkursion waren die Professoren Dr. Thomas Welzel. Und Dr. Ralph Uhl.

Bühler produziert in Alzenau mit 200 Mitarbeitern kundenspezifische Hochvakuum-Beschichtungsanlagen. Nach einem Vortrag über das Unternehmen besuchten die Gäste aus Gießen und Friedberg die Fertigungshallen und lernten anhand verschiedener Anlagen die Vielfalt der Vakuumbeschichtung kennen. Sie kommen zum Beispiel für die industrielle Herstellung von Präzisionsoptiken für Linsensysteme moderner Smartphones, die Beschichtung von komplexen 3D-Bauteilen wie Reflektoren für die Automobilindustrie und die großflächige Glasbeschichtung zum Einsatz. Besonders anschaulich, so Welzel, sei die komplexe Fertigung entspiegelter Brillengläser aus Kunststoff gewesen. Im Anschluss an die Besichtigung war Zeit für weitergehende Fragen und Diskussionen.

„Der Besuch war für die teilnehmenden Studierenden ein eindrucksvolles Beispiel für den Einsatz der Vakuumtechnik in einem sehr weiten Bereich der aktuellen Hochtechnologie, der zum einen beste Berufsaussichten bietet und zum anderen breite vakuumtechnische Grundkenntnisse erfordert“, resümierte Prof. Welzel, der an der THM den Masterstudiengang Vakuumingenieurwesen leitet.

Prof. Uhl betonte, dass es wichtig sei, frühzeitig Kontakte zur Industrie zu knüpfen. Die Studenten hätten „die einmalige Gelegenheit gehabt, sich ein umfassendes Bild davon zu machen, wie eine Tätigkeit in diesem Umfeld der optischen Beschichtungstechnologie aussehen könnte“.