Der hessische Hochschulpakt für die Jahre 2021 bis 2025 ist unterschrieben. Darin haben die Landesregierung und die Hochschulen die Rahmenbedingungen für die Hochschulentwicklung in den kommenden fünf Jahren vereinbart.

Das reguläre Budget steigt während der Laufzeit des Pakts pro Jahr um vier Prozent. „Wir haben damit mittelfristig eine hohe Planungssicherheit“, betont Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident der TH Mittelhessen. Für seine Hochschule liegt das Haushaltsplus im Jahr 2021 bei 4 Millionen Euro.
Zusätzliches Geld erhalten die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zum Aufbau eines akademischen Mittelbaus. Die dafür vorgesehene Summe soll an der THM von 1,2 Millionen Euro im kommenden Jahr auf knapp 5 Millionen in 2025 steigen. Für Willems ist das die größte Errungenschaft. „Anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung gehören seit vielen Jahren zu den gesetzlichen Aufgaben der HAW. Ohne eine hinreichende personelle Ausstattung haben unsere Professorinnen und Professoren in der Vergangenheit Erstaunliches auf diesem Gebiet geleistet. Sie haben dabei in Kooperationsprojekten zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen mittelständischen Wirtschaft beigetragen. Mit der im kommenden Jahr beginnenden Finanzierung des Mittelbaus erkennt die Politik nun die wichtige Rolle an, die die praxisnahe Forschung an den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften spielt.“

Der neue Hochschulpakt sorgt für zufriedene Gesichter bei der Landesregierung und bei den Hochschulleitungen. (Foto: Hessische Staatskanzlei / Thomas Lohnes). Foto: Thomas Lohnes / Hessische StaatskanzleiAußerdem wird die THM acht zusätzliche Professorinnen und Professoren pro Jahr einstellen können. Bis zum Jahr 2025 wird sich die Professorenschaft der Hochschule also um 40 Neuberufene vergrößern. Das biete die Chance, die Betreuungsrelation deutlich zu verbessern, so Willems.

„Die Budgetsteigerung um vier Prozent liegt deutlich höher als im letzten Hochschulpakt. Wir haben lange verhandelt, und nach meiner Überzeugung können wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Trotzdem aber gilt: Wir leben auch künftig nicht im Überfluss und müssen weiter sparsam wirtschaften Und wir haben auch eine Verantwortung dafür, die öffentlichen Mittel so einzusetzen, dass sie der Gesellschaft den größtmöglichen Nutzen bringen“, resümiert Willems.