Markus Blaut, MAMUT-Projektmanager Benjamin Jähnert, Alexander Busch, Lukas Schmidt, Leon Heckelmann, Philipp Bratsch und Prof. Thomas Glotzbach (von links nach rechts) inspizieren den "Superfour" nach seiner Ankunft auf dem THM-Campus in Gießen. Die studentische Arbeitsgruppe MAMUT der Technischen Hochschule Mittelhessen kann sich über einen Neuzugang freuen: Ab sofort steht den angehenden Ingenieuren für ihre Entwicklungsarbeit ein besonderer Robotertyp zur Verfügung, die mobile Plattform „Superfour“.  

Den harten Kern von MAMUT – die Abkürzung steht für „Mobile Autonomous Modular Universal Technology“ – bilden derzeit zehn Studenten der Gießener THM-Fachbereiche Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau und Energietechnik sowie Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik. Sie vereint ihr Interesse, über die Grenzen der eigenen Disziplin hinauszublicken und bei der Projektarbeit Praxiserfahrungen in den Fachgebieten Elektronik, Mechanik sowie Programmieren zu sammeln. Auf der Basis des Superfour wollen sie einen Bepflanzungsroboter entwickeln, der imstande sein soll, künftig Wüstenregionen und andere Dürrezonen voll automatisiert mit Baumsetzlingen zu rekultivieren und auch die Pflege der jungen Pflanzen zu übernehmen.

Das für mobile Anwendungen vielfältig nutzbare Robotersystem konnten Prof. Dr. Thomas Glotzbach (Fachbereich Elektro- und Informationstechnik), der die Gruppe betreut, und Laboringenieur Matthias Loth im thüringischen Ilmenau entgegennehmen. Dort ist die Fraunhofer-Gesellschaft mit einer Dependance vertreten, die zum Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung in Karlsruhe gehört. Die Ilmenauer Forschungsgruppe „Eingebettete Systeme“ überließ MAMUT den Superfour im Rahmen einer fördernden Kooperation zu günstigen Konditionen. Die kollegiale Unterstützung umfasste auch eine kompakte Einführung in dessen Bedienung.

Die Entwicklung des Bepflanzungsroboters bezeichnet Prof. Glotzbach als „hochgestecktes und anspruchsvolles Ziel“. Die Studenten können sich bei der Gruppenarbeit mit dieser speziellen Roboterplattform vertraut machen. Im Umgang damit sollen sie sich vor allem Kompetenz bei der Führung und Steuerung eines mobilen Systems dieser Größenordnung aneignen. Darauf aufbauend will man dann einen konkreten Entwicklungsplan erstellen und für eine Forschungskooperation geeignete Partner aus der Agrarbranche suchen.  

Anknüpfen kann man dabei an Vorarbeiten, die von der Gruppe in den letzten Jahren geleistet wurden. Dazu gehört zum Beispiel die Konzeptionierung eines Robotermodells am Computer inklusive der einzelnen Komponenten. Auch mit der Entwicklung eines leichten und kostengünstigen Greifarms und eines Batteriemanagementsystems haben sich MAMUT-Mitglieder schon befasst.

Das Team ist keine geschlossene Gesellschaft. Aus allen Fachbereichen sind weitere Studentinnen und Studenten willkommen, die bei der Projektarbeit mitmachen wollen. Kontaktadresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.