Gleich drei
Absolventen konnten sich bei der Diplomfeier des Fachbereichs
Informationstechnik - Elektrotechnik - Mechatronik (IEM) an der Fachhochschule
in Friedberg über die Traumnote 1,0 freuen. Nicht weniger Applaus bekamen im
vollen Hörsaal die drei Empfänger der vom VDE Rhein-Main verliehenen
Friedrich-Dessauer-Stiftungspreise für die besten Diplomarbeiten.
Bevor die Absolventen verabschiedet wurden, galt es, eine Bilanz des letzten Jahres zu ziehen. So stellte Dekan Prof. Dr. Karl-Friedrich Klein fest, dass die durch Studiengebühren zusätzlich erhaltenen Finanzmittel „uns einen großen Schub nach vorne gegeben haben". Denn damit habe man die Lehre nachhaltig verbessern können. Diese Mittel, so Klein, würden nach dem Wegfall der Gebühren von der Landesregierung ersetzt. Als weiteren Fortschritt konnte er die Beteiligung des Fachbereichs an den neuen Kompetenzzentren der Fachhochschule und die Einwerbung von Drittmitteln in Höhe von 850.000 Euro melden.
„Kein anderer Fachhochschul-Standort hat sich so dynamisch entwickelt wie Friedberg", sagte FH-Präsident Prof. Dr. Günther Grabatin in seinem Grußwort. Seit 1999 sei hier die Zahl der Studierenden von 1572 auf heute fast 4200 - darunter aktuell 953 IEM-Studierende - gestiegen, ein Zuwachs, „der sich sehen lassen kann". Die so entstandene räumliche Enge werde laut Grabatin im Sommersemester vorbei sein, wenn der Neubau vollständig in Betrieb genommen werden kann. Der FH-Präsident führte die Erfolge in erster Linie auf die Neugestaltung des Studienangebots zurück, das nun fünf verschiedene Studiengänge im Bereich IEM beinhaltet.
Wie der FH-Präsident bat auch der Dekan die Absolventen, nach ihrem Weggang Kontakt zu ihrem ehemaligen Fachbereich zu halten. „Das lebenslange Lernen ist ein Muss", sagte er, denn das Wissen wachse so schnell wie nie zuvor. Demnach könne das bisherige Studium nur eine solide Basis darstellen, gab Klein zu bedenken und warb für die derzeit in der Entwicklung befindlichen Weiterbildungsprogramme des Fachbereichs.
Die zehn besten Absolventen der Studiengänge Allgemeine Elektrotechnik, Elektrische Antriebs- und Energietechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Medieninformatik und Technische Informatik, die alle mindestens mit der Note 1,5 abgeschnitten hatten, bekamen danach ihre Zertifikate und Buchpreise überreicht. Einen Sonderapplaus gab es dabei für die 1,0-Abschlüsse von Julien Langer (Technische Informatik), Hubert Kuhla (Informations- und Kommunikationstechnik) und Sascha Kammler (Allgemeine Elektrotechnik).
Bevor Alexander Trier vom VDE Rhein-Main zur Verleihung der Friedrich-Dessauer-Stiftungspreise für die drei besten Diplomarbeiten schreiten konnte, machte es Prof. Dr. Hans-Dieter Spindler jedoch spannend und ließ die drei Absolventen ihre Themen in Kurzvorträgen vorstellen. Die Jury hatte entschieden, dass Kay Alexander Wiegand (Medieninformatik) die beste Arbeit vorwies. Er erhielt neben der Urkunde einen Scheck über 600 Euro. Der zweitplatzierte Hubert Kuhla (Informations- und Kommunikationstechnik) bekam 400 Euro und der Dritte Patrick Lipinski (Medieninformatik) 200 Euro.