Zum Abschluss der Feier in der Friedberger Stadthalle gesellten sich Geförderte, Förderer und Verantwortliche der THM auf der Bühne zueinander. „Seit Beginn des ersten Semesters habe ich das Glück, von der Sigi und Hans Meder Stiftung gefördert zu werden. Diese Förderung ist dabei viel mehr als eine finanzielle Erleichterung. Sie ist eine Anerkennung der bisher erbrachten Leistungen und des Engagements sowie eine Vertrauensbekundung. Ich denke jeder Stipendiat hier wird mir zustimmen, dass es sehr schön und motivierend ist, wenn man den Brief der THM in den Händen hält, der einem die Aufnahme in das Deutschlandstipendium bestätigt.“

So beschrieb Nathalie Schneider, Studentin der Biopharmazeutischen Technologie an der TH Mittelhessen, was es bedeutet, ein Deutschlandstipendium zu bekommen. Mit ihrer Ansprache bei der Vergabefeier in der Stadthalle Friedberg dankte sie im Namen aller THM-Stipendiaten der aktuellen Auswahlrunde den Stiftern und Organisatoren. Das Deutschlandstipendium, das 300 Euro monatlich beträgt, wird für eine Mindestlaufzeit von einem Jahr gewährt. Die eine Hälfte des Förderbetrags stammt vom Bund, die andere von privaten Geldgebern. Ausgeschrieben wird die Unterstützung für überdurchschnittliche Studienleistungen, die einhergehen mit sozialem Engagement.

Beim Festakt nach der siebten Vergaberunde erhielten insgesamt 66 Studentinnen und Studenten der Hochschule ihre Förderurkunden. THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems freute sich über die neue Rekordzahl und hob hervor: „Im Empfängerkreis sind alle Fachbereiche und unsere drei Standorte Gießen, Friedberg und Wetzlar vertreten.“ Er gratulierte den ausgewählten Studierenden dazu, nicht nur am Eigennutz orientiert zu sein, sondern sich auch für das Gemeinwesen einzusetzen. Damit verband er den Appell: „Heute fehlt es oft an Wertschätzung für das, was Deutschland für uns alle leistet. Ich wünsche mir, dass Sie aus dieser Feier herausgehen und sich nicht nur über die Auszeichnung durch das Stipendium freuen, sondern auch erkennen, dass unser Bildungssystem Ihnen eine goldene Zukunft eröffnet!“

Die Stipendiatin Nathalie Schneider dankte den Stiftern für eine materielle Förderung mit starker Motivationskraft.Mit jeweils zehn Stipendiaten liegen die Fachbereiche Wirtschaft (Gießen) sowie Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung (Friedberg) aktuell bei der Zahl der Geförderten vorne. Insgesamt 22 Studentinnen wurde dieses Mal ein Deutschlandstipendium zuerkannt. Diese 33 Prozent entsprechen dem Frauenanteil an der TH Mittelhessen, die als Hochschule mit starkem ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt deutlich mehr männliche Immatrikulierte hat.   

Sieben neue Förderer konnte die Hochschule für diese Vergaberunde gewinnen: ALD Vacuum Technologies, Bosch Thermotechnik, CSL Behring, IB&T Ingenieurbüro, Ingenieurbüro Zick-Hessler, Duale Studienmodelle Friedberg und LMT Medical Systems.

Zum wiederholten Mal Stipendien gestiftet haben an der THM die Unternehmen: Artemis, Bender, Doering, Effage Rail, Ferchau Engineering, Isabellenhütte, Lück Invest, Meyer Quick Service Logistics, die OVAG, RIB Software, die Volksbank Mittelhessen, Weber Maschinenbau, Leonhard Weiss, Wittfeld, WSP Infrastructure Engineering und ZES Zimmer Electronics. Erneut engagierten sich auch die Ludwig-Schunk-Stiftung, die Gemeinnützige Stiftung der Sparkasse Gießen, die Johannes Hübner Stiftung, die Prof. Dr. Dieter Bopp Stiftung, die Sigi und Hans Meder Stiftung, die Studienstiftung hessischer Ingenieure, das Direktorium des ZDH sowie verschiedene Vereine.