Einen wichtigen Etappenerfolg erzielte die FH Gießen-Friedberg bei der „Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE)“. Als einzige hessische Fachhochschule wurde sie aufgefordert, den Antrag für einen Forschungsschwerpunkt auszuarbeiten.

Mit dem LOEWE-Programm will die Landesregierung die Forschung hessischer Hochschulen unterstützen. Forschungseinrichtungen konnten in einem ersten Schritt Projektskizzen einreichen, aus denen förderungswürdige Vorhaben ausgewählt wurden. Der Entwurf der FH Gießen-Friedberg für einen Schwerpunkt „Biomedizinische Technik“ hat die erste Hürde in
Wiesbaden genommen. Überzeugt auch das im Februar 2008 vorzulegende Gesamtkonzept die Gutachter, erhält die mittelhessische Hochschule für einen Zeitraum von drei Jahren Landesmittel in Höhe von vier Millionen Euro.

Bei einem Pressegespräch am 28. November in Gießen stellten Prof. Dr. Peter Czermak und Prof. Dr. Klemens Zink, die Geschäftsführer der kooperierenden FH-Institute für Biopharmazeutische Technik sowie für Medizinische Physik und Strahlenschutz, den geplanten Schwerpunkt vor. Dessen Besonderheit sei die Kombination biotechnologischer Forschung mit bildgebenden Verfahren der Medizin bei der Entwicklung zellbasierter Therapien. Als Partner auf dem Gebiet der klinischen Untersuchung ist dabei die Philipps-Universität Marburg vorgesehen.

FH-Präsident Günther Grabatin hob hervor, dieser Etappenerfolg sei eine Anerkennung des Forschungspotenzials der Fachhochschule Gießen-Friedberg und zugleich ein weiterer Schub für die Initiative, Mittelhessen als Kompetenzregion auf dem Feld der Medizintechnik zu stärken.