Das neue Messrohr wird übergebenEin System, mit dem man die Abschirmwirkung von Kabeln messen kann, hat die Fachhochschule Gießen-Friedberg jetzt als Sachspende von zwei Partnern aus der Industrie erhalten.

Das neu entwickelte Messrohr CoMeT (Coupling Measuring Tube) stammt von der Firma Rosenberger Hochfrequenztechnik aus dem bayerischen Fridolfing. Umfangreiches Zubehör wie zum Beispiel eine Auswertungssoftware steuerte bedea Berkenhoff & Drebes aus Aßlar bei.

In Zeiten von Wireless LAN und Mobilfunk werde die Abschirmtechnik für die Informationsübertragung über Kabel immer wichtiger, erläutert Prof. Dr. Albrecht Müller vom Gießener Fachbereich Elektro- und Informationstechnik (EI). In seinem Labor wird das etwa 12.000 Euro teure Gerät jetzt in der Lehre eingesetzt.

Mit dem Messrohr CoMeT könne sowohl die Störanfälligkeit als auch die Störstrahlung, die von einem Kabel ausgehe, präzise bestimmt werden. Die Messung der elektromagnetischen Verträglichkeit sei eine Voraussetzung zur Reduzierung des über Kabel, Stecker und Bauteile abgestrahlten Elektrosmogs,  so Rosenberger-Chefkonstrukteur Eberhard Rodig. Er war gemeinsam mit Gerhard Nestler, dem Leiter des Musterbaus, zur Übergabe der Spende nach Gießen gekommen. Das oberbayerische Unternehmen hat 2500 Mitarbeiter und ist Weltmarktführer als Hersteller von Hochfrequenzsteckern.

Mit der Firma bedea, deren Entwicklungsleiter Bernhard Mund zur Spendenübergabe an die Fachhochschule gekommen war,  arbeitet der Fachbereich EI seit längerer Zeit zusammen. Regelmäßig schreiben Studenten der Informations- und Kommunikationstechnik bei dem mittelhessischen Unternehmen ihre Diplomarbeit. Bedea stellt mit 325 Mitarbeitern in Aßlar und Herborn unter anderem Kabel für den Satellitenempfang her.