Proportional
nach den Studierendenzahlen gestaffelt erhalten die elf Fachbereiche direkt 50
Prozent der Gesamtsumme, also insgesamt rund 1,5 Millionen Euro. Weitere 20
Prozent entfallen auf Projektanträge, die von den Fachbereichen gestellt wurden.
Für entsprechende Initiativen der zentralen Einrichtungen und des Präsidiums
werden 29 Prozent des Gesamtbetrags verwandt. Ein Anteil von einem Prozent ist
für Vorschläge des Allgemeinen Studentenausschusses vorgesehen.
Das
Hessische Studienbeitragsgesetz nennt als Zweck der Gebühreneinnahmen vor allem
die Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre. Für Forschungsvorhaben und
Neubauten dürfen die Mittel nicht verwendet werden. Das durch die Studienbeiträge erstmals zur
Verfügung stehende Geld wird an der FH Gießen-Friedberg zu 39 Prozent für die
verbesserte Ausstattung der Labore (z.B. mit neuen Maschinen und Messgeräten) ausgegeben,
die für die praxisorientierte Ausbildung der Studierenden eine zentrale
Funktion haben. In die Einstellung zusätzlichen wissenschaftlichen und
administrativen Personals fließen 37 Prozent. Für sonstige lehrbezogene
Geräteanschaffungen (z.B. Beamer, Computer) sind 13 Prozent der Mittel bestimmt. Zur Finanzierung weiterer Tutoren.
Lehraufträge und Lernsoftware sind 11 Prozent zugewiesen worden.
Das größte durch die Studienbeiträge finanzierte Projekt ist die Schaffung eines zentralen Empfangs- und Informationsservices an den Standorten Gießen und Friedberg. Diese Anlaufstellen sollen Studierenden, Gästen und Kooperationspartnern mit hoher Dienstleistungsqualität Informationen und Orientierungshilfen bieten.
FH-Präsident Prof. Dr. Günther Grabatin bewertet die Ausarbeitung dieses Verteilungsschlüssels als wichtigen Schritt bei der strategischen Weiterentwicklung der Fachhochschule Gießen-Friedberg: „Wer an unserer Hochschule studiert und dafür bezahlt, soll die Garantie haben, dass wir ein hochwertiges Lehrangebot und das bestmögliche Ausbildungsniveau anstreben. Es kommt also vor allem darauf an, die zusätzlichen Finanzmittel nachhaltig in diesem Sinne konstruktiv zu nutzen. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit unserem Verteilungsmodus - auch dank der kompetenten Mitarbeit des neuen Zentrums für Qualitätsentwicklung - bei dieser Premiere die richtige Richtung eingeschlagen haben.“