Zu einer Summer School hat eine Gruppe internationaler Studierender vom 18. Juli bis 15. August die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) besucht. Das Programm, das bereits im Juni mit vorbereitenden Online-Vorlesungen startete, verband vier Wochen lang intensives Lernen mit Exkursionen und kulturellen Aktivitäten.
Die Lehrveranstaltungen am Fachbereich Maschinenbau und Energietechnik auf dem Campus Gießen waren vielfältig: „Applied AI in Mechanical Engineering“ (Prof. Dr.-Ing. Martin Strelow), „Motorboat Design Week“ (Susanne Schiffke), „Hydrogen and Electrical Safety“ (Prof. Dr.-Ing. Sven Pohl) sowie „Vehicle Dynamics“ (Prof. Dr.-Ing. Dirk Meyer). Damit bot die Summer School den Teilnehmenden aus Kanada, den USA, Schweden, Tunesien, der Türkei, Ghana und Deutschland die Gelegenheit, in unterschiedlichen Bereichen ingenieurwissenschaftliche Kompetenzen zu vertiefen – stets auf Englisch und praxisnah.
Ein Höhepunkt war der Besuch der Unternehmensgruppe Bender in Grünberg. Die Gruppe reiste mit einem CO₂-neutral betriebenen Stadtbus an und wurde dort mit einem abwechslungsreichen Programm empfangen. Nach einer Einführung in Wasserstofftechnologien und elektrische Sicherheit standen moderne Monitoring-Konzepte im Mittelpunkt. In Workshops setzten die Studierenden ihr Wissen direkt um – etwa zur Isolations- und Fehlerstromüberwachung im Kontext der Wasserstoffforschung und Elektrolyseure. Fachlich begleitet wurde dies von Roman Schmattloch, bei Bender zuständig für Hochschulkooperationen, und seinem Team. Eine Führung durch die Produktionsstätte verdeutlichte, wie Theorie und Praxis ineinandergreifen.
Neben den Fachinhalten kamen auch der kulturelle Austausch und das Kennenlernen Deutschlands nicht zu kurz. Gemeinsame Ausflüge führten die Gruppe unter anderem nach Frankfurt, Marburg und ins Moseltal. Zum Abschluss trafen sich die Teilnehmenden zu einem Grillabend auf dem Campus.
Die Resonanz war durchweg positiv: Viele Studierende erkundigten sich nach weiteren Möglichkeiten, an die THM zurückzukehren – sei es für ein Auslandssemester, ein Praktikum, eine Abschlussarbeit oder sogar ein Masterstudium. Ein Teilnehmer aus Vancouver brachte es besonders deutlich auf den Punkt: Er wolle nach seinem Abschluss nach Deutschland ziehen, um hier seine Karriere zu starten.
Die Summer School des Fachbereichs ME fand 2024 erstmals statt. Aufgrund des großen Interesses und der positiven Rückmeldungen wurde sie in diesem Jahr auf vier Wochen mit vier Modulen erweitert.