Erstsemesterstudenten in FriedbergEin Studium an der Fachhochschule Gießen-Friedberg ist begehrt. Für 517 Plätze, die im kommenden Wintersemester in elf zulassungsbeschränkten Studiengängen für Erstsemester zur Verfügung stehen, meldet das Studiensekretariat der Hochschule 2966 Bewerbungen.

FH-Vizepräsident Hajo Köppen sieht in der starken Nachfrage einen erneuten Beleg für die Attraktivität des Lehrangebots der FH. Trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen habe die Fachhochschule in den letzten Jahren das Studienprogramm in Gießen und Friedberg modernisiert und durch marktorientierte Neuerungen erweitert. Praxisorientierte Studiengänge, die in einem überschaubaren Zeitraum zu einem qualifizierten Abschluss führten, sprächen mehr denn je für ein Fachhochschulstudium.

Verschoben hat sich in den letzten Jahren der Frauenanteil an den Bewerbungen. „Die Zeiten, in denen man Frauen unter den FH-Studierenden mit der Lupe suchen musste, sind endgültig vorbei“, sagt Köppen. Fast 45 Prozent der Anträge kommen in diesem Jahr von Bewerberinnen. Der Vizepräsident führt das vor allem auf das veränderte Fächerspektrum zurück. In Studiengängen wie Architektur und Biopharmazeutischer Technologie sind fast zwei Drittel der Interessenten weiblich.

Spitzenreiter unter den zulassungsbeschränkten Disziplinen ist die Betriebswirtschaft mit der Rekordzahl von 1232 Bewerbungen. Davon entfallen 658 auf den Diplomstudiengang und 574 auf das sechssemestrige Bachelor-Studium. Für die beiden Angebote des Gießener Fachbereichs Wirtschaft gibt es zusammen 120 Studienplätze.

In Friedberg haben 299 Interessenten die Zulassung für einen der 80 Studienplätze in der Medieninformatik beantragt. Um die 60 Plätze im Studiengang Wirtschaftsinformatik konkurrieren 207 Bewerber. Die Zahl derjenigen, die Logistik studieren möchten (70 Plätze), ist im Vergleich zum Vorjahr um fast 60% gestiegen und liegt bei 308.

Ein Architekturstudium in Gießen werden 70 Erstsemester aufnehmen – etwa jeder dritte der 198 Bewerber. Deutlich geringer sind die Zulassungschancen in der Biotechnologie (25 Plätze), für die 268 Bewerbungen vorliegen, und in der Biopharmazeutischen Technologie (20 Plätze), deren Bewerberzahl sich im Vergleich zum Vorjahr auf 197 mehr als verdoppelt hat. Etwa ein Viertel der Interessierten kann in Bioinformatik (87 Bewerbungen für 20 Plätze) und Medizintechnik (161 Bewerbungen für 40 Plätze) mit einem Studienplatz rechnen.