Die Technische Hochschule Mittelhessen hat in Friedberg zwei neue Gasturbinenprüfstände in Betrieb genommen. Die Anlagen sollen am Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnologie in Forschung und Ausbildung, vor allem im Masterprogramm, eingesetzt werden. Sie haben zusammen etwa 200.000 Euro gekostet.
Kernelement des Prüfstands „MGT-30“ ist eine Mikrogasturbine, die thermische Energie bei der Verbrennung von Erdgas in elektrischen Strom mit einer Leistung von bis zu 30 Kilowatt umwandelt. Der „STW-100“ besteht aus einer in einem Schubmessgerät verankerten Fluggasturbine. Mit Kerosin befeuert bringt sie es auf einen Schub von 100 Newton.
Laut Prof. Dr. Roland Dückershoff, Leiter des Labors für Gasturbinen, entsprechen die beschafften Anlagen dem aktuellen Stand der Technik auf den Entwicklungsprüfständen der Gasturbinenindustrie zum Beispiel bei Rolls Royce, Siemens oder Alstom. Sie sind mit hochgenauer Technik zur Messung von thermodynamischen Zustandsgrößen wie Druck oder Temperatur ausgerüstet. Die Messsignale werden mittels eines modernen Programmiersystems ausgelesen, verarbeitet und analysiert.
An Projektierung, Aufbau, Instrumentierung und Programmierung der neuen Laborausstattung waren Studierende maßgeblich beteiligt. Die Laboringenieure Günther Kavelmacher und Andreas Böhm leiteten die Arbeiten.