Schüler beim RoboterversuchWie ein moderner Industrieroboter funktioniert, hatten fast alle schon einmal im Fernsehen gesehen. Wie man ihn selbst programmiert, lernten Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 jetzt an der Fachhochschule in Friedberg.

Eingeladen hatte Prof. Dr. Klaus Brillowski, der an der FH Gießen-Friedberg Robotik lehrt und das Mechatroniklabor leitet. Eine Woche lang nutzten die Gäste von der Butzbacher Weidigschule und der Wolfgang-Ernst-Schule in Büdingen die Gelegenheit, in kleinen Gruppen an zwei Industrierobotern zu arbeiten. Am Ende konnten die Schüler ihren Lehrern die ersten selbstgeschriebenen Programme präsentieren und sich freuen, dass die Roboter tatsächlich die Operationen ausführten, die sie ihnen aufgegeben hatten. Wolfgang Bacher, Fachbereichsleiter in Büdingen, und Wolfgang Berndt, der an der Weidigschule eine „Jugend-forscht“-Gruppe leitet, beobachteten anerkennend, wie die Roboter zum Beispiel Bausteine griffen und sie sortierten. Den Schülerinnen und Schüler machte ihre Arbeit Spaß und für etliche stand am Ende der Laborwoche fest: „Ich werde Mechatronik-Ingenieur.“

Die relativ neue Fachrichtung Mechatronik ist an der Nahtstelle von Maschinenbau und Elektrotechnik angesiedelt. Sie bekannt zu machen, war das Ziel von Prof. Brillowski: „Wir wollen mit Aktionen wie den Labortagen an der FH in Friedberg den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, sich praktisch über das Berufsbild von Mechatronik-Ingenieuren zu informieren. Aber wir wollen auch, dass sie erfahren, wie spannend Technik sein kann – und hier besonders die Robotik.“

Der Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnologie will die Labortage künftig regelmäßig wiederholen. Lehrer, die mit ihren Schülern das Robotiklabor besuchen wollen, können sich mit dessen Leiter in Verbindung setzen (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).