Prof. Dr. Achim Vogelsberg begrüßte die Gäste zum Fachkongress Holzbau in Gießen.Fast 200 Gäste folgten der Einladung zum „2. Fachkongress Holzbau in Hessen“ an die Technische Hochschule Mittelhessen nach Gießen. Im Auditorium waren vor allem Architekten, Bauingenieure und Handwerker, aber auch Studentinnen und Studenten. Veranstalter war neben der THM die Initiative „pro holzbau hessen“.

Gertrudis Peters, Geschäftsführerin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, forderte in einem Grußwort, dem Holzbau mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Er stehe für Nachhaltigkeit beim Bauen und leiste einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz. Zwar nehme der Anteil der Holzbauten in Hessen leicht zu, dabei handle es sich aber fast ausschließlich um Einfamilienhäuser.

Der mehrgeschossige Holzbau war Gegenstand in Vorträgen von Prof. Dr. Stefan Winter (TU München) und des Berliner Architekten Tom Kaden. In ihren Beiträgen berichteten sie über Hochhäuser aus Holz, darunter zum Beispiel über das „Hoho Wien“, das 24 Stockwerke hat. In zwei weiteren Themenblöcken widmeten sich Fachleute aus Wissenschaft und Praxis dem Brandschutz in mehrgeschossigen Wohngebäuden und den Chancen, durch Umnutzung von Gewerbegebäuden und Aufstockung bestehender Bauten ressourcenschonend neuen Wohnraum zu schaffen.

THM-Professor Dr. Achim Vogelsberg, Vorsitzender von „pro holzbau hessen“ und Gastgeber der Tagung, zog ein positives Resümee: „Der Kongress war ein voller Erfolg. Die große Resonanz zeigt, dass die Holzbauweise endlich eine hohe Akzeptanz erfährt. Da Bauen mit Holz erheblich zur CO2-Reduzierung beitragen kann, wird es mehr und mehr von Bund und Ländern unterstützt. Das führt dazu, dass sich auch immer mehr Planer damit auseinandersetzen.“