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Eine neue Laseranlage bietet an der FH in Friedberg zusätzliche Möglichkeiten, im Studium nichtmetallische Werkstücke zu bearbeiten. Sie wird vor allem im Studiengang Physikalische Technik zu Ausbildungszwecken genutzt.

Die Anlage ist mit einem 50 W CO2-Laser in Verbindung mit einer „fliegenden Optik“ ausgestattet. Ihre computergestützte Steuerung funktioniert mit unterschiedlichsten Datenformaten. Es können Werkstücke bis zu einer Größe von 40 x 50 Zentimetern bearbeitet werden. So ist es zum Beispiel möglich, Holz, Kunststoffe und Textilien damit zu schneiden, Glas und thermoplas­tische Kunststoffe zu verschweißen sowie beschichtete Metalloberflächen oder Flächen aus na­türlichen Materialien zu gravieren. Die Studierende können sich bei der praktischen Anwendung damit vertraut machen, wie man Aufgaben der Lasertechnik, der Steuerungs- und Automatisierungstechnik sowie der Fertigungs­technik löst.

Darüber hinaus steht das neue Lasersystem auch für Projekte mit der regionalen Wirtschaft (Architektur, Modellbau, Messebau, Grafik) zur Verfügung. Dabei entspricht es dem Leitprinzip einer praxisnahen Ausbildung, in solche Kooperationen auch Studierende einzubinden. Die Anlage wurde vom TransMIT-Zentrum für Faseroptik und Industrielle Laseranwendungen beschafft, das von den FH-Professoren Dr. Klaus Behler und Dr. Karl-Friedrich Klein geleitet wird. Geliefert hat sie ein Unternehmen aus Kleinostheim (LG Laser Technologies), in dessen Entwicklungsabteilung ein Absolvent des Studiengangs Physikalische Technik eine verantwortliche Posi­tion bekleidet.

Die über Diplomarbeiten und Berufspraktika schon bestehenden Kontakte zwischen der FH und dieser Firma sollen künftig noch erweitert und vertieft werden, damit Studierende bereits während ihrer akademischen Ausbildung den Unternehmensalltag in einer High-Tech-Branche ken­nen lernen können. Geplant sind gemeinsame Projekte z. B. auf den Gebieten der Charakterisie­rung von Laserstrahlen, der Lasersicherheit und der Qualitätssicherung.