Das Heizkraftwerk West der Mainova AG ist der älteste Erzeugungsstandort zur Stromversorgung der Stadt Frankfurt. Seit Ende des 19. Jahrhunderts versorgt es die Mainmetropole mit Strom, wenig später auch mit Wärme. Dass es auch heute Inputs für die Zukunft liefert, haben Studierende der THM aus Friedberg erlebt.
Die Studierenden des Friedberger Fachbereichs M (Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnologie) lernten im laufenden Betrieb, warum das historische Kraftwerk noch heute ein wichtiger Standort im Fernwärme-Verbundnetz der Stadt Frankfurt ist. Es wurde in den vergangenen Jahrzenten wiederholt modernisiert, sodass es den wachsenden Ansprüchen der Energieversorgung genügt. So wurde – und werden bis heute – Strom und Wärme überwiegend auf Basis der Steinkohleverbrennung unter Nutzung von Dampfturbinen erzeugt. Parallel wird seit vielen Jahren eine Gasturbine betrieben, sodass schnelle Lastwechsel im Stromnetz ausgeglichen werden können. Derzeit wird das Heizkraftwerk mit zwei weiteren modernen Gasturbinen ausgerüstet, die „Wasserstoff ready“ sind.
Ziel ist es, die Kohleverbrennung vollständig einzustellen und das Kraftwerk 2027 auf den Gasturbinenbetrieb umzustellen. Werden die Gasturbinen zunächst noch mit Erdgas befeuert, so ist das übergeordnete Ziel, sie in absehbarer Zukunft mit Wasserstoff zu betreiben. So möchte die Mainova AG durch die CO2-freie Verbrennung einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig den vollständigen Ausstieg aus der Kohleverbrennung umsetzten
Den Studierenden aus dem Studienschwerpunkt Energie- und Antriebstechnik wurde eingehend die Funktion des Heizkraftwerkes erläutert und so das theoretische Wissen aus der Lehre anschaulich und praxisnah vermittelt. Insbesondere der Rundgang durch den Maschinenkomplex trug dazu bei. Begleitet wurde die Exkursionsgruppe von Dr. Claudia Weise, Prof. Dr.-Ing. Hans Minkenberg, Prof. Dr.-Ing. Roland Dückershoff und dem Laboringenieur Steven Pauly vom Friedberger Fachbereich M.