Zu mehr als 300 Prozent ist die Fachhochschule in Friedberg ausgelastet. 3431 Studierende müssen sich wenig mehr als 1100 flächenbezogene Studienplätze teilen. Ein Neubau in der Wilhelm-Leuschner-Straße ist geplant, bis zu seiner Fertigstellung werden aber noch einige Jahre vergehen. „Wir müssen alle Reserven nutzen, damit wir weiter einen geregelten Lehrbetrieb anbieten können“, sagt deshalb Prof. Dr. Dietrich Wendler, Präsident der Fachhochschule Gießen-Friedberg.

Ein kleiner Schritt zur Linderung der Raumnot ist jetzt getan. Nach nur zwölfwöchiger Bauzeit konnte ein neuer Hörsaal mit 160 Plätzen offiziell eingeweiht werden. Möglich wurde die Kapazitätserweiterung durch den Umbau eines nicht mehr benötigten Labors für Strömungsmaschinen. Nach Planungen der Architekten Dirk Metzger und Ulf Pauli (APD, Darmstadt) realisierte die Regionalniederlassung Mitte des Hessischen Baumanagements (HBM) das Projekt.

Für den lichtdurchfluteten in hellen Farbtönen gehaltenen Hörsaal musste die Hochschule 300.000 Euro aus eigenen Mitteln aufwenden. Landeszuschüsse, die sonst bei Baumaßnahmen üblich sind, standen nicht zur Verfügung. Die ursprünglich kalkulierten Kosten hatten noch bei 500.000 Euro gelegen. Die Einsparungen, so Bernhard Mayer, der bei der HBM als Projektleiter für die Hochschulen zuständig ist, seien unter anderem durch Einschränkungen bei der Ausstattung und durch Eigenleistungen der FH-Handwerker möglich geworden.