Das Präsidium und die Dekane der FH Gießen-Friedberg haben Zielvereinbarungen für die Jahre 2005 – 2008 abgeschlossen. Darin sind für jeden der elf Fachbereiche und das Wissenschaftliche Zentrum Duale Hochschulstudien Richtgrößen und Leitlinien der Entwicklungsplanung festgeschrieben.

Die jeweiligen Konzepte enthalten konkrete Ziele, deren Realisierung im Rahmen der kontinuierlichen Fortsetzung des Planungsprozesses überprüft werden kann. Präsident Prof. Dr. Dietrich Wendler sieht in dieser Verständigung auf definierte Werte und Leistungen eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der FH Gießen-Friedberg in den nächsten Jahren. „Wir können künftig nur dann national und international konkurrenzfähig arbeiten - also z.B. trotz schrumpfender Budgets attraktive, qualitätvolle Studiengänge anbieten -, wenn die Hochschule als Ganze Geschlossenheit beim Abstecken ihres Kurses und bei der Konkretisierung der notwendigen Schritte zeigt.“    

In ihrer Grundordnung verpflichtet sich die Fachhochschule, zwischen Präsidium und Fachbereichen Zielvereinbarungen abzustimmen. Sie sollen die Richtung der gesamten Hochschulentwicklung mit den Zukunftskonzepten der einzelnen Fachbereiche koordinieren, die Zuweisung der Budgets mit verbindlichen Einigungen über strukturelle Maßnahmen verbinden sowie Verantwortlichkeiten und Fristen für beschlossene Schritte festlegen.

Ein zentraler Auftrag der aktuellen Vereinbarungen, dessen Erfüllung sich alle Fachbereiche in Gießen und Friedberg bis 2008 zum Ziel setzen, ist die Begrenzung des Anteils fixer Personalkosten auf 85 Prozent des jeweiligen Budgets. Auf diese Weise soll der finanzielle Spielraum der Fachbereiche erhöht werden, so dass mehr Mittel z.B. für die Forschung, die Pflege internationaler Kooperationen, für Sonderprojekte in der Lehre oder Verbesserungen der Ausstattung zur Verfügung stehen.

Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld, für das in den Zielvereinbarungen zukunftsorientierte Lösungen formuliert werden, ist die Entwicklung der Studiengänge. In der Phase von 2005–2008 werden die Bemühungen vieler Fachbereiche vor allem der Umstellung auf Studienprogramme gelten, die zu den internationalen Abschlüssen Bachelor und Master führen. Die jeweiligen Einzelpläne enthalten auch verbindliche Aussagen zur Steigerung des Anteils weiblicher und ausländischer Studierender. Außerdem verpflichten sich die Fachbereiche darin u.a. dazu, die Qualität ihrer Lehrveranstaltungen durch fortgesetzte Evaluierung zu sichern und gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um die Studienabbrecherquote zu senken.