Volles Haus: In Gießen wurden die Erstsemester in der Kongresshalle von Prof. Dr. Katja Specht begrüßt.Rund 2500 junge Leute haben zum Wintersemester 2022/23 das Studium an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) aufgenommen, davon 1439 in Gießen, 591 in Friedberg und 448 bei StudiumPlus in Wetzlar. Insgesamt sind jetzt 16.482 Studentinnen und Studenten an der THM eingeschrieben. Nach zwei Wintersemestern, die wegen der Pandemie nur im Online-Modus eröffnet werden konnten, hat die THM ihre Neuimmatrikulierten wieder mit Präsenzveranstaltungen auf dem Campus willkommen geheißen.

In der Gießener Kongresshalle begrüßte Vizepräsidentin Prof. Dr. Katja Specht die „Erstis“ und sagte: „Wir freuen uns total, dass wir wieder in einem solchen Rahmen diesen besonderen Moment feiern können.“ An ihr junges Publikum gerichtet beschrieb sie die zurückliegenden Pandemiejahre als schwierige Phase: „Manche von Ihnen kommen direkt von der Schule, manche haben noch versucht, ein Auslandsjahr zu machen, was vielleicht geklappt haben mag oder auch nicht. Viele haben womöglich gar keine Chance gehabt, die Berufswelt kennenzulernen, weil sie kein einziges Praktikum absolvieren konnten.“ Daran schloss sie das Versprechen an: „Wir wissen das und werden versuchen, Sie mit all dem, was Sie mitbringen und was Sie können, aufzunehmen und entsprechend mit Ihnen ins Studium zu starten.“

Beim „Meet&Greet Campus“ informierten zentrale Bereiche der Hochschule – etwa der Sport – über ihre Angebote.Auch Gießens Bürgermeister Alexander Wright, selbst THM-Absolvent, hieß die Erstsemester der Hochschule in der Kongresshalle willkommen und ermunterte sie, sich intensiver auf Gießen einzulassen – die, wie er sagte, „jüngste Stadt Hessens“. Nach der Feier, die von der Zentralen Studienberatung organisiert wurde, begleiteten studentische Tutorinnen und Tutoren die Neuankömmlinge zu den jeweiligen Veranstaltungen der acht Gießener Fachbereiche. Bei einem zwanglosen „Meet&Greet“ in der Caféteria stellten das Referat Hochschulsport, das Studentenwerk und der AStA ihre Angebote vor.

Auf dem Campus Friedberg begann der Begrüßungstag im Rahmen des „Studieneinführungsprogramms“ (STEP) mit Eröffnungsvorträgen in den Fachbereichen. „Maschinenbau ist ein Kreativberuf. Aber zunächst braucht man Grundwissen, vor allem in der Physik, dann kann man kreativ werden.“ Mit dieser Kurzbeschreibung wandte sich Dekan Prof. Dr. Martin Sting an die Neuimmatrikulierten der Bachelorstudiengänge am Fachbereich Maschinenbau, Mechatronik und Materialtechnologie. Der Ingenieurwissenschaftler informierte nicht nur über die Inhalte und Abläufe des Studiums, sondern richtete den Blick auch in die Zukunft. Wer den Bachelorabschluss geschafft habe, könne sich in Friedberg mit dem Master weiterqualifizieren, um zum Beispiel eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen. Doch der starke Praxisbezug des Studiums eröffne auch gute Berufsaussichten in der Industrie. „Im Prinzip können Sie mit dem Studium bei jeder Maschinenbaufirma anfangen“, so Prof. Sting. 

Lea Wilhelm erläutert Neuimmatrikulierten des Studiengangs Logistikmanagement am Campus Friedberg, wie sie ihren individuellen THM-Account aktivieren.Wie in Gießen übernahmen auch in Friedberg Tutorinnen und Tutoren die Aufgabe, die „Erstis“ fachbereichsweise zu betreuen und unter dem Motto „Meet&Greet“ zu wichtigen Anlaufstellen und Serviceeinrichtungen auf dem Campus zu begleiten. Das Team von StudiumPlus in Wetzlar hatte für seine 448 Erstis, wie gewohnt, in der Stadthalle ein eigenes Programm auf die Beine gestellt.

Im aktuellen Wintersemester sind Betriebswirtschaft mit 173, Bauingenieurwesen mit 160, Informatik mit 152, Social Media Systems mit 146 und das duale Bachelorprogramm Betriebswirtschaft mit 134 Neuimmatrikulierten an der THM die gefragtesten Studiengänge.