Unter dem Motto „Farming Mars“ mussten die autonomen Roboter diverse Aufgaben auf dem Wettbewerbstisch absolvieren.An der Technische Hochschule Mittelhessen (THM) hat der deutsche Vorentscheid des jährlichen Eurobot-Wettbewerbs stattgefunden. Die THM wurde dabei durch die studentische Arbeitsgruppe „Mobile Autonomous Modular Universal Technology (M.A.M.U.T.) Robotics“ vertreten, deren Mitglieder am Campus Gießen die Veranstaltung ausrichteten. Die Gesamtorganisation lag in den Händen von Prof. Dr. Thomas Glotzbach, der seit fast fünf Jahren die M.A.M.U.T.-Gruppe an der THM betreut.

Eurobot ist eine internationale Veranstaltung, die seit 1998 jährlich von der französischen Non-Profit-Organisation Planète Sciences organisiert wird. Für den Vorentscheid reisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland an, um ihre selbst gebauten Roboter gegeneinander antreten zu lassen. In diesem Jahr lautete das Motto „Farming Mars“. Innerhalb von 100 Sekunden mussten die Roboter künstliche Pflanzen, die auf einem drei mal zwei Meter großen Spielfeld ausgelegt waren, einsammeln und in definierten Endzonen ablegen sowie Solarzellen in eine bestimmte Richtung drehen. In den letzten zehn Sekunden mussten zudem einige kleinere Roboter aus einer Startzone zu bestimmten Zielpunkten bewegt werden. Während der gesamten Spielzeit waren keine manuellen Eingriffe erlaubt – die Roboter mussten autonom agieren. Die erfolgreich absolvierten Aufgaben wurden mit Punkten bewertet. Das Team Mai Senior vom Gymnasium Markt Indersdorf erlangte den Sieg. Im Finale des Wettbewerbs im französischen La Roche-sur-Yon müssen sie sich erneut beweisen.

Zwischen den Wettbewerbsrunden wurde teilweise bis spät in die Nacht an den Robotern getüftelt und programmiert, wobei auf die Hilfe der anderen immer Verlass war. „Wir treten zwar im Wettbewerb gegeneinander an, aber die eigentlichen Gegner sind nicht die anderen Teams, sondern die technischen Herausforderungen im Bereich der Robotik“, fasste Glotzbach den Teamgeist zusammen.