Die Zahl der Verkehrsopfer in Deutschland ist so niedrig wie nie zuvor seit Einführung der Unfallstatistik im Jahr 1953. Trotzdem musste das Statistische Bundesamt für 2004 noch fast 6000 Tote und 440.000 Verletzte melden, die bei Unfällen im Straßenverkehr zu Schaden kamen.

Einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit kann die Straßengestaltung leisten. Sicherheitsaspekte bei Planung, Bau und Betrieb von Verkehrsanlagen behandelte ein Seminar an der Fachhochschule Gießen-Friedberg. Fast einhundert Fachleute aus Planungsbüros, Hochschulen, Straßenbauverwaltungen, kommunalen Planungsämtern und Verkehrsbehörden besuchten die zweitägige Fortbildungsveranstaltung.

Durch die Fortschritte in der Unfallforschung haben sich die Erkenntnisse, wie man Straßen verkehrssicher gestaltet, erheblich verbessert. Im Seminar wurden die Grundlagen und Verfahren ausgewählter neuer Technischer Regelwerke unter Sicherheitsaspekten erläutert.
Die Referenten, die alle an den hessischen Fachhochschulen in Darmstadt, Wiesbaden, Frankfurt und Gießen lehren, befassten sich unter anderem mit Schulwegsicherheit, der Verkehrssicherheit von Baustellen und Fragen der Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern. Weitere Themen waren die Griffigkeit von Straßenbelägen und die Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr.
Veranstalter der Fortbildungsveranstaltung, die Prof. Dr. Andreas Bark von der FH Gießen-Friedberg organisiert hatte, war das Fachgebiet Straßenwesen und Vermessung am Fachbereich Bauwesen.