Benedikt ten Hoorn (links) und Joscha Patrick Lamers ermittelten auf dem Friedberger Campus Daten für eine künftige Energieversorgung und machten Anfang August ihren Master im Studiengang Maschinenbau Mechatronik.Die Technische Hochschule Mittelhessen erarbeitet für ihren Gebäudebestand ein Energiekonzept zur Steigerung der Energieeffizienz und Reduktion der CO2-Emissionen. Das geschieht im Zuge der Innovations- und Entwicklungsförderung durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Übereinstimmend mit den Zielen der hessischen Landesregierung soll mittelfristig eine CO2-neutrale Hochschule erreicht werden.

Am THM-Standort Friedberg haben jetzt die beiden Masterstudenten Joscha Patrick Lamers und Benedikt ten Hoorn Konzepte für die Umsetzung der Zielvorgaben erstellt, die sich auf die dortigen Gebäude A und B erstrecken. Betreut wurden deren kürzlich abgeschlossene Masterarbeiten von Prof. Dr. Hans Minkenberg (Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik und Materialtechnologie) und von Dr. Jochen Stengel, dem Leiter der Abteilung Facility Management (FM).

Die Ausführung der Arbeiten auf dem Campus Friedberg erwies sich als besondere Herausforderung. Denn die beiden Studenten mussten die Lösung ihrer Aufgaben so angehen, dass sie sich bei der Datenaufnahme wie in einem komplexen „Reallabor“ auf diesen Gebäudebereich konzentrierten. Dabei untersuchte Joscha Patrick Lamers basierend auf einer umfangreichen Bestandsanalyse vorhandener Anlagen und der Ermittlung von Strom-, Gas- und Wärmeverbräuchen Maßnahmen zur Modernisierung und Effizienzsteigerung der Friedberger Heizzentrale.

Benedikt ten Hoorn hatte den Auftrag, Konzepte für eine mittelfristig CO2-neutrale Gestaltung der Energieversorgung beider Gebäude auszuarbeiten. Durch die Kombination verschiedener Maßnahmen wie Einsatz von Wärmespeichern, Wärmepumpentechnologie und Erweiterung der Photovoltaik-Anlagen lassen sich die CO2-Emissionen drastisch reduzieren. Um die Realisierung solcher Schritte wirtschaftlich bewerten zu können, ist es von entscheidender Bedeutung, wie sich die Kosten für die Gas- und Stromversorgung sowie die Bepreisung von CO2 entwickeln.

Prof. Minkenberg bewertete die gewonnenen Erkenntnisse sehr positiv und bilanzierte: „Die Ergebnisse der Masterarbeiten liefern wichtige Eckdaten für zukünftige Investitionsentscheidungen im Bereich der Energieversorgung am THM-Standort Friedberg.“