Die FH Gießen-Friedberg hat in diesem Wintersemester so viele Studierende wie nie zuvor. Insgesamt sind über 9500 Studentinnen und Studenten an der Fachhochschule immatrikuliert. Dieser absolute Höchststand bedeutet gegenüber dem Vergleichssemester 2004/05 einen Anstieg um rund 6 Prozent.

FH-Präsident Dietrich Wendler sieht in der starken Nachfrage eine bildungspolitisch erwünschte Entwicklung. Ein akademischer Abschluss eröffne gute berufliche Chancen und sei im Vergleich mit anderen Qualifikationen der beste Weg, dem Risiko der Arbeitslosigkeit vorzubeugen. Die Beliebtheit der FH Gießen-Friedberg bei Studieninteressierten verstehe er als Resultat der marktgerechten Ausrichtung des Studienangebots. Seine Hochschule habe sich gegenüber der Landesregierung zu dem Ziel bekannt, durch Weiterentwicklung des Lehrprogramms ihre Attraktivität zu erhöhen. Im Gegenzug sei es nun Aufgabe des Landes, die nötige finanzielle Ausstattung bereitzustellen, damit die FH Gießen-Friedberg ihren Studierenden eine hohe Ausbildungsqualität bieten könne.   

Zum Wintersemester 2005/06 haben sich 9568 (Stand: 28. September) Studierende an der FH Gießen-Friedberg eingeschrieben. Gießen haben 5738, Friedberg 3830 Personen als Studienort gewählt. Die Zahl der Studienanfänger liegt mit 1870 auf dem Niveau des Vorjahrs. Der Standort Gießen verzeichnet 1050, Friedberg 820 Erstsemester. 

Die aktuell gefragtesten Studiengänge sind Wirtschaftsingenieurwesen (Diplom, Friedberg) mit 209, Maschinenbau (Diplom, Gießen) mit 134, Informatik (Bachelor, Gießen) mit 113 und Betriebswirtschaft (Bachelor und Diplom, Gießen) mit 109 Neuimmatrikulierten. Bei den zulassungsbeschränkten Studiengängen überstieg die Bewerberzahl das Kontingent der zur Verfügung stehenden Studienplätze zum Teil um das 10-fache.