Prof.Dr. JungIn bundesweiten Ranglisten der forschungsstärksten Fachhochschulen belegt die FH Gießen-Friedberg immer wieder Spitzenpositionen. Aktuelles Beispiel ist die neue Förderlinie Ingenieurnachwuchs Maschinenbau des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Im nationalen Wettbewerb des Jahres 2007 hatten sich 53 Fachhochschulen mit insgesamt 101 Anträgen beworben. Davon wurden 40 Projekte ausgewählt. Dabei schnitt die FH Gießen-Friedberg als erfolgreichste deutsche Fachhochschule ab.

Die mittelhessische Fachhochschule erhielt den Zuschlag für drei anwendungsbezogene Projekte, die jeweils eine Laufzeit von Juni 2007 bis Mai 2010 haben. Prof. Dr.-Ing. Markus Schneider vom Friedberger Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen bekommt für das Vorhaben „Alternative Kühlschmier-Technologien zur Prozessoptimierung beim Schleifen“ eine Unterstützung in Höhe von 220.000 Euro. Das Projekt des 37-jährigen Ingenieurwissenschaftlers hat in der Konkurrenz um die BMBF-Fördermittel eine außergewöhnliche Anerkennung erfahren: Es landete in der Bewertung durch unabhängige Gutachter auf Platz eins aller Anträge.

Am Friedberger Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik,  Materialtechnologie ist das Projekt von Prof. Dr. Udo Jung angesiedelt, das sich der „Konzeptentwicklung kritischer Pkw-Karosseriestrukturen mit Komponenten-Berechnungsmodellen“ widmet. Die Fördersumme beträgt 259.000 Euro.

Nach Gießen an den Fachbereich Maschinenbau, Mikrotechnik, Energie- und Wärmetechnik gehen 238.000 Euro für ein Vorhaben, das der „Entwicklung einer Laser-Zentriereinrichtung zur insitu Kontrolle des Zentrierzustandes bei der Linsenherstellung“ dient. Sein Leiter ist Prof.  Dr. Thomas Sure.

An den Forschungsarbeiten sind jeweils Industrieunternehmen der Region als Partner beteiligt. Den Projektteams gehören neben neu berufenen Professoren auch Studierende und Jungingenieure an, die auf diesem Weg Praxiserfahrung bei der Entwicklung neuer Verfahren und Produkte sammeln können.