SchülerInnen bei der einführung im grossen HörsaalEinen neuen Teilnehmerrekord erleben die Friedberger Informationstage (FIT) der Fachhochschule. Rund 1100 Schülerinnen und Schüler nehmen in diesem Jahr die Gelegenheit wahr, die Studienmöglichkeiten an der FH in Friedberg kennen zu lernen.

Die dortigen Fachbereiche stellen den Gästen an zwei Tagen ihr gesamtes Studienprogramm vor. Die Initiative FIT ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Fachhochschule Gießen-Friedberg und dem Staatlichen Schulamt für den Hochtaunuskreis und den Wetteraukreis. Mit der Einladung an die Hochschule wollen die Veranstalter dazu beitragen, dass junge Leute eine fundierte Entscheidung über ihren weiteren Qualifikationsweg und ihre künftige berufliche Entwicklung treffen können.

„Es ist nicht unser Ziel, Sie alle an die FH zu locken. Sie sollen hier exemplarisch erfahren, was man nach der Schule machen kann und wie man sich an einer Hochschule Informationen beschafft“, erklärte Mitorganisator Prof. Dr. Burkhard Kampschulte den über 500 Besuchern des ersten Tages bei der Begrüßung. Von insgesamt 22 Gymnasien, Gesamtschulen und Fachoberschulen kommen die Campusgäste, die von Lehrern begleitet werden. Das Einzugsgebiet reicht über das Kerngebiet Bad Nauheim, Büdingen und Friedberg hinaus z.B. nach Biedenkopf, Frankenberg, Hanau, Offenbach und Wetzlar. Bernhard Friedrich, Pädagogischer Mitarbeiter der regionalen Fortbildung beim kooperierenden Schulamt, zeigte sich bei der Eröffnung der neunten Friedberger Informationstage erfreut über den anhaltend starken Andrang aus den Schulen. Er ermunterte alle Gäste, die Einladung sinnvoll zu nutzen: „Sie werden hier offene Türen finden. Seien Sie nicht schüchtern: Hochschullehrer und Studierende erwarten Ihre Fragen!“

{mosimage}Auf dem Stundenplan der Informationstage steht zunächst der Überblick über die Friedberger Studiengänge auf den Gebieten Technik, Management und Informatik. Einblicke in die praxisnahe Ausbildung an der Fachhochschule vermitteln Führungen, bei denen die Gäste von wissenschaftlichem Personal und erfahrenen Studierenden betreut werden. Diese Expeditionen über den Campus ermöglichen es ihnen, in den Laboren z.B. für Unternehmenssimulation, Medientechnik, Laseranwendung, Robotik oder Telekommunikation übungsweise selbst aktiv zu werden. Nach der Mittagspause erwartet sie unter anderem ein Vortrag zum Schwerpunktthema der diesjährigen Informationstage, dem internationalen Studieren.

Ein eigenes „Lehrercafé“ dient dem Austausch zwischen den Veranstaltern und den pädagogischen Betreuern der teilnehmenden Schulen. Viele Lehrer, die zunehmend auch mit der Aufgabe konfrontiert sind, Schüler auf den Übergang in das Studium oder die Berufsausbildung vorzubereiten, folgen der Einladung zur Kooperation bei den Informationstagen. Ulrich Eisenkrämer, Oberstudienrat an der Johann-Philip-Reis-Schule Friedberg, der schon zum sechsten Mal mitmacht, bewertet FIT als nützliche Ergänzung zum Unterrichtsalltag: „Für die Schüler bringt das Programm wichtige Informationen und Orientierung. Und wir Lehrer lernen hier viele Fächer und auch neue Studiengänge kennen, über die wir in der Schule dann sachkundiger sprechen können.“