Laborbesprechung in der Nachwuchsgruppe Raumfahrtelektronik (von links): Niklas Wolf, Timo Baruth, Prof. Uwe Probst und Jens Simon Die TH Mittelhessen hat eine Nachwuchsgruppe Raumfahrtelektronik gegründet. Leiter ist Prof. Dr. Uwe Probst vom Kompetenzzentrum für Nanotechnik und Photonik. Das Land Hessen unterstützt das Projekt im Rahmen des Vorhabens „Weiterentwicklung und Etablierung von Forschungsstrukturen an der THM“. Bis 2020 stehen den Raumfahrtelektronikern etwa 960.000 Euro zur Verfügung.

Die THM-Nachwuchsgruppe untersucht elektrische Weltraumantriebe aus Ingenieursicht. Zu ihren Schwerpunkten gehören die Entwicklung von Ansteuerungs-, Mess- und Regelungselektronik für den Betrieb von Ionentriebwerken und der Entwurf numerischer Modelle, mit deren Hilfe das elektrische Verhalten der Triebwerke nachgebildet werden kann. Mit ihrer Arbeit wollen die Gießener Wissenschaftler zur Entwicklung von Raumfahrtantrieben für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die Europäische Weltraumorganisation ESA beitragen.

Drei Doktoranden arbeiten zur Zeit im Labor, für das Dr. Jens Simon verantwortlich ist. Timo Baruth und Niklas Wolf werden ihre Promotionen in diesem Jahr abschließen. Andreas Reeh wurde aus Mitteln der Nachwuchsgruppe eingestellt. Kooperationspartner bei allen Promotionen ist das I. Physikalische Institut der Justus-Liebig-Universität.

Auch darüber hinaus wollen die Wissenschaftler der beiden Hochschulen kooperieren. So ist ein gemeinsames Forschungslabor für Raumfahrt geplant. Und ein Studienprogramm „Physik und Technologie für Raumfahrtanwendungen“ wollen sie ebenfalls anbieten.

Mit der JLU hat die THM bereits im Forschungsprojekt „Raumfahrtionenantriebe“ zusammengearbeitet, das vom Land Hessen im Rahmen der „Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“ (Loewe) gefördert wurde.