Die  Maschinenbaustudenten Marvin Becker (links) und Kenneth Schilbe haben ihre Bachelorarbeiten bereits im Rahmen des Projekts angefertigt. „Interesse, Enthusiasmus und Engagement“ wünschen sich in einer Ausschreibung die Maschinenbau-Professoren Dr. Klaus Herzog und Dr. Claus Breuer von allen, die beim neuesten Projekt von THM Motorsport mitmachen wollen. Aufgabe ist Entwicklung und Bau eines Rennmotorrads mit Verbrennungsmotor. Damit will die Gruppe von der Technischen Hochschule Mittelhessen im Herbst an einem internationalen Wettbewerb teilnehmen.

Die „MotoStudent International Competion“ wird zum sechsten Mal ausgetragen. 74 Hochschulteams aus 17 Ländern beteiligten sich an der letzten Veranstaltung. Die Konkurrenten treten in dem Wettbewerb in 15 verschiedenen Wertungskategorien gegeneinander an. Dazu gehören in der ersten Phase zum Beispiel Konzeptentwicklung, Design oder die Qualität der Dokumentation von Tests. Beim Finale im spanischen Alcañiz geht es im Oktober auf dem Kurs von „MotorLand Aragón“ um die technische Leistungsfähigkeit der Motorräder: Bewertet werden unter anderem Bremsen, Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit und die Wendigkeit des Fahrzeugs. Das Abschlussrennen führt über zwölf Runden á fünf Kilometer.

Zum aktuellen THM-Team gehören vor allem Studenten der Fachbereiche Maschinenbau und Energietechnik aus Gießen und Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnologie aus Friedberg. Dabei sind aber auch angehende Elektro- und Wirtschaftsingenieure. Weitere Interessenten können sich bei den betreuenden Professoren melden. Die Mitglieder der Gruppe bearbeiten jeweils Teilaufgaben in ihren Projekt-, Bachelor- oder Masterarbeiten. Auf regelmäßigen Treffen wird das Projekt koordiniert.

CAD-Modell des THM-MotorradIn ihren Arbeiten entwickeln die Studenten selbständig Teilkomponenten des Motorrads wie Lenk- und Bedienelemente, Fahrzeugelektrik und -elektronik, das Kühl- und Kraftstoffsystem oder das Ansaug- und Abgassystem für den Motor. Etwa zehn Arbeiten laufen aktuell oder sind bereits abgeschlossen.

„Bei uns können die Studenten ihr Wissen aus dem Studium in ein reales Industrieprojekt einbinden,“ so Breuer und Herzog. Sie lernten im Team zu arbeiten, enge Zeitpläne einzuhalten und mit Ingenieuren anderer Fachrichtungen zu kooperieren. Sponsoren aus der Industrie unterstützen die Gruppe. Zur Finanzierung tragen auch Landesmittel zur Verbesserung der Qualität der Lehre und der Studienbedingungen bei.

Das THM-Team, das zum ersten Mal dabei ist, will vor allem Erfahrungen sammeln. Claus Breuer hat allerdings ein ehrgeiziges Ziel ausgegeben: „Bestes neues Team wollen wir schon werden.“