Der neue Greenliner von THM Motorsport Efficiency hat beim Shell Eco Marathon in London überzeugt.Seinen „Greenliner“ präsentiert der Friedberger Rennstall „THM Motorsport Efficiency“ auf dem Hessentag in Rüsselsheim. Vom 10. bis 18. Juni wird das studentische Team den Besuchern dort sein selbst konstruiertes Energiesparmobil vorstellen.

Die Entwicklung und der Bau von Wagen, die mit wenig Treibstoff möglichst weite Strecken zurücklegen können, haben am Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik und Materialtechnologie der TH Mittelhessen Tradition. „Es ist gerade in der heutigen Zeit mit den vielfältigen Diskussionen zur zukünftigen Mobilität extrem wichtig, mit solchen Projekten das Bewusstsein junger Ingenieure, aber auch der ganzen Gesellschaft für umweltfreundliche und sparsame Fahrzeugtechnologien zu wecken", erläutert Prof. Dr. Claus Breuer, Dekan des Fachbereichs und Betreuer der Initiative.

Zur Motivation der studentischen Projektgruppe trägt auch bei, dass der Rennstall regelmäßig an einem großen Wettbewerb teilnimmt. Beim internationalen „Shell Eco Marathon“ treten die Friedberger Autobauer seit Jahren mit ihrem jeweils weiterentwickelten Modell an. Im Mai 2017 konnten sie bei dieser Konkurrenz eine lange Erfolgsgeschichte fortschreiben. In London gelang es dem 13-köpfigen Team erneut, sich in der Kategorie „Prototyp mit Verbrennungsmotoren" als bester deutscher Teilnehmer zu platzieren.

Der neue Friedberger „Greenliner“, der ganz auf Leichtigkeit und geringen Luftwiderstand hin konstruiert ist, wiegt insgesamt nur 40 Kilogramm. Er schaffte es, auf dem rund anderthalb Kilometer langen Rundkurs in der britischen Hauptstadt eine Distanz von 838 Kilometern mit einem Liter Kraftstoff zu fahren. Die Strecke war sehr anspruchsvoll, hatte holprige Passagen, wies Steigungen und sehr enge Kurven auf. Deshalb konnte THM Motorsport Efficiency dort keinen neuen Reichweitenrekord aufstellen.

Die Konkurrenz war wesentlich stärker als 2015 beim Eco Marathon in Rotterdam, da nun alle Verbrennungsmotoren (Otto, Diesel und Gas) in der Kategorie zugelassen waren. Angesichts dieser Tatsache fällt die Bilanz überaus positiv aus. „Wir sind extrem glücklich, in diesem Jahr den Titel bestes deutsches Team wieder nach Friedberg geholt zu haben", so Fahrerin Sarah von Dekken, die der Hochschule und den vielen Sponsoren aus der Industrie dankte.

Kaum auf den Campus zurückgekehrt richtete Teammanager Pascal Jaeger den Blick schon auf den Hessentag: „Wir freuen uns auf jeden interessierten Besucher, insbesondere natürlich auf junge Nachwuchsingenieure!“