Studierende des Fachbereich Gesundheit der THM nehmen im Agaplesion Evangelischen Krankenhaus Mittelhessen an Forschungsprojekten und Versuchen teil und können so Theorie und Praxis verknüpfen. Foto: THMDer Fachbereich Gesundheit der Technischen Hochschule Mittelhessen und die Interdisziplinäre Notaufnahme des Agaplesion Evangelischen Krankenhaus Mittelhessen in Gießen wollen durch gemeinsame wissenschaftliche Projekte die Infrastrukturen im Rettungsdienst weiterentwickeln und kooperieren dafür in Forschung und Praxis. Die Zusammenarbeit der Einrichtungen begann im Bereich der Notfallmedizin und weitete sich auf mehrere weitere Projekte aus. Nun gehören auch die Schnittstellen zwischen der präklinischen und klinischen Notfallmedizin sowie das medizinische Management und die medizinische Informatik dazu. Die Kooperation zielt darauf ab, Patientinnen und Patienten durch Digitalisierung eine verbesserte Versorgung zu bieten.

Durch die Verknüpfung von wissenschaftlichen Ansätzen und praktischer Erfahrung am Patienten soll ein Wissenstransfer etabliert werden, um mittelfristig nicht nur im Landkreis Gießen, sondern auch darüber hinaus Akzente in der Notfallmedizin zu setzen. Studierende, Forschende und das medizinische Personal sollen sich aktiv in die Gestaltung der Digitalisierung der Notfallmedizin und der Versorgungsforschung einbringen.

Nicht nur durch einen Austausch auf Forschungsebene, sondern auch durch Praktika und die Erstellung von Abschlussarbeiten sowie wissenschaftlichen Publikationen sollen Studierende der THM theoretische wie praktische Einblicke in den nicht planbaren Alltag einer Notaufnahme erhalten. „Man muss verstehen, was in einer Notaufnahme geschieht, bevor man es managen kann“, sagt Seán O’Sullivan von der Arbeitsgruppe „Technologien in der Notfallmedizin“ des Fachbereichs Gesundheit an der THM.

Bisherige Ergebnisse der Zusammenarbeit wurden bei entsprechenden internationalen Fachkongressen der „Healthcare Information and Management Systems Society“ (HIMSS/USA), der „Deutschen Gesellschaft für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin“ (DGINA) sowie beim „Deutschen Interdisziplinären Notfallmedizin-Kongress“ (DINK) vorgestellt und publiziert.

Durch die Kooperation sollen auf allen Ebenen der Versorgung Akzente zur Weiterentwicklung im Gesundheitswesen gesetzt und relevante medizinische Innovationen gefördert werden. Auf Dauer sollen so nicht nur Patientinnen und Patienten am Evangelischen Krankenhaus Mittelhessen die bestmögliche, moderne Versorgung erhalten. Aktuelle Projekte im Rahmen der Zusammenarbeit befassen sich mit der Telemedizin, der Entwicklung und Erforschung von softwarebasierten Lösungen im medizinischen Alltag und der Versorgungsforschung.