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KI-Anwendungen hautnah erleben: Das Projekt ALQUA (Automatisierte Linsenfertigung und Qualitätssicherung) beschäftigt sich mit der automatisierten Linsenfertigung.Automatisierte Linsenfertigung oder eine KI-gestützte EKG-Analyse: An der THM entstehen innovative Lösungen mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz. Als Innovationskraft in Friedberg fördert die Hochschule die Entwicklung intelligenter Technologien. Einen Einblick bot die Veranstaltung „KI made in Friedberg“ im ZukunftsRaum.

Gemeinsam hatten die Technische Hochschule Mittelhessen, das Hessische Zentrum für Künstliche Intelligenz (hessian.ai) und die Stadt Friedberg zu der Veranstaltung eingeladen. Zum Auftakt gab Prof. Dr. Michael Guckert (Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung und Gründungsmitglied von hessian.AI) einen Einblick in die KI-Forschung an der THM sowie die Aktivitäten von und mit hessian.AI. Dr. Jennifer Hannig, Leiterin der Forschungsgruppe „TimeXAI“ am Kompetenzzentrum für Informationstechnologie (KITE), stellte Projekte vor, die die Entscheidungen von KI nachvollziehbar machen sollen. Dr. Nils Gumpfer, Postdoktorand der Forschungsgruppe „TimeXAI“, präsentierte ein Projekt zur KI-gestützten EKG-Analyse (ECG4Africa) vor. Dieses soll medizinisches Fachpersonal in unterversorgten Regionen unterstützen, Diagnosen verbessern und bessere Behandlungsergebnisse ermöglichen.

„KI made in Friedberg“ präsentiert KI-Projekte im Zukunftsraum. Mit dabei: Dr. Thomas Pauls (Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Wetterau), Philipp Linde (ZukunftsRaum Friedberg), Dr. Jennifer Hannig (Leiterin der Forschungsgruppe „TimeXAI“ am Kompetenzzentrum für Informationstechnologie), Prof. Dr. Michael Guckert (Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung) und Dr. Nils Gumpfer (Postdoktorand der Forschungsgruppe „TimeXAI“). Im Anschluss hatten die rund 30 Gäste die Möglichkeit, KI-Anwendungen, die am Campus Friedberg entstehen, hautnah zu erleben: ALQUA (Automatisierte Linsenfertigung und Qualitätssicherung) beschäftigt sich mit der automatisierten Linsenfertigung. Dabei kommt ein hochauflösendes Digitalmikroskop zum Einsatz, das mithilfe eines KI-gestützten Systems Fehler erkennt und automatisch Rückschlüsse zieht – mit dem Ziel, diese unmittelbar anzupassen und so die Qualität zu verbessern.

Besonders anschaulich: Die Mitmach-Station „Fruchtige KI – Explainable AI in Action“, bei der die Teilnehmenden mit einer App experimentieren konnten, das Obstsorten wie Äpfel und Birnen erkennt. Die Anwendung zeigt nicht nur, wie die Klassifikation funktioniert, sondern macht das Prinzip nachvollziehbar. Eine beliebte Station war auch der sogenannte YOLO-Koffer (You only look once) zur Live-Objekterkennung. Mit Hilfe einer Webcam erkennt und benennt die Künstliche Intelligenz Objekte in Echtzeit.

Eine begleitende Poster-Ausstellung informierte über weitere KI-Forschungsvorhaben der THM. Die Veranstaltung bot so nicht nur die Möglichkeit, sich zu informieren, sondern diente auch dem Austausch. „Die THM hat riesiges Innovationspotenzial“, sagte Philipp Linde vom Zukunftsraum Friedberg.