Die Gäste von der THM besuchten auch das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Lausward. In das rheinische Braunkohlerevier führte eine dreitägige Exkursion des Gießener Fachbereichs Maschinenbau und Energietechnik der TH Mittelhessen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Lechner bekamen elf angehende Ingenieure verschiedener Fachrichtungen einen Einblick in die Praxis der industriellen Energiewirtschaft und -technik.

Zum Programm gehörte ein Besuch des Tagebaus Garzweiler. Dort baut eine Tochtergesellschaft des RWE-Konzerns pro Jahr fast 40 Millionen Tonnen Braunkohle ab. Wie die Kohle zur Energiegewinnung genutzt wird, erfuhren die Studenten in Niederaußem. Das dortige Kraftwerk hat eine Leistung von 3,4 Gigawatt. Damit ist es in Deutschland die Nummer zwei.

Eine andere Technik der Energiegewinnung lernten die Besucher im Kraftwerk Lausward, das überwiegend Erdgas als Brennstoff nutzt, kennen. Dort erzeugen die Stadtwerke Düsseldorf mit einem hochmodernen Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Strom und Fernwärme. Einen Abstecher wert war den THM-Studenten auch das Stahlwerk von ThyssenKrupp in Essen, wo sie unter anderem einen Hochofenabstich mit flüssigem Roheisen verfolgen konnten.

Die Teilnehmer waren mit dem Exkursionsprogramm hochzufrieden. Rafael Eckert zum Beispiel, der im Bachelorstudiengang Energiesysteme eingeschrieben ist, hob hervor, dass man die industrielle Praxis mit modernsten Technologien kennengelernt habe. Nach den kräftezehrenden Tagesprogrammen habe man sich an den Abenden in Köln regenerieren können.