Foto (Tim Lochmüller):  Prof.  Matthias Willems (Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen), Wissenschaftsministerin Angela Dorn, Prof. Katharina Krause (Präsidentin der Philipps-Universität Marburg), Prof.  Joybrato Mukherjee (Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen) und Landtagspräsident Boris Rhein beim Informationsabend des FCMH im Hessischen Landtag (von links).Ob es um Herz- und Lungenerkrankungen, den Klimawandel, Epidemien, Digitalisierung oder die Energie von morgen geht – die großen Fragen unserer Zeit können besser mit vereinten Kräften erforscht werden. Dies tun Forscherinnen und Forscher der Justus-Liebig-Universität, der Philipps-Universität und der TH Mittelhessen seit vielen Jahren in Verbundprojekten - seit November 2016 unter dem Dach des Forschungscampus Mittelhessen. Dort bündeln die drei Hochschulen ihre Stärken in Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung. Im Hessischen Landtag stellten sie jetzt dessen Arbeit vor. Dabei kamen Vertreter des Forschungscampus Mittelhessen, ausgewählte Repräsentanten der Region und etwa 50 Abgeordnete zusammen.

Boris Rhein, Präsident des Hessischen Landtags und bis Januar Wissenschaftsminister, betonte bei der Begrüßung, dass der Forschungscampus ein wichtiger Schritt zur Förderung der Bildungs- und Wirtschaftsregion Mittelhessen sei. „Er nutzt nicht nur den drei mittelhessischen Hochschulen – er bringt die gesamte Region voran.“

Seine Nachfolgerin Angela Dorn lobte den FCMH als wichtige strukturfördernde Institution. „Wir haben hier in Mittelhessen ein wegweisendes Best-Practice-Beispiel, das zeigt, wie hochschultypübergreifende Kooperation funktionieren kann: Mit Austausch auf Augenhöhe und gegenseitigem Voneinander-Lernen. Mich beeindruckt besonders die von Vertrauen getragene enge fachliche Zusammenarbeit der drei Hochschulen. Der Schlüssel zum Erfolg war es, gemeinsame Stärken zu identifizieren, um so im Rahmen einer miteinander abgestimmten Entwicklungs- und Strukturplanung das Potential der Wissenschaftsregion Mittelhessen besser zur Geltung zu bringen.“

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der neun Campus-Schwerpunkte und vier Profilbereiche präsentierten ihre Projekte. Hierbei stand die gemeinsame vom Land geförderte Forschung im Zentrum. „Dank unserer langjährigen vertrauensvollen Zusammenarbeit haben wir in Mittelhessen die Weichen so gestellt, dass wir in weiten Teilen fachlich komplementär aufgestellt sind und bei großen Verbundforschungsvorhaben ideal zusammenarbeiten und erfolgreich für Hessen und den Wissenschaftsstandort Deutschland sein können“, sagte Prof. Dr. Katharina Krause, Präsidentin der Philipps-Universität, in ihrer Begrüßungsansprache.
Die Bedeutung des Forschungscampus für die Gewinnung exzellenter Köpfe und die Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses betonte THM-Präsident Prof. Dr. Matthias Willems. „Wir haben am Forschungscampus eine kooperative Promotionsplattform etabliert. Sie bietet hochqualifizierten Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen für angewandte Wissenschaften einen komfortablen Zugang zur Promotion und sichert deren Qualität. Wir haben außerdem das bundesweit erste hochschultypübergreifende Promotionszentrum für Ingenieurwissenschaften gegründet. Damit gibt es nun auch in Mittelhessen die Möglichkeit der Promotion zum Dr.-Ing.“

Gemeinsam neue Potentiale entfalten. Dieses Motto gelte auf allen Handlungsfeldern des Forschungscampus, so Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus-Liebig-Universität, der den Blick in die Zukunft richtete: „Wichtig ist uns zu betonen, dass die Zusammenarbeit im Forschungscampus Mittelhessen auf Dauer angelegt ist. Wir ruhen uns nicht auf unseren Erfolgen aus, sondern planen zukunftsweisende Projekte, wie den Aufbau einer gemeinsamen Forschungsinfrastrukturplattform“.