Am Modell verschafften sich die Besucher von der THM einen Überblick über die Zeche Zollverein. In drei europäische Nachbarländer führte eine fünftägige Exkursion der TH Mittelhessen. Etwa 40 Studenten und Beschäftigte des Gießener Fachbereichs Elektro- und Informationstechnik bekamen dabei einen Einblick in Berufsfelder für Elektrotechniker und besuchten historische Stätten.

Erste Station der Reise war der Tagebau Garzweiler nahe Köln. Dort fördert eine Tochtergesellschaft des RWE-Konzerns pro Jahr fast 40 Millionen Tonnen Braunkohle. Am zweiten Tag stand das Interuniversity Microelectronics Centre im belgischen Löwen auf dem Programm. Das Forschungszentrum für Nano- und Mikroelektronik beschäftigt 3500 Mitarbeiter aus 70 Ländern. Unter anderem konnten die Gäste einen über 4000 Quadratmeter großen Reinraum besichtigen, der staub- und vibrationsfrei ist und eine konstante Temperatur von 22 Grad hat.

Via Eurotunnel ging es anschließend nach Bletchley Park, etwa 70 Kilometer nordwestlich von London. Die dort angesiedelte militärische Dienststelle war im zweiten Weltkrieg mit der Entzifferung des geheimen deutschen Nachrichtenverkehrs befasst. Heute hat Großbritanniens Nationale Computermuseum seinen Sitz im Herrenhaus von Bletchley Park.

Der Rückweg führte über das niederländische Eindhoven, wo die Gruppe die Firma Raith BV besuchte, einen Hersteller von Halbleiterchips. Die Zeche Zollverein in Essen war der letzte Programmpunkt der Exkursion. Das 1986 stillgelegte Steinkohlebergwerk ist heute ein Industriedenkmal und gehört seit 2001 zum Unesco-Welterbe.