Prof. Dr. Hamid Hossain (links) bereitet mit Studierenden der Krankenhaushygiene die Präsentation zur IIPW vor.Ein Team der Technischen Hochschule Mittelhessen will die Öffentlichkeit über Infektionskrankheiten aufklären. Diese Erkrankungen bilden in den Industrienationen die dritthäufigste Todesursache. Krankenhausinfektionen mit zum Teil multiresistenten Erregern bereiten der Medizin zunehmend Probleme. Die International Infection Prevention Week (IIPW) ist als Kampagne zur Infektionsverhütung vor allem in englischsprachigen Ländern etabliert.

Dr. med. Hamid Hossain, Professor für Krankenhaushygiene an der THM, hat die Initiative ergriffen, um nach dem Beispiel der IIPW erstmals auch in Mittelhessen die Öffentlichkeit zu informieren.  „Wir brauchen mehr Aufklärung über Infektionsverhütung. Es gibt eine große Verunsicherung über Krankenhauskeime. Die Menschen haben Angst ins Krankenhaus zu gehen. Im Rahmen der IIPW zeigen wir, wie Krankenhauskeime entstehen und wie man sich davor schützen kann. Wir wollen Ängste abbauen, statt sie zu schüren", so Prof. Hamid Hossain.

Zu diesem Zweck hat der Hochschullehrer eine Reihe von Aktionen geplant, bei denen sich auch Studierende des THM-Studiengangs Krankenhaushygiene engagieren. Am 8. und 9. November wird es Info-Stände für Patienten und Besucher in Krankenhäusern geben. Am 11. November gastiert die Gruppe als Anlaufstelle für die Bevölkerung im Gießener Seltersweg. Dort zeigen die Hygienespezialisten, wie Krankenhauskeime entstehen und welche hygienischen Schutzmaßnahmen vom Krankenhaus ergriffen werden. Alle Interessierten haben dann die Gelegenheit,  mit Fachleuten zu sprechen und sich praktische Tipps zur Infektionsprävention zu holen. Der Stand des THM-Teams zur IIPW ist ab 10 Uhr im Seltersweg (Ecke Löwengasse) geöffnet.