Referenten und Preisträger: Prof. Volker Groß, Prof. Keywan Sohrabi, Prof. Ulrich Köhler, der den Science Award der International Prevention Organization erhielt, und Andreas WeißflogEtwa 150 Teilnehmer aus Forschung, Industrie und Kliniken konnte die TH Mittelhessen zum ersten Gießener Bioakustik-Symposium begrüßen. Der Fachbereich Gesundheit hatte die Veranstaltung organisiert.

Seit der Erfindung des Stethoskops im Jahr 1820 hat sich die Auskultation, so lautet der Fachbegriff für das Abhören der Körpergeräusche, als eine der Standardmethoden in der medizinischen Erstdiagnose etabliert. „Moderne Methoden der Aufzeichnung und Auswertung bilden heute die Basis für eine umfassende Biomedizinische Akustik mit großem Potential“, so Prof. Dr. Keywan Sohrabi, Prodekan des Fachbereichs Gesundheit.

Wissenschaftler aus Hochschulen und Medizintechnikindustrie präsentierten aktuelle Forschungsergebnisse. So referierte Prof. Dr. Hartmut Schneider vom Johns Hopkins Bayview Sleep Disorder Center über „noise pollution in the bedroom“. Dr. Andreas Weißflog (Thora Tech GmbH) stellte Verfahren zur „Aufzeichnung von Atemgeräuschen“ vor. Und Prof. Dr. Volker Groß (Fachbereich Gesundheit) sprach über „Automatische Analysemethoden“. Die „Bedeutung von Darmgeräuschen“ war Thema von Dr. Jan de Laffolie, Oberarzt am Klinikum Gießen.

Im Rahmen des Symposiums erhielt Prof. Dr. Ulrich Koehler den Science Award der International Prevention Organization. Er leitet das Schlafmedizinische Zentrum in Marburg und bekam die Auszeichnung für seine Verdienste um die biomedizinische Signalanalyse.

Der Fachbereich Gesundheit der THM will das Gießener Bioakustik-Symposium künftig alle zwei Jahre veranstalten.