Ausgezeichnete Designs mit ihren studentischen Schöpferinnen und Schöpfern sowie Prof. Dr. Nicolas Qyll (hinten r.): THM-Studierende haben erneut Spitzenplätze im internationalen Wettbewerb „Poster Design 2026“ der United Designs Alliance errungen.Erneuter Erfolg für den Studiengang Digital Media Systems (DMS) der THM: Studierende des Medienschwerpunkts wurden beim internationalen Wettbewerb „Poster Design 2026“ der United Designs Alliance (UDA) mehrfach ausgezeichnet. Im Grundlagenkurs „Visuelle Kommunikation“ von Prof. Dr. Nicholas Qyll entstanden zwei Plakatserien, die die internationale Jury mit Gold- und Bronze-Auszeichnungen würdigte.

Die UDA ist eine internationale Organisation für Kommunikationsdesign, die den fachlichen Austausch zwischen Designpraxis und Designausbildung fördert und jährlich mehrere Wettbewerbe ausrichtet. Beim diesjährigen Poster Design Award überzeugten gleich zwei studentische Projekte der THM.

Mit einem Gold Award wurde das Team Victoria Badeke, Kristina Bus, Sarah Gloger, Sophia Haupt und Ben Werner für die Plakatserie „mindness.“ ausgezeichnet. Das Projekt übersetzt psychische Erkrankungen wie ADHS, Angststörungen, Depression, Zwangsstörungen und Suchterkrankungen in ein eigenständiges, symbolisches Form- und Farbkonzept. Ausgangspunkt der Gestaltung ist die abstrahierte Silhouette eines menschlichen Kopfes, aus der sich themenspezifische visuelle Strukturen entwickeln. Entstanden ist die Serie für eine selbst konzipierte Veranstaltungswoche, die für psychische Gesundheit sensibilisieren sowie Verständnis und Aufklärung fördern soll.

Auch das Projekt „Material spricht – eine Kunstausstellung zu plastischen Designprinzipien“ wurde von der Jury ausgezeichnet. Melissa Erdmann erhielt dafür einen Gold Award, Angelina Bensberg, Janina Euler und Maximilian Glorius wurden jeweils mit Bronze geehrt. Die Plakatserie übersetzt grundlegende Designprinzipien wie Rhythmus, Bewegung, Kontrast und Symmetrie in experimentelle Fotografien alltäglicher Materialien. Ergänzend entwickelten die Studierenden das Gestaltungssystem für eine Informationskampagne sowie ein Buchcover weiter und demonstrierten so dessen medienübergreifende Anwendbarkeit.

„Ich verstehe Gestaltung nicht als bloße Aufhübschung, sondern als konzeptionelles Denken in visuellen Systemen. Gutes Design lebt von den Details. Genau dafür entwickeln die Studierenden im Kurs ein Gespür. Dass ihre Arbeiten damit erneut international ausgezeichnet wurden, freut mich ganz besonders“, sagt Prof. Dr. Nicholas Qyll. Die prämierten Arbeiten entstanden in seinem Grundlagenkurs „Visuelle Kommunikation“. Dort erwerben die Studierenden die gestalterischen Grundlagen, um kreative Lösungen für komplexe Kommunikationsaufgaben systematisch zu entwickeln. Bereits im vergangenen Jahr hatte eine seiner studentischen Kursgruppen einen Bronze Award im Wettbewerb der UDA geholt – damals ging es um die Übersetzung von Emotionen in eine ausdrucksstarke Plakatserie für eine eigens konzipierte Kunstausstellung.