Der Fonds der Chemischen Industrie fördert die Entwicklung eines Lehrmoduls zur Intensivierung von Bioprozessen.Mit 28.000 Euro unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie den Fachbereich Life Science Engineering der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen. Gefördert wird der Aufbau eines Wahlpflichtmoduls "Intensivierung von Bioprozessen" im Studiengang Biotechnologie/Biopharmazeutische Technologie, das im Wintersemester 2021/2022 beginnen soll.

Gregor Disson, Geschäftsführer des Landesverbands Hessen im Verband der Chemischen Industrie (VCI Hessen) lobt insbesondere den interdisziplinären Ansatz des neuen Moduls. "Unsere Branche ist auf Nachwuchskräfte mit solchen Kenntnissen angewiesen. Sie bringen große Expertise in ihrem Fachgebiet mit, aber auch Kompetenzen, ihr Wissen in Teams einzubringen. So kommen wir zu innovativen und nachhaltigen Lösungen. Die aktuelle Zeit zeigt, wie wichtig gut ausgebildete naturwissenschaftliche und ingenieurtechnische Fachkräfte für die Chemische Industrie sind", führt Disson aus.

Professor Dr. Dirk Holtmann, der für die Entwicklung des Wahlpflichtmoduls an der THM verantwortlich ist, wird die Förderung für Apparate einsetzen, mit denen die Studierenden prozessintensivierte Verfahren entwickeln können. "Die Vorteile der Prozessintensivierung", so Holtmann, "wirken sich nachweisbar auf die Produktion aus. Der Verbrauch natürlicher Ressourcen wird verringert und der Produktionsprozess schneller, sicherer, effizienter. In der ökonomischen Bilanz profitiert so das Unternehmen von geringeren Investitions- und Betriebskosten, einer höheren Produktqualität und Arbeitssichert bei flexiblerer Produktion".